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"Tag des offenen Denkmals" an der Wassermühle Karoxbostel: "Unglaubliches Engagement vieler Helfer"

Impressionen: "Tag des offenen Denkmals" in der Wassermühle Karoxbostel
bs. Karoxbostel/Seevetal. Zum vierten Mal fand jetzt auf dem Areal der historischen Wassermühle in Karoxbostel der "Tag des offenen Denkmals" statt. "Wir freuen uns, dass der Tag zu einer etablierten Veranstaltung geworden ist und dass hier eine Art Treffpunkt entstanden ist", so die Vorsitzende des Vereins Wassermühle Karoxbostel, Emily Weede.
Seit Vereins-Gründung im Jahr 2012 haben die zur Zeit rund 870 Mitglieder auf dem Gelände der Wassermühle von 1893 großes vollbracht: Nach der Grundsanierung des Wohn- und Wirtschaftsgebäudes von 1817 mit Wiederherstellung der kompletten Mühlentechnik, wurde 2014 auch die zum Mühlen-Ensamble gehörende Sägerei vollständig restauriert. Die gesamte Hofansicht wurde mit aufwendigen Pflasterarbeiten im Außenbereich wieder in ihren Originalzustand versetzt, im Mühlen-Innenbereich unter anderem mit der Restauration der alten Fußboden-Fliesen der urtümliche Charme des denkmalgeschützten Gebäudes unterstrichen. "Wie die Trümmerfrauen, haben wir monatelang die Fliesen geschrubbt. Heute sind wir sehr stolz, soviel erreicht zu haben", so Schatzmeisterin Christina Dohrmann.
Davon konnten sich vergangenen Sonntag die zahlreichen Besucher überzeugen: Bei Führungen durch die Gebäude, erfuhren Interessierte nicht nur wissenswertes über die lange Geschichte des denkmalgeschützten Objekts, sie konnten darüber hinaus erleben, wie Korn zu Schrot gemahlen wird oder wie in der Sägerei ein in Norddeutschland seltenes "Venezianisches Gatter" Baumstämme zu Brettern sägt. Zahlreiche Stände mit handgemachten Waren, selbst-gebackenem Brot und weitere kulinarische Köstlichkeiten, luden zum Verweilen auf dem Kleinod ein. Musikalisch sorgten die Bands "Moonlight", "BlueMinorSwing-Band" und "The Mill Brook Bluegrass Jam" für gute Stimmung.
Rund 320.000 Euro sind bisher durch Spenden und Fördergelder in den Wiederaufbau der Wassermühle geflossen. Circa 100.000 Euro werden für den Abschluss der Komplettsanierung noch benötigt. Besonders stolz sind alle Mitwirkenden über den schnellen Fortschritt der Restauration. "Wir planen, bis zum 200. Jahrestag im Jahr 2017 das Mühlen-Ensamble in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Durch das unglaubliche Engagement der vielen Helfer über Jahre hinweg, sind wir nach der Fertigstellung der Sägerei nun dabei, den alten Schweinestall zu einer Lehrwerkstätte mit Tagungsraum herzurichten. Wir sind super im Zeitplan und schaffen wahrscheinlich sogar mehr, als wir es uns vorgenommen haben", so Emily Weede.