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Alle vier Minuten ein Notruf

Die Beamten in der Leitstelle hatten 2014 alle Hände voll zu tun
thl. Lüneburg/Landkreis. Insgesamt 130.103 Notrufe liefen im vergangenen Jahr aus den Landkreisen Harburg, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen in der Lage- und Führungszentrale "Luna" der Polizei in Lüneburg auf. Das sind durchschnittlich 356 Notrufe am Tag. Oder anders ausgedrückt: alle vier Minuten ein Anruf. Diese Zahlen gab jetzt die Polizeidirektion Lüneburg bekannt.
Zwar klingelte das Notruf-Telefon 2014 insgesamt 191 Mal weniger als im Vorjahr, doch die Zahl der daraus resultierenden Einsätze stieg dramatisch an. Allein für die Beamten der Polizeiinspektion Harburg stieg die Einsatzzahl um 2.461 auf insgesamt 37.842 an. Statistisch rückte alle knapp 14 Minuten mindestens ein Streifenwagen aus.
Insgesamt 2.487 Einsätzen ergaben sich aus Notrufen von außerhalb (z.B. Hamburg, Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern), die bei "Luna" aufliefen und nach der Erfassung zur weiteren Bearbeitung an die jeweils zuständige Leitstelle in den benachbarten Bundesländern weitergeleitet wurden. Außerdem ist "Luna" noch für weitere Einsätze verantwortlich, wie z.B. die Anforderung von speziellen Einsatzkräften wie dem SEK oder Handyortungen bei Vermisstenfällen.
Absolute Einsatzspitzen ergaben sich an den Feiertagen, wie z.B. Himmelfahrt und Silvester. Zu diesen Zeiten sind alle Notrufabfrageplätze besetzt. Herausragende Einsätze, die zu einer deutlichen Arbeitsverdichtung führten, waren beispielsweise die Reihe von Bombenentschärfungen an der Wittenberger Bahn in Lüneburg, die zu großräumigen Evakuierungen führten, oder die Schießerei am Klinikum Lüneburg aber auch die Auseinandersetzungen zwischen Kurden und Tschetschenen in Celle.
Im Spätsommer 2015 soll die neue Kooperative Leitstelle Lüneburg (KLL) in Betrieb genommen werden. Ziel ist es, dass die Notrufe und das Einsatzmanagement aus den verbleibenden vier Landkreisen (Stade, Rotenburg, Heidekreis und Celle) in zwei Schritten nach Lüneburg verlegt werden. Zum 1. Januar 2017 sollen dann alle polizeilichen Notrufe aus dem gesamten Bezirk der Polizeidirektion Lüneburg in der KLL auflaufen.