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Zwei neue Kitas für die Hansestadt Stade?

Die alte Kita wird nur noch bis Sommer 2018 betrieben
bc. Stade. Die Hansestadt Stade braucht mehr Betreuungsplätze für Kinder. Im Sozialausschuss am Mittwoch, 15. Februar (18 Uhr, historisches Rathaus), geht es um den Neubau zweier Kindertagesstätten in Schölisch und in der neuen Heidesiedlung in Riensförde. Die Sitzung ist öffentlich.
Laut Antrag der CDU-Fraktion soll die Verwaltung erforderliche Mittel dergestalt in den Haushalt 2017 aufnehmen, dass eine neue Kita Schölisch zum 31. Juli 2018 auf dem derzeitigen Bolzplatz an der Schölischer Straße eröffnet werden kann.
Wie berichtet, soll die jetzige Kita nur noch bis Juli nächsten Jahres betrieben werden. Eigentlich sollte der Kita-Altbau wegen Feuchtigkeitsschäden schon im Sommer 2016 geschlossen werden. Die Politik einigte sich jedoch auf einen vorübergehenden Weiterbetrieb bis 2018. Einen Ersatzbau - wie stets von der CDU gefordert - wollten SPD und Grüne jedoch bislang nicht zustimmen. SPD-Fraktionschef Kai Holm: „Seinerzeit waren die Kinderzahlen deutlich heruntergegangen.“
Jetzt hat sich die Situation gewandelt. Holm betont gegenüber dem WOCHENBLATT: „Wir geben unseren Widerstand auf.“ Der Bedarf sei nun vorhanden, auch wenn nach wie vor ungefähr die Hälfte der Kinder nicht aus dem Stadtteil Schölisch käme.
Ohnehin zeichnet sich aber auch ohne die Stimmen von SPD und Grünen eine Mehrheit im Rat pro Neubau ab. Nach WOCHENBLATT-Information hat die Verwaltung bereits alternative Standorte in Schölisch geprüft, infrage kommt wohl aber aus diversen Gründen (Gründung, Verkehr, etc.) nur der Bolzplatz. „Ein Teil der Kosten des Neubaus soll durch den Verkauf des derzeitigen Kita-Geländes nebst Gebäude gegenfinanziert werden“, so die CDU-Fraktionsvorsitzende Kristina Kilian-Klinge.
Ganz klar hat sich die SPD hingegen für eine neue Kita in Riensförde ausgesprochen. Dazu müssten bereits im Etat 2017 Gelder eingestellt werden, um eine Errichtung bis zum Beginn des Kindergartenjahres 2019/20 sicher zu stellen. Parallel soll die Verwaltung Gespräche mit potenziellen privaten Trägern führen, ob möglicherweise Interesse an einem Kita-Betrieb mit besonderen Angeboten besteht, zum Beispiel an einem bilingualen Konzept.
Kai Holm: „Unsere grundsätzliche Überzeugung bleibt die stadtweite Betrachtung von Kinderbetreuungsbedarfen und die daraus resultierende Standortentscheidung.“ Hierzu hätte die SPD lieber ein beantragtes Gesamtkonzept abgewartet. „Der vorliegende Antrag der CDU lässt nun jedoch befürchten, dass Riensförde herunterfallen könnte“, so Holm.
Eine neue Kita für Riensförde scheint jedoch unstrittig zu sein. Auch die CDU sieht eindeutig den Bedarf in der neuen Siedlung.