Kulturpreis Schlesien zum 50. Mal verliehen
- Der Buchholzer Wilhelm Pape im Gespräch mit der Niedersächsischen Innenministerin Daniela Behrens (SPD)
- Foto: Ingrid Pape
- hochgeladen von Stefanie Hansen
Alljährlich wird der Kulturpreis Schlesien durch das Land Niedersachsen verliehen. Dies geschieht abwechselnd in den Partnerregionen Niederschlesien und Niedersachsen. In diesem Jahr fand kürzlich die feierliche Überreichung in Hannover statt, und zwar zum 50. Mal.
Schlesien und Niedersachsen verbindet die Gemeinsamkeit vieler Schlesier, die nach Ende des 2. Weltkrieges durch Flucht und Vertreibung eine neue Heimat in Niedersachsen gefunden haben.
Mit der Verleihung des Kulturpreises sollen die Leistungen der Kulturschaffenden und deren Bezug zu Schlesien gewürdigt werden.
Für Niedersachsen ließ es sich die Innenministerin Daniela Behrens nicht nehmen, die Preise in einer Feierstunde höchstpersönlich zu überreichen. In der Regel ist ihr Pendant von polnischer Seite, der Marschall der Woiwodschaft Niederschlesien, dabei. Diesmal war Jaroslaw Rabczenko, Mitglied des Vorstandes der Woiwodschaft, im Hannoveraner Schauspielhaus zugegen.
Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr der polnische Filmproduzent, Drehbuchautor, Schauspieler und Regisseur Waldemar Krzystek. Aufgewachsen ist er Legnica (Liegnitz). Die Stadt bildet häufig die Kulisse für seine Werke.
Prof. Dr. Dr. Klaus Garber, Germanist und Kulturwissenschaftler, erhielt die Auszeichnung für seine wissenschaftliche Erforschung und Vermittlung des schlesischen Kulturerbes. Garber zählt zu den prägenden Forschern der schlesischen Literatur- und Kunstgeschichte der Neuzeit.
Die Stiftung für zeitgenössische Kunst in situ mit ihrer Vielfalt an künstlerischen Projekten und Diskursformen leistet einen wertvollen Beitrag zur Kulturverbreitung.
Last but not least erhielt Margrit Kempgen diesen Ehrenpreis. Sie setzt sich seit Jahrzehnten mit außergewöhnlichem Einsatz für Schlesien ein. Sie baut Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Polen und Deutschland.
Der Zufall will es nun, dass die Deutsch-Polnische Gesellschaft Buchholz (DPG) auch im nächsten Jahr wieder eine Reise nach Polen, diesmal nach Schlesien, organisiert. Auf dem Besuchsprogramm stehen Breslau und Krakau mit umliegenden Zielorten, die die Reisenden von Liegnitz bis nach Zakopane und ins Riesengebirge führen werden. Den detaillierten Reiseverlauf kann auf der Internetseite der DPG nachgelesen werden.
Schlesien ist wie kaum eine andere Region ein Bindeglied deutscher und polnischer Geschichte inmitten Europas.
Redakteur:Stefanie Hansen aus Buchholz |
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