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Lokführer wollen sechs Tage lang streiken

(bc). Seit Dienstag um 2 Uhr morgens müssen Zugreisende wieder viel Kreativität beweisen. Der Streik der Lokführergewerkschaft GDL hat begonnen. Im Fernverkehr müssen sich die Bahnkunden auf erhebliche Behinderungen einstellen. Nur jeder dritte Zug soll fahren. Die Bahn hat einen Ersatzfahrplan aufgestellt (www.bahn.de/aktuell). Sechs Tage lang wollen die Lokführer den Personenverkehr bestreiken - der bislang längste Ausstand in der Geschichte der Bahn AG. Der Streik soll bis Sonntag, 10. Mai, um 9 Uhr andauern.
Auch die Pendler im Hamburger Umland sind betroffen. Die S-Bahn-Linie S3 zwischen Hamburg und Stade fährt nur im eingeschränkten Takt alle 20 Minuten. Die Privatbahnen Metronom und EVB sind weitgehend nicht vom Streik betroffen. Dennoch kann es zu leichten Verspätungen kommen, da der gesamte Bahnverkehr durch die Auswirkungen des Streiks beeinträchtigt werden kann. Der Metronom hält morgens und abends zusätzlich an der Haltestelle in Neu Wulmstorf. Im Güterverkehr rollten viele Züge bereits ab Montag um 15 Uhr nicht mehr.
Die GDL und die Bahn konnten sich bislang auf keinen gemeinsamen Nenner einigen. Am vergangenen Donnerstag lehnte die GDL das Tarifangebot der Bahn ab. Die GDL fordert für all ihre Mitglieder fünf Prozent mehr Lohn und eine Stunde weniger Arbeitszeit pro Woche.