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Schiefer Turm und S-Bahn inspirieren

Malerin Christin Lutze in ihrem Interims-Atelier

Berliner Malerin im Pförtnerhaus Stade / Fans bringen Wein und Pralinen mit


tp. Stade. Überall Tuben, Pinsel, Paletten und Leinwände und dazu der Geruch nach frischer Ölfarbe: Im "Alten Pförtnerhaus" in Stade herrscht kreative Geschäftigkeit. Schon mehr als ein Dutzend Gemälde hat Malerin Christin Lutze (37) aus Berlin gefertigt.
Wie das WOCHENBLATT berichtete, hat Christin Lutze, Trägerin des Stipendiats "Stader Uul", auf Einladung der Stader Kulturstiftung vor einigen Wochen das historische Pförtnerhaus bezogen, das noch bis Ende Februar ihr "offenes Atelier" ist.
Fast täglich bekommt die studierte Profi-Malerin Besuch von Fans und Kunstinteressierten, darunter viele Hobby-Maler, die Christin bei der Arbeit zuschauen und sich Kreativ-Tipps holen wollen. "Viele bringen Geschenke wie Wein und Pralinen mit", freut sich Christin Lutze über die Gastfreundschaft, die ihr die Stader zuteil werden lassen.
Christin Lutze empfindet das altmodisch im 70er-Jahre-Stil möblierte Pförtnerhaus als "etwas bizarr". Umso mehr genießt sie die ruhige Kleinstadtatmosphäre in Stade: "Wenig Ablenkung, viel Konzentration", fasst die Malerin zusammen, die sonst im quirligen Berliner Quartier Prenzlauer Berg lebt und in Pankow in einem großen Gemeinschaftsatelier arbeitet.
Das Arbeitsergebnis nach rund einem Vierteljahr Stade-Aufenthalt kann sich sehen lassen: Schon 16 phantastische Ölgemälde im Format 20 mal 25 Zentimeter hängen zum Trocknen an der Zimmerwand. Mit Kreisen, Tupfern oder Kritzeleien beginnt Christin Lutze meistens den Malprozess, um sich selbst die "Angst vor der weißen Leinwand" zu nehmen. Am Ende stehen träumerische, surrealistisch-angehauchte Landschaftsbilder. Beim Einkauf in der Stader Altstadt, Radtouren an der Elbe oder Fahrten mit der S-Bahn nach Hamburg findet Christin Lutze in der Umgebung Inspirationen in Hülle und Fülle. Eines der Gemälde zeigt eine Kirche mit schiefen Turm. Das Motiv erinnert entfernt an das Stader Gotteshaus St. Wilhadi, das ebenfalls durch Schräglage auffällt.
Noch mindestens zwei Gemälde will Christin Lutze fertig bekommen, dann ist die Bilderserie, die "Reise nach Stade" oder "Elbgeschichte" heißen soll, vollendet, und die Malerin kehrt in ihre Heimatstadt Berlin zurück. Im kommenden Jahr will Christin Lutze in den Kreis Stade zurückkommen und ihre Gemälde in einer Ausstellung präsentieren.
• www.christin-lutze.de