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Heidewasser: Hamburg will Fördermenge erhöhen

Ruth Alpers, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Harburger Kreistag
(kb). Der Antrag der Hamburger Wasserwerke, die Trinkwasserförderung aus der Nordheide fortzusetzen, wird demnächst in seiner Endfassung eingereicht und nach der Sommerpause öffentlich ausgelegt. Die noch erforderlichen Ergänzungen und Präzisierungen wurden am Dienstag in einem klärenden Gespräch zwischen dem Landkreis und den Hamburger Wasserwerken vereinbart. Nach der Einreichung beginnt die Phase der öffentlichen Beteiligung, bei der Bürger, Verbände und kommunale Gebietskörperschaften ihre Stellungnahmen und Einwände vorbringen können. Der Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben.
Der neue Antrag mit einer gewünschten Laufzeit von 30 Jahren beläuft sich auf eine Fördermenge von 18,4 Millionen Kubikmetern Trinkwasser jährlich. Abzüglich u.a. der Sicherheits- und Trockenzeit-Zuschläge entspricht das einer jährlichen Fördermenge von durchschnittlich 16,1 Millionen Kubikmetern (bisher 15,7 Millionen). Die Förderung soll durch den Anschluss der Fassung Schierhorn auf mehr Brunnen als bisher verteilt werden, sodass die beiden Fassungen Nordheide West und Ost entlastet werden. „Alle Beteiligten haben es sich mit diesem Antrag nicht leicht gemacht“, sagte Kreisrat Dr. Björn Hoppenstedt nach dem Gespräch. „Wir wollen den bestmöglichen Schutz der Umwelt und der Belange der Menschen vor Ort und zugleich die Trinkwasserversorgung Hamburgs nachbarschaftlich ermöglichen.“
Sollte der Antrag durchgehen, wäre das Ziel vieler politischer Bedenkenträger und Initiativen im Landkreis, die Fördermenge zu reduzieren, verfehlt. Ruth Alpers, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Harburger Kreistag, ist von dem Antrag wenig begeistert. "Jetzt ist Widerstand gefragt. Es kann nicht sein, dass Hamburg nur seine Interessen sieht und keine Rücksicht auf Natur und Landschaft nimmt. Die Fördermenge muss reduziert werden", so Alpers.