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"Idealer Standort für Aldi": SPD und CDU stehen Zentrallager in Maschen positiv gegenüber

Norbert Böhlke (Foto: oh)
kb. Seevetal. Auf ein durchaus positives Echo treffen die Überlegungen des Discounters Aldi, mit seinem Zentrallager von Ohlendorf nach Maschen zu ziehen, in den Reihen der Seevetaler Gemeinderatspolitiker.
"Für uns ist die Lage in Maschen an der K86 der ideale Standort für das Aldi-Zentrallager", sagt Klaus-Dieter Kirchhoff, Vorsitzender der SPD-Fraktion. Die unmittelbare Nähe zur Autobahn stelle sicher, dass der Lieferverkehr die Gemeinde und den Ort Maschen nicht über Gebühr belasten würde. "Mit der Einschränkung, dass die Anschlussstelle bereits jetzt einer Überarbeit bedarf", so Kirchhoff. Auch bei einer Ansiedlung von Aldi am Alternativ-Standort in Stelle sei zu erwarten, dass der Lieferverkehr über die Anschlussstelle Maschen laufe.
Die CDU-Fraktion hält den Standort in Maschen ebenfalls grundsätzlich für geeignet, wie Norbert Böhlke auf WOCHENBLATT-Anfrage mitteilt. "Die Lage an der Autobahn spricht für die Ansiedlung von Gewerbe und ist vergleichbar mit Gewerbegebieten in anderen Seevetaler Ortsteilen", sagt Böhlke. "Es gibt die klare Aussage, dass Aldi nicht in Ohlendorf bleiben möchte", so der Ratsherr. Gemeinsam mit dem Unternehmen müsse jetzt eine vernünftige Lösung gefunden werden. "Wichtig ist uns, dass in Maschen kein riesiger Betonklotz entsteht. Das wollen wir ganz klar nicht", sagt Böhlke. Aldi sei ein wichtiger Steuerzahler für die Gemeinde, das dürfe aber nicht bedeuten, dass das Unternehmen die Bedingungen für eine Neu-Ansiedlung auf Gemeindegebiet diktiere.
Verkehrstechnisch beurteilt der Christdemokrat die Lage ähnlich wie SPD-Ratsherr Kirchhoff. "Eine gute Verkehrsplanung vorausgesetzt, gehen wir davon aus, dass sich die Belastung für Maschen in Grenzen hält", so Böhlke. "Es ist davon auszugehen, dass der Lieferverkehr so oder so über die Anschlussstelle Maschen läuft - auch wenn Aldi nach Stelle geht", erklärt Böhlke.
Maschens Ortsbürgermeisterin Angelika Tumuschat-Bruhn wollte keine Bewertung der Situation abgeben. Sie betont jedoch, dass für ein Vorhaben dieser Größenordnung sowohl eine Änderung des Flächennutzungsplanes als auch die Aufstellung eines Bebauungsplanes notwendig sei. Erst im Zuge des Planverfahren könne in einem Abwägungsprozess entschieden werden, ob die Rahmenbedingungen für eine Gewerbeansiedlung am Standort in Maschen gegeben seien.
Wie die anderen Parteien und die Naturschutzverbände die Lage beurteilen, lesen Sie in Kürze hier.