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Verkehrschaos: Stade arbeitet an Lösungen

An Wochenenden ist es an der Kreuzung immer besonders schlimm, vor allem wenn aus Wiepenkathen kommt
bc. Stade. Seit Jahren herrscht vor allem an Samstagen, vor Feiertagen und an verkaufsoffenen Sonntagen Verkehrschaos an der viel befahrenen Ampel-Kreuzung B73/Am Steinkamp/Haddorfer Grenzweg. Jetzt plant die Stadt ernsthaft, etwas zu unternehmen, um die Situation für Kunden und Mitarbeiter der Unternehmen im Gewerbegebiet erträglicher zu gestalten. Ein Gutachten soll in Auftrag gegeben werden. Geld steht dafür im Haushalt 2016 bereit.

Sofern der Etatplan vom Landkreis genehmigt ist, starte die Ausschreibung, teilt Stadtbaurat Lars Kolk auf WOCHENBLATT-Anfrage mit. Ein Planungsbüro soll dann entsprechende Lösungen auf den Tisch legen. "Hier muss dringend etwas passieren, um den Verkehrsfluss zu verbessern", sagt Arndt Grube, Chef von "Möbel Jähnichen".

Was genau geschehen soll, gilt es jetzt zu klären. Die Probleme sind vielschichtig. So staut es sich z.B. aus Richtung Wiepenkathen des Öfteren vor der Einfahrt auf die Bundesstraße. Zudem gibt es einfach zu viele Zufahrten zu den Geschäften am Steinkamp (Jet-Tankstelle, Aldi, Futterhaus). Programmiertes Chaos. Darüber hinaus können Autofahrer vom Media Markt-Parkplatz nur nach rechts abbiegen, obwohl 90 Prozent eigentlich in Richtung B73 fahren wollen. Was teilweise zu abenteuerlichen und gefährlichen Wendemanövern führt. Nur einige von etlichen verkehrlichen Schwierigkeiten.

Die vermutlich beste, aber auch mit Abstand teuerste Lösung wäre ein großer Kreisverkehr auf der B73 mit zwei Ebenen, sog. holländischen Rampen - vergleichbar mit dem Kreisel "Kaisereichen" am Anfang der A26. Kolk: "Das wäre optimal." In dem Fall hätte der vorrangige Verkehr auf der B73 freie Fahrt.
Solche Überlegungen für die große Lösung gab es bereits vor Jahren, wurde aber aus Kostengründen verworfen, auch weil Bund und Land keinen Anlass sahen, viel Geld dazuzuschießen, um ein Stader Problem zu lösen.

Nach Meinung der Gewerbetreibenden gibt es auch günstigere Ansätze: Ein Kreisel an der Abzweigung zu "Jähnichen" bzw. zum Discounter Aldi oder eine verlängerte Rechtsabbieger-Spur am Steinkamp könnte schon Abhilfe schaffen.

Mit Blick auf Stades Finanzen und den vielen großen Projekten, die anstehen, wird es wohl auf eine kleine Lösung hinauslaufen. Wichtig ist nur, dass zügig etwas geschieht.