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Was tun gegen die Handyfilmer im Freibad?

Badbetriebsleiter Jürgen Bußmann
bc. Stade. Auch im Stader Freibad ist es schon ganz vereinzelt vorgekommen, dass Badegäste gegen ihren Willen mit dem Smartphone abgelichtet oder gar gefilmt wurden - bundesweit ein Thema in den Bädern. In Hamburg hat man jetzt darauf reagiert. Dort wird seit dieser Saison mit jeder Eintrittskarte ein Aufkleber für die Linsen der Smartphones ausgegeben. So soll das Fotografieren und Filmen eingedämmt werden. In Lüneburg wird das bereits seit einem Jahr praktiziert.
Auch in Stade hat Badbetriebsleiter Jürgen Bußmann darüber nachgedacht, ist aber zu dem Schluss gekommen: „Die Idee ist nicht schlecht, aber bei uns nicht umsetzbar.“ Zumal die Maßnahme eine Sicherheit suggeriere, die faktisch nicht vorhanden sei. Die Aufkleber könnten wieder entfernt werden oder der Badegast schmuggele sein Handy mit ins Bad. Ein Verbot von Smartphones im Stader Freibad wäre zudem nicht sinnvoll, da es seit vergangener Saison kostenfreies W-Lan auf der Liegewiese gebe. Eine Marketing-Maßnahme, um mehr Badegäste anzulocken.
Im Saunabereich und im Hallenbad sind Smartphones dagegen in Stade verboten. Bußmann: „Wenn sich ein Badegast belästigt fühlt, soll er bitte sofort die Badaufsicht benachrichtigen.“ Einen Sicherheitsdienst, so wie im Buxtehuder Freibad an heißen Tagen, braucht man in Stade (zum Glück) bisher noch nicht.