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Schwalben willkommen: 160 Niststandorte wurden gemeldet

Landrat Michael Roesberg (hi. re.) zeichnete die Schwalben-AG der Grundschule Estorf aus (v.li.): Sina Köllmann, Lucy Quednau, Michel Rieper und Lasse Boyke mit ihrem Lehrer Dieter Offermann (Foto: Christian Schmidt)
bc. Stade. Auch wenn Familie "Hirundinidae" - so die wissenschaftliche Bezeichnung für Schwalben - an diesem Abend durch Abwesenheit glänzte und vermutlich gerade den Himmel über Afrika unsicher machte, hob Landrat Michael Roesberg jüngst die Bedeutung des Projektes "Schwalben willkommen" für den Artenschutz im Landkreis hervor. 60 Vogelschützer hatten sich auf Einladung des Kreises im Rathaus in Stade versammelt.
Im Frühjahr 2014 war das Projekt gestartet. Bürger wurden aufgerufen, Niststandorte an Häusern oder in Gebäuden zu melden. Insgesamt wurden 160 Standorte gemeldet.
„Ziel ist es, viele Daten zum Vorkommen der Rauch-, Mehl- und der Uferschwalben sowie der Mauersegler im Landkreis zu erhalten“, sagt Diplom-Biologin Janette Hagedoorn-Schüch vom Kreis-Naturschutzamt.
Ein Beispiel für den Erfolg des Projektes: Hans-Wilhelm Wohlers aus Ahlerstedt brachte 60 Kunstnester an seinem Haus an. In diesem Jahr waren davon 24 Nester besetzt, 124 junge Schwalben sind ausgeflogen. Die meisten Schwalbenbruten hatte mit 85 besetzten Nestern die Werft "Hatecke" in Drochtersen.
Schüler der Grundschule Estorf bereicherten den Abend mit den Ergebnissen einer Projektarbeit. Sie hatten ermittelt, welche Beschaffenheit Gebäudewände haben müssen, damit Schwalben ihre Nester stabil befestigen können.