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Zuverlässig und zupackend: Anette Kosakowski ist eine "Macherin der Region"

Anette Kosakowski vor dem Kindergarten "Kleine Hexe"
kb. Seevetal. Anette Kosakowski (59) macht keine halben Sachen. Wenn sie etwas anpackt, dann richtig. Seit 1997 ist die Maschenerin Erste Vorsitzende des Vereins "Hilfe für krebskranke Kinder Seevetal". In den vergangenen 40 Jahren hat die Kinderkrebshilfe Seevetal, die 1976 als Elterninititiave startete, die riesige Summe von über 1,3 Millionen Euro an die Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg gespendet. Damit ist der kleine Verein der wichtigste Großspender der Einrichtung. Anette Kosakowski lenkt gemeinsam mit Brigitte Medenwold-Ruh die Geschicke des Vereins, organisiert den großen Weihnachtsbasar in Horst ebenso wie die jährliche Benefiz-Gala. "Das ist schon viel Arbeit, aber inzwischen läuft auch vieles fast von selbst. Wir sind ein eingespieltes Team und ich bin immer wieder begeistert darüber, wie viel Unterstützung wir bekommen", so Anette Kosakowski.
Kinder sind ihr Leben. Die Erzieherin wusste schon als junges Mädchen, dass sie einmal mit Kindern arbeiten will. Mit dem privaten Kindergarten "Kleine Hexe" in Maschen, den sie 1993 gemeinsam mit einer Freundin eröffnete, erfüllte sie sich einen Traum. Inzwischen wurde die "Kleine Hexe" verkauft, Anette Kosakowski arbeitet aber immer noch dort als Erzieherin. "Das macht mir einfach riesigen Spaß", erzählt sie. "Und jetzt kann ich mich endlich wieder nur um die Kinder kümmern und nicht um diesen ganzen Papierkram." Gute Umgangsformen, gemeinsames Singen und auch mal ein Gedicht auswendig lernen: "Ich bin noch eher vom alten Schlag", sagt Anette Kosakowski von sich. Eltern, die ihren Nachwuchs in Designer-Klamotten stecken und die dann akribisch darüber wachen, dass kein Fleck das Outfit verdirbt, versteht sie nicht. "Kinder müssen sich auch dreckig machen dürfen, sie sollen lachen und Spaß haben."
So viel Spaß sie mit den Kindern bei der Arbeit hat, so schwer und beklemmend sind ihre regelmäßigen Besuche am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, wo das Kinderkrebs-Zentrum angesiedelt ist. "Die kleineren Kinder trotzen dem Krebs oft mit ganz viel Lebensfreude, weil sie einfach auch noch nicht wissen, wie krank sie wirklich sind. Aber wenn man einmal in die Augen eines älteren Kindes blickt, das weiß, dass es vielleicht sterben muss - das vergisst man nicht."
Die Arbeit, ihre Familie, die Kinderkrebshilfe - Anette Kosakowski hat viel zu tun. Ihr Telefon piept in schöner Regelmäßigkeit, kaum ein Tag vergeht, an dem keine Anfrage eintrudelt oder irgendetwas organisiert werden muss. Auch eine große Typisierungsaktion für einen an Leukämie erkrankten Jungen in Maschen hat sie schon innerhalb weniger Wochen auf die Beine gestellt. "Zum Glück komme ich mit wenig Schlaf aus", sagt sie lachend. Ihre wenige Freizeit verbringt sie gern mit ihrem Mann, den vier erwachsenen Kindern - die sie mit ihrem Engagement für die Kinderkrebshilfe angesteckt hat - und den Enkelkindern.
Danach gefragt, ob ihr nicht manchmal auch alles zu viel wird, lacht Anette Kosakowski: "Jedes Jahr vor dem großen Basar sage ich mir: Das ist das letzte Mal. Wir brauchen für die Veranstaltung immer weit über 200 Helfer, sammeln unzählige Spenden ein, bauen auf und räumen hinterher alles wieder weg, das ist eine riesige Logistik." Doch wenn dann alles geschafft ist und wieder viele Tausend Euro für das Kinderkrebs-Zentrum zusammengekommen sind, sei alle Mühe vergessen. "Ich habe mir geschworen, so lange ich gesund bin, mache ich weiter", sagt Anette Kosakowski.

Der Verein Hilfe für krebskranke Kinder Seevetal freut sich über neue Mitglieder. Alle informationen zum Verein und eine Betrittserklärung findet man auf http://kinderkrebshilfe-seevetal.de.