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Gemeinde Seevetal soll die Schulsozialarbeit sichern

Kurt von Pannwitz, Vorsitzender CDU/FDP-Gruppe in Seevetal (Foto: CDU Seevetal)

CDU/FDP-Antrag sieht Kostenbeteiligung in Seevetal so lange vor, bis das Land bezahlt

ts. Seevetal. CDU und FDP wollen der Unsicherheit über die Finanzierung der Schulsozialarbeit in Seevetal ein Ende setzen. Christ- und Freidemokraten sprechen sich dafür aus, dass die Gemeinde die Hälfte der Kosten bis zu dem Zeitpunkt übernimmt, an dem das Land Niedersachsen wie angekündigt dieser Aufgabe nachkommt. Die übrigen Kosten trägt der Landkreis Harburg.
Die zusätzlichen Kosten beliefen sich nach Angaben der Gemeindeverwaltung auf rund 50.000 Euro pro Jahr. Mit dieser Summe finanziert die Gemeinde derzeit, immer auf ein Jahr befristet, 50 Prozent der Kosten von zwei Schulsozialarbeitern in eineinhalb Stellen: eine ganze Stelle an der Grundschule Maschen und eine halbe Stelle an der Grundschule Ramelsloh. Darüber hinaus beschäftigt die Gemeinde Seevetal zwei eigene angestellte Schulsozialarbeiter, die an den Grundschulen in Meckelfeld und Hittfeld tätig sind.
CDU und FDP in Seevetal sehen nach wie vor unverändert das Land Niedersachsen in der Verantwortung, die Finanzierung der Schulsozialarbeit zu sichern. "Wir haben uns wegen der großen gesellschaftspolitischen Bedeutung und zur Sicherung der beruflichen Perspektive der bereits tätigen Schulsozialarbeiter entschieden, die Schulsozialarbeit durch die Gemeinde Seevetal dauerhaft zu unterstützen", sagt der CDU/FDP-Gruppenvorsitzende Kurt von Pannwitz.
Der Beschluss ist umso bemerkenswerter, weil CDU und FDP im Kreistag des Landkreises Harburg eine Kostenübernahme abgelehnt haben - mit dem Hinweis, dass ja das Land in der Pflicht sei. Nach intensiven Diskussionen seien CDU und FDP in Seevetal jetzt zu einer neuen Bewertung gelangt, sagt von Pannwitz. Die Schulsozialarbeit sei von herausragender Bedeutung für die Gesellschaft. Aufgaben, die eigentlich Eltern leisten müssten, würden heute auf die Schulen verlagert.
Der Landkreis erwartet voraussichtlich erst Ende des Jahres eines Aussage des Landes, wann konkret welche Schule im Landkreis Sozialarbeiter erhalte. Das hat Erster Kreisrat Kai Uffelmann vor Kurzem im Schulausschuss des Kreistags berichtet. Kriterien des landes sind dabei zum Beispiel die Organisation des Ganztagsangebots und die Schülerzahl.
Das niedersächsische Kultusministerium hat im Jahr 2016 ein Konzept für den Ausbau der sozialen Arbeit an den allgemein bildenden Schulen entwickelt. In den Jahren 2019 bis 2021 will das Land 200 zusätzliche sozialpädagogische Fachkräfte einstellen - jeweils etwa 70 pro Jahr. Dabei sollen insbesondere Grundschulen und Gymnasien berücksichtigt werden.
Die beiden Schulsozialarbeiter Julia von Rekowski (Grundschule Ramelsloh) und Klaus Tesche (Grundschule Maschen) haben ihre Arbeit den Mitgliedern der CDU/FDP-Gruppe vorgestellt. Das hat offenbar Eindruck hinterlassen. "Sie sind nicht in die Schulhierarchie eingebunden. Kinder vertrauen sich ihnen mit ihren Problemen an, weil die Schulsozialarbeiter unabhängige Ansprechpartner sind", sagt von Pannwitz. Die Frage stelle sich, sagt er, ob die Gemeinde Seevetal die Schulsozialarbeit in Zukunft nicht noch weiter ausbauen sollte. (ts). Ende 2016 hat das niedersächsische Kultusministerium mit den kommunalen Spitzenverbänden eine Vereinbarung geschlossen, die neben der Übernahme der Landesverantwortung einen Ausbau der Schulsozialarbeit vorsieht.
Ab 2021 werden demnach im Landeshaushalt 1.000 Vollzeiteinheiten oder rund 55 Millionen Euro jährlich für die Sozialarbeit an allgemeinbildenden Schulen zur Verfügung stehen.
In den Jahren 2019 bis 2021 will das Land 200 Sozialpädagogen einstellen. Sie sollen insbesondere an Grundschulen und Gymnasien tätig werden. Aufgabe
des Landes Schulsozialarbeit ist Landesaufgabe