Tierportraits und Wildlife Fotografie Olli Elf
Unterwegs mit Tigern

Velvet paw - Samtpfote | Foto: Olli Elf
9Bilder
  • Velvet paw - Samtpfote
  • Foto: Olli Elf
  • hochgeladen von Nicola Dultz

Der Apensener Wildlife-Fotograf Olli Elf ist von einer mehrwöchigen Afrika-Reise zurückgekehrt – mit spektakulären Aufnahmen von Tigern, Leoparden und Löwen im Gepäck. Für seine Bilder arbeitete er in Namibia und Südafrika teilweise zu Fuß und aus nächster Nähe mit den Raubtieren. Besonders die Begegnungen mit frei lebenden Tigern im südafrikanischen „Tiger Canyon“ wurden dabei zu einer außergewöhnlichen Erfahrung.

Nur wenige Meter trennten Elf von einem frei lebenden Tiger, als der Fotograf im Canyon auf dem Boden lag, um den perfekten Moment festzuhalten. Für seine Bilder geht der Künstler regelmäßig an Grenzen – auch gefährliche Situationen gehören dazu. Doch der Apensener gilt als erfahrener Wildlife-Fotograf und kennt den Umgang mit wilden Tieren. Auf seiner vergangenen Reise konzentrierte sich Elf ausschließlich auf die Arbeit mit Raubtieren.

Der Schwerpunkt seiner Reise lag nahe Philippolis in Südafrika im sogenannten Kishindo Tiger Canyon. „Diese Conservancy bietet die einzige Möglichkeit außerhalb Asiens, wilde Tiger zu beobachten“, sagte Elf. Tiger leben normalerweise ausschließlich in asiatischen Ländern in freier Wildbahn und gelten als stark vom Aussterben bedroht. Hauptursache für das Verschwinden: Der Verlust ihres Lebensraumes.

Im „Tiger Canyon“ können die größten Raubkatzen der Welt beobachtet und fotografiert werden - vorausgesetzt man finde sie, so Elf. Das rund 72 Quadratkilometer große Gebiet besteht aus Canyons, Graslandschaften, Hügeln, einigen bis zu zirka 1.500 Meter hohen Bergformationen und Seen.

„Die Schönheit dieses Areals lässt sich kaum mit Worten beschreiben“, sagte Elf. Besonders der erste Blick in die Felsenschlucht habe ihn sprachlos gemacht. Ein idealer Lebensraum für die derzeit elf frei jagenden Tiger. Um die Tiere aufzuspüren, arbeitete Elf mehrere Tage mit lokalen Spottern zusammen. Dabei entstanden unter anderem die Bilder „Attack Mode“ und „The Boundary Stone“.

Nicht ungefährlich wurde die Arbeit nach einem starken nächtlichen Regenschauer: „Der Jeep wäre beinahe von der Felskante in den Canyon gestürzt“, berichtete der Fotograf. Eine weitere brenzlige Situation entstand, als ein Tiger plötzlich auf ihn zulief, während er mit der Kamera auf dem Boden lag. „Da muss man schon extrem aufpassen und sich einen Grenzpunkt (boundary stone) setzen, um sich rechtzeitig in Sicherheit bringen zu können. Mir blieben ein paar Sekunden“, so Elf. Daher auch der Titel des Bildes: „The boundary stone“

Seine Reise begann bereits Anfang März in Namibia. Im Okonjima-Naturschutzgebiet fotografierte er wilde Leoparden und lebte mitten in der Wildnis. „Frühmorgens standen Giraffen vor meiner Terrasse, abends sangen mich Schakale in den Schlaf“, erzählte Elf.

Den Großteil seiner Zeit verbrachte er mit Mpandu, einem ausgewachsenen Leoparden. „Es entwickelte sich ein fast freundschaftliches Verhältnis zwischen uns, er wurde immer zutraulicher“, schwärmte Elf von dem Tier. Anschließend reiste er weiter nach Südafrika nach Harrismith, wo weitere Aufnahmen von Löwen entstanden. Eines der Bilder trägt den Titel „King Smokey“.

Authentizität steht für Olli Elf bei seiner Arbeit an erster Stelle. Seine Bilder entstehen ausschließlich im direkten Moment. Er verzichtet bewusst auf ferngesteuerte Kameras oder technische Hilfsmittel. „Die Menschen sollen genau das sehen, was ich gesehen habe“, sagte der Fotograf. Auch bei der Bildsprache verfolgt Elf eine klare Linie: Alle Werke erscheinen in Schwarz-Weiß. Dadurch werde der Blick ganz auf das Motiv gelenkt und die emotionale Wirkung verstärkt.

Bei der Produktion seiner Werke setzt der Apensener auf höchste Qualität. Gedruckt und gerahmt werden die Bilder von international erfahrenen Spezialisten.

Ein Teil der Erlöse aus dem Verkauf seiner Werke fließt in den Tier- und Artenschutz. Internationale Bekanntheit erlangte Elf unter anderem mit Aufnahmen des berühmten Elefanten Craig sowie der letzten beiden Nördlichen Breitmaulnashörner Najin und Fatu.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.ollielf.com sowie auf Facebook. Auch in Zukunft wird es wieder neue Bilder und Geschichten des Fotografen geben. Weitere Reisen und auch Ausstellungen sind bereits in Planung.

Redakteur:

Saskia Corleis

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