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Innovatives Kirchenprojekt in Stade: "Fresh X"

Stellten das neue Konzept vor (v. li.): Landessuperintendent Hans Christian Brandy, Pastor Sabine Ulrich, Superintendent Thomas Kück und Pastorin Claudia Brandy (St. Wilhadi) (Foto: bc)
bc. Stade. Wie kann Kirche dort präsent sein, wo sie über kein eigenes Gebäude verfügt? Diese Frage haben sich die Stader St. Wilhadi- und die St. Johannis-Gemeinde für die Stadtteile Ottenbeck und Riensförde gestellt. Ihre Antwort darauf: eine extra neu eingerichtete Stelle mit einem innovativen, ökumenischen Konzept dahinter. Der Name: "Fresh Expressions of Church."
Pastorin Sabine Ulrich (39) aus Nordholz wird sich (mindestens) die nächsten fünf Jahre um diese neue Form von Kirche kümmern - ein Projekt, das in dieser Form einzigartig ist im Bereich der Hannoverschen Landeskirche. "Wir leisten hier Pionierarbeit", sagt Superintendent Dr. Thomas Kück vom Kirchenkreis Stade.
"Ich möchte die Menschen im Alltag begleiten, auf sie zugehen", sagt Sabine Ulrich, Mutter von Zwillingstöchtern und früher als Militärseelsorgerin in Kiel aktiv. Jetzt hat sie große Lust, den Ansatz von "Fresh X" mit Leben zu füllen. Das Motto des Quartiersmanagements: "Kirche - erfrischend und vielfältig."
Wie konkret das aussehen wird, kann sie noch nicht sagen. Das können Gottesdienste an ungewöhnlichen Orten sein, die Einrichtungen von Jugendgemeinden, gemeinsame Back-Events, die Gründung eines christlichen Fußball-Fanclubs oder die Kirche auf dem Bauernhof. Es geht generell darum, in die Stadtteile hinein zu horchen und Menschen auf individuelle Art und Weise für den Glauben zu gewinnen.
Sabine Ulrichs Büro wird in dem neuen Haus für Betreutes Wohnen in Riensförde eingerichtet, das derzeit gebaut wird. In dem Gebäude wird sich auch ein ca. 100 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum befinden, den die Bewohner Riensfördes nutzen können. In Ottenbeck wird noch ein Raum gesucht.
Die Stelle von Sabine Ulrich wird zu 75 Prozent von der Landeskirche (Fonds für missionarische Chancen) und zu je 12,5 Prozent vom Kirchenkreis und vom Gesamtverband gefördert. Die Wilhadi-Gemeinde hat aktuell 5.000 Gemeindemitglieder, die Johannis-Gemeinde insgesamt rund 6.000.