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Stade-Hahle: Anwohner sind erstaunt über neuen "Schildawald"

Winfried Rainer schüttelt mit dem Kopf. Diese abknickende Vorfahrt aus Richtung Sprehenweg/Lerchenweg ergibt in seinen Augen keinen Sinn... (Foto: bc)
bc. Stade. Die Menschen in Hahle wundern sich. Insgesamt gleich 15 neue Schilder ließ die Stadtverwaltung vor einigen Wochen am Bahnübergang „Am Hofacker“/ “Brunnenweg“ aufstellen - an einem Ort, der bisher weniger für sein Verkehrschaos in Verdacht geraten war. Laut Aussagen mehrerer Anwohner ist hier seit Jahrzehnten kein Unfall mehr passiert. Hat die Stadt etwa zu viel Geld?

Immerhin kostet so ein neues Straßenschild inklusive Mast und Installation in der Regel einen vierstelligen Euro-Betrag. Winfried Rainer wohnt ein paar Straßen weiter. Er schüttelt nur mit dem Kopf: „Schilda lässt grüßen. Hier verbrennt die Stadt das Geld.“

Zur Erklärung: Die Vorfahrtstraße führt u.a. aus Richtung Lerchenweg zum Hof Sternberg, wo einige wenige Familien wohnen. Der abzweigende Brunnenweg ist für den Durchgangsverkehr ohnehin gesperrt. Der Bahnübergang ist beschrankt und durch ein Blinklicht gesichert. Nur äußerst selten verirrt sich ein Fahrzeug über die Gleise. Warum dann dieser Aufwand an neuen Schildern?

Zumal die abknickende Vorfahrt aus Richtung Sprehenweg/Lerchenweg für viele Anwohner keinen Sinn ergibt, da dort streng nach Interpretation der Beschilderung - wenn man den Verkehrszeichen „Durchfahrt verboten“ und „Einbahnstraße“ Glauben schenken darf - ohnehin nur Busse fahren dürfen, die auf keinen Fall den Bahnübergang nutzen.

Bei der Stadt ordnet die Verkehrsbehörde das Anbringen neuer Schilder an. Das WOCHENBLATT fragt dort nach. Die Schilder seien aufgestellt worden, um den Bahnübergang sicherer zu machen. Mit Hilfe der Schilder könne gewährleistet werden, dass kein Fahrzeug aufgrund der Vorfahrtssituation auf den Schienen stehen bleiben müsse, heißt es aus der entsprechenden Abteilung im Rathaus.

Zur abknickenden Vorfahrt aus Richtung Sprehenweg/Lerchenweg und der Einbahnstraßenregelung will sich die Behörde die Lage noch einmal vor Ort anschauen. Möglicherweise sei dort ein Fehler passiert. Das WOCHENBLATT bleibt am Ball.