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Kommt Ersatz für das "ObstArt"-Hotel in Hollern-Twielenfleth?

lt. Hollern-Twielenfleth. Über einen Rekord von mehr als einer Million Übernachtungsgästen im vergangenen Jahr freuen sich die Touristiker im Landkreis Stade (das WOCHENBLATT berichtete). Insbesondere das Alte Land ist ein beliebtes Ausflugsziel und lockt in der Saison zwischen Ende März und Oktober Hundertausende Besucher an.
Kein Wunder, dass in diesem Zusammenhang die Schließung des "ObstArt"-Hotels in Hollern-Twielenfleth viele Menschen betrübt. Wie berichtet, nutzt der Verein für Sozialmedizin mit Sitz in Stade das Haus mit insgesamt 13 Zimmern seit Januar als Wohnheim für Suchtkranke.
"Trotz massiver Bemühungen haben wir es nicht geschafft, dass das Haus weiter als Hotel betrieben werden konnte", sagt Hollern-Twielenfleths Bürgermeister Timo Gerke. Da es sich um einen privaten Verkauf handelte, seien der Gemeinde die Hände gebunden gewesen. Dabei hätte es mehr als einen Interessenten gegeben, der den Betrieb mitsamt den Angestellten übernehmen wollte, so Gerke.
Dass das Hotel von März bis Oktober ausgebucht gewesen sei, zeige, dass der Bedarf für ein solches Haus da sei.
Gerke sucht nun händeringend nach Investoren für ein neues Hotel. Ideen und Grundstücke könne er bieten. Auch der Tourismusverband Landkreis Stade/Elbe bedauert die Schließung des "ObstArt"-Hotels: "So ein liebevoll geführtes Haus fehlt auf jeden Fall", sagt Bianka Zydek, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes.
Neben dem Hotel Altes Land und dem Windmüller in Steinkirchen seien es vor allem die schätzungsweise 450 Ferienwohnungen im Alten Land, die bei Besuchern gefragt seien. Mehr als die Hälfte aller Übernachtungen würden in Ferienwohnungen gebucht.
Wer nur eine Nacht bleiben wolle oder in einer größeren Gruppe reise, könne auch in Stade, Buxtehude, Kehdingen oder Ahlerstedt unterkommen, sagt Zydek. Gleichwohl würde auch der Tourismusverband es begrüßen, wenn es einen Ersatz für das geschlossene "ObstArt"-Hotel geben würde.