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Das 70.000-Euro-Beet

Diplom-Biologin Dr. Barbara Drewes, die das Projekt leitet, zeigt ihren Garten-Entwurf

Altländer Bauerngarten auf der Museumsinsel / "Artenvielfalt um ein Vielfaches erhöht"

tp. Stade. Die ersten beiden Kopfweiden wurden am vergangenen Montagmorgen gepflanzt: In 15 Monaten soll das Vorzeige-Landschaftsbauprojekt "Altländer Garten" auf der Museumsinsel auf dem Burggraben in Stade fertig sein. Das in Norddeutschland wohl einmalige historische "Nobel-Beet" kostet 70.000 Euro.
Das grüne Kleinod entsteht neben dem zum Freilichtmuseum auf der Insel gehörenden Altländer Bauernhaus von 1733. Die nach geschichtlichem Vorbild typischer Altländer Gärten geplante Anlage besteht aus 160 Quadratmetern Nutzgarten, 150 Quadratmetern Blumengarten und 20 Quadratmetern Kräuterbeet. Auf der Fläche sollen Knoblauchsrauke, die Ur-Getreidesorte Einkorn, Flachs, Mohn, die Färberpflanze Krapp und vieles mehr angebaut werden.
"Die Artenvielfalt auf der Insel wird um ein Vielfaches erhöht", sagt Dr. Sebastian Möllers, Chef der Museen Stade, der das Garten-Konzept in Zusammenarbeit mit der Diplom-Biologin und Projektleiterin Barbara Drewes erstellt hat. Geschwungene Wege, Buchsbaumhecken und ein strahlend weißer Altländer Zaun vervollkommenen den Garten.
Für die Verwirklichung des Projektes wurde die "Insel-AG" um den Vorsitzenden Dr. Volker Drecktrah vom Stader Geschichts- und Heimatverein gegründet. Die Mitglieder werden sich künftig in Zusammenarbeit mit Schülern und Kindergartenkindern um die Gartenpflege kümmern. Weitere Ziele der AG sind unter anderem die Instandsetzung der Museums-Imkerei mit alten Bienenrassen, Veranstaltung von Bauernmärkten, pädagogischen Angebote und das Anlegen eines historischen Ackers.
• Die Finanzierung des Gartens teilen sich die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung mit 30.000 Euro, die VGH-Stiftung und der Stader Geschichts- und Heimatverein, die jeweils 20.000 Euro beisteuerten.