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Artlenburger Deichverband hat Beseitigung der Hochwasserschäden abgeschlossen

Bei der Deichbegehung: Deichhauptmann Hartmut Burmester (2. v. li.) und Norbert Thiemann (2. v. re.), Geschäftsführer des Artlenburger Deichverbandes, mit weiteren Teilnehmern (Foto: 4B Medienverlag)
ce. Elbmarsch. Bei einer großen Deichschau wurde jetzt auf einer Strecke von 29 Kilometern zwischen Alt Wendischthun und Artlenburg das Ende der Mitte 2013 begonnenen Beseitigung der Hochwasserschäden "besiegelt". Bei der Inspektionstour mit dabei waren Vertreter des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Lüneburg, des Artlenburger Deichverbandes (ADV), der Baufirma Jeschke aus Wittmund, Projektkoordinator Hendrik Hilmer und Landschaftsplaner Hendrik Lamprecht.
„Alles ist abgearbeitet zwischen Alt Wendischthun und dem Sperrtor des Elbe-Seitenkanals in Artlenburg“, berichtete Heiko Warnecke vom NLWKN. Zusammen mit den anderen Teilnehmern begutachtete er unter anderem Deichkronen, Entwässerungsrohre, Pflastersteine an den Deichzufahrten, die neuen Betonschichten der Überfahrten und frisch angelegte Böschungen.
Die Deiche wurden baulich verändert und verstärkt. So hat die Baufirma aus Ostfriesland etwa die tiefen Fahrspuren auf der Deichkrone beseitigt, die Einsatzfahrzeuge beim Kampf gegen das dramatische Hochwasser vor fast vier Jahren hinterlassen hatten.
„Der Einsatz von schwerem Gerät und Fahrzeugen oben auf dem Deich ist künftig nicht mehr möglich, weil die dafür nötige Breite nicht mehr gegeben ist“, so Deichhauptmann Hartmut Burmester. Daher wurden stattdessen die
Deichverteidigungswege an einigen Stellen verbreitert und Überfahrten saniert, mit Beton verstärkt, stabil genug für schweres Gerät. Hintergrund ist, dass mit der Beseitigung der Furchen auch Fehlhöhen an den Deichen ausgeglichen wurden. Das konnte statisch aber nur gelingen, indem die Deichkronen schmaler wurden.
Alleine der nur sieben Kilometer lange Abschnitt zwischen Bleckede und Radegast macht schon die Dimension der Sanierung deutlich. Dort wurden 12.000 Kubikmeter Klei, 7.000 Kubikmeter Beton, 6.000 Kubikmeter zerkleinerte Ackersteine als Verstärkung für die Deichverteidigungswege und 4.500 Kubikmeter Sand verbaut.
„Die Sanierungskosten liegen insgesamt bei etwa vier Millionen Euro“, so Hendrik Hilmer.
Mit der Bauabnahme ist die Schadensbeseitigung zwar erledigt, doch zwei Vorhaben hat der ADV noch vor sich. „Im Frühjahr werden wieder Bänke auf die Deiche gestellt. Über die Standorte sind wir uns mit den betroffenen Kommunen bis auf eine Gemeinde einig geworden“, so Hartmut Burmester. Darüber hinaus muss alle 100
Meter der Deich neu eingemessen werden, und die Vermessungsergebnisse müssen in die Kartenunterlagen eingearbeitet werden. „Das ist wichtig für die Krisenstäbe bei der Deichverteidigung, um punktgenau Entscheidungen treffen zu
können“, erklärte ADV-Geschäftsführer Norbert Thiemann. Noch fehle dem Deichverband aber das Geld für die Vermessung.