"Kein Platz für Parteitaktik"

Die Hälfte seiner Amtszeit ist rum: 
Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse
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    Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse
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Panorama
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Corona-Zahlen am 27. Januar im Landkreis Harburg
1.290,2: Sieben-Tage-Inzidenz wieder leicht gestiegen

(lm). Der Landkreis Harburg hat am gestrigen Donnerstag, 27. Januar, 589 neue Corona-Fälle registriert. 3.303 Fälle waren es in den vergangenen sieben Tagen. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis ist leicht angestiegen und lag bei 1.290,2 (1.263,6 am Vortag). Ebenfalls angestiegen sind die Werte der landesweiten Hospitalisierungsinzidenz (7,3 auf 7,4) und der Intensivbettenbelegung (5,2 Prozent auf 5,4 Prozent). Seit Ausbruch der Corona-Pandemie sind im Landkreis Harburg insgesamt 20.969...

Service
Zahlreiche mobile Impfteams sind im Landkreis Harburg unterwegs

Wo wird momentan geimpft?
Aktuelle Impfangebote im Landkreis Harburg

(lm). Wo wird im Landkreis Harburg aktuell geimpft? In zahlreichen Einrichtungen nehmen mobile Impfteams des DRK und der Johanniter derzeit den Kampf gegen das Coronavirus auf.  Diese Veranstaltungen wurden im Landkreis Harburg wegen Corona abgesagt Freitag, 28. Januar:  Buchholz, Buchholzer Höfe, 10 bis 17 UhrNeu Wulmstorf, Impfstützpunkt Am Marktplatz 24, 11 bis 18 UhrWinsen, Impfstützpunkt, 10 bis 17 UhrStelle, DRK Ortsverein, 15 bis 18 Uhr Samstag, 29. Januar: Buchholz, Buchholzer Höfe, 9...

Blaulicht
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Nächtlicher Großeinsatz in Agathenburg
Feuer in Motorradwerkstatt: 400.000 Euro Schaden

tk. Agathenburg. Ein Feuer in einer Motorradwerkstatt im Gewerbegebiet in Agathenburg hat in der Nacht zu Freitag einen Schaden von rund 400.000 Euro verursacht.  Der Brand wurde gegen 4.45 Uhr von einem Wachdienst entdeckt. Das Sicherheitsunternehmen hatte zuvor eine Alarmmeldung bekommen und vor Ort kontrolliert. Der Mitarbeiter bemerkte den Brand ind er werkstatt und alarmierte Feuerwehr und Polizei. Die Ortswehren Agathenburg und Dollern fuhren zum Brandort entsandt. Es schlugen bereits...

Wirtschaft
Beim umstrittenen Thema Surfpark hielten sich die Stimmen von Befürwortern und Gegnern die Waage

Online-Voting im WOCHENBLATT
Leser-Umfrage zum Surfpark Stade: Fast ein Patt

jd. Stade. Dieses Bauprojekt bietet offenbar reichlich Diskussionsstoff: Beim geplanten Surfpark in Stade gehen die Meinungen auseinander. Das WOCHENBLATT wollte ein Stimmungsbild bei den Leserinnen und Lesern einfangen und richtete daher ein Online-Voting aus. Das brachte folgendes Ergebnis: 49 Prozent sprechen sich für einen Surfpark aus, 46 Prozent positionieren sich ganz klar dagegen. Der Aussage, dass der Surfpark nur gebaut werden soll, wenn bestimmte ökologische Kriterien eingehalten...

Politik
So sieht das Grobkonzept für das Eingangsgebäude für Gastronomie undden Eingangs-/Kassenbereich aus   Foto: Polyplan GmbH und Planungsbüro Kreikenbaum + Heinemann, Bremen

Baubeginn im August
Im August beginnt der Bau des Naturbades in Winsen

thl. Winsen. Im Mai 2024 soll das Naturbad im Eckermannpark fertig sein und kurz danach eröffnet werden. Diesen Fahrplan gab jetzt Angelina Gastvogel von der Stadtverwaltung in der Sitzung des des Ausschusses für Kultur, Freizeit, Tourismus und Partnerschaften vor, die am Dienstagabend im Marstall stattfand. Gastvogel stellte dabei die Entwurfsplanung für das Bad vor, die nahezu komplett abgeschlossen ist. "Der Förderantrag beim Bund ist fristgerecht eingereicht worden, jetzt sind wir im...

Wirtschaft
Die Beluga XL soll die Beluga ST ersetzen
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Die Beluga-Reihe
Airbus gründet kommerzielle Airline für XXL-Fracht

(sv). Sie ist zu einem gewohnten Anblick am Himmel über Stade geworden: Die Beluga im Anflug auf Finkenwerder. Vor fast 30 Jahren absolvierte die Airbus-Beluga-Reihe ihren Erstflug mit XXL-Frachten, nun sollen die bisher eingesetzten Beluga ST bis 2023 durch sechs größere Beluga XL ersetzt werden, die statt einem gleich zwei A350-Flügel transportieren können. Am Boden sollen die ausgemusterten ST-Flugzeuge jedoch nicht bleiben: Angesichts des wachsenden Nischenmarkts hat Airbus jetzt einen...

Blaulicht
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Horneburg: 68-Jähriger stirbt an Unfallstelle
Toter nach schwerem Verkehrsunfall

sv/nw. Horneburg. Ein 68-jähriger Fahrer ist am frühen Donnerstagnachmittag bei einem schweren Verkehrsunfall in Horneburg ums Leben gekommen. Gegen 13.30 Uhr war der VW-Tiguan-Fahrer aus Friedrichskoog auf der Landesstraße 124 zwischen Issendorf und Horneburg unterwegs, als er in einer leichten Rechtskurve aus bisher ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn abkam und dort frontal gegen einen Straßenbaum prallte. Durch die Wucht des Aufpralls stürzte der Pkw auf die Beifahrerseite, der...

Service
Rund 85 bis 90 Prozent der Fragen zu Corona werden direkt bei der Hotline beantwortet
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Corona-Update vom 28. Januar
Große Nachfrage: Corona-Hotline des Landkreises Stade ist ab 31. Januar auch nachmittags besetzt

jd. Stade. Das WOCHENBLATT hatte es im Corona-Update vom gestrigen Donnerstag bereits angekündigt (siehe unten): Der Landkreis Stade wird seine Corona-Hotline (Tel. 04141 – 123456) ab dem kommenden Montag, 31. Januar, auch nachmittags freischalten. Die Hotline wird ab dann nicht nur montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr besetzt sein, sondern zusätzlich auch montags bis donnerstags von 14 bis 16 Uhr. „Mit den steigenden Fallzahlen wird das Informationsbedürfnis der Bürgerinnen und Bürger noch...

Halbzeitbilanz: Buchholz' Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse blickt auf dreieinhalb Jahre zurück

os. Buchholz. Sieben Jahre beträgt die Amtszeit von Jan-Hendrik Röhse (54), in dieser Woche war er seit genau dreieinhalb Jahren Bürgermeister der Stadt Buchholz. Grund genug für den Juristen, im Pressegespräch eine Halbzeitbilanz zu ziehen.
Der Start sei alles andere als einfach gewesen, erinnert sich Röhse, der sich in der Stichwahl im Sommer 2014 gegen seinen Kontrahenten Joachim Zinnecker (Grüne) durchgesetzt hatte. Gleich die erste Amtshandlung von Röhse war die Erhöhung der Steuern. "Wir hatten einen unausgeglichenen Haushalt, zudem hatte der Kreis angekündigt, dass die Kreisumlage um drei Prozentpunkte angehoben wird", erinnert sich der Bürgermeister. Da die Stadt schon zuvor die Kosten z.B. für die Straßenunterhaltung zurückgefahren hatte und ein riesiger Investitions- und Sanierungsstau herrschte, habe es keine Alternative zur Steuererhöhung gegeben. "Das hat auch in den eigenen Reihen für Unmut gesorgt", so Röhse. Die CDU stimmte gegen den Haushalt ihres Parteikollegen Röhse, auch die FDP votierte gegen den Etat. Eine Konstellation, die sich in den Folgejahren bei einigen Entscheidungen wiederholte. "Ich muss mich um alle politischen Richtungen kümmern und das Beste für Buchholz erreichen. Da ist manchmal kein Platz für Parteitaktik", erklärt Röhse.
Die Jahre 2015 und 2016 waren geprägt durch die Flüchtlingsproblematik. "Wir waren fast nur noch damit beschäftigt, wo wir die Flüchtlinge schnell unterbringen können", erinnert sich Röhse. In diese Zeit fiel auch die Entscheidung, die städtische Jordanfläche im Eiltempo zu verkaufen und dort durch Investor Holger Cassens eine Unterkunft für Flüchtlinge und Deutsche mit Wohnberechtigungsschein zu erbauen. "Im Nachhinein hätte man das Verfahren anders machen können. Die Fläche nicht öffentlich auszuschreiben, war ein Fehler", räumt Röhse ein. Damit hätte man den Eindruck vermeiden können, dass bei dem Deal nicht alles mit rechten Dingen zugeht.
Weitere wichtige Meilensteine in seiner Amtszeit seien die Planungen für den Neubau des Mühlentunnels, der Erweiterung der Grund- und Oberschule Waldschule sowie der Beitritt der Stadt Buchholz zur Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises gewesen, erklärt Röhse. Seinen wichtigsten Erfolg habe er jedoch gerade in der vergangenen Woche erzielt: die breite Zustimmung des Stadtrates zum Projekt "Buchholz 2025 plus", das den Bau von bis zu 1.500 Wohneinheiten im Osten der Stadt und den Bau der Ostumfahrung umfasst (das WOCHENBLATT berichtete mehrfach). "Das hat mir richtig Lust gemacht, mich um die weitere Entwicklung von Buchholz zu kümmern", betont Röhse.
Nicht alles sei in den vergangenen dreieinhalb Jahren positiv gewesen. "Manchmal ist Politik ein Scheißgeschäft", sagt Röhse ehrlich und verweist auf den verbalen Angriff seines Parteikollegen und damaligen Ratsvorsitzenden Peter Noetzel. Dieser hatte Röhse im WOCHENBLATT vorgeworfen, sich nicht an der Meinungsbildung zu beteiligen und ihm eine "gewisse Führungsschwäche" attestiert. Auch der temporäre Personenschutz, den Röhse nach einer Drohung erhielt, sei eine schwierige Situation gewesen.
Wie geht es mit Röhse nach dem Ende seiner Amtszeit weiter? In Buchholz halten sich hartnäckig Gerüchte, das Stadtoberhaupt belasse es bei einer Amtszeit und kehre dann in seinen Beruf als Rechtsanwalt und Notar zurück. "Stand heute wüsste ich nicht, was gegen eine weitere Amtszeit spricht", sagt Röhse. Natürlich könne in den kommenden dreieinhalb Jahren viel passieren. Röhse: "Das Gute ist, dass ich von niemandem abhängig bin und selbst entscheiden kann, was ich in Zukunft machen möchte."

Auf ein Wort

Alles gut im Buchholzer Rathaus? Wohl kaum!

Mit der breiten Zustimmung des Stadtrates zum Projekt "Buchholz 2025 plus" ist Jan-Hendrik Röhse ein Husarenstück gelungen: die Befriedung nach jahrzehntelangem Ostring-Streit. Alles gut also in Buchholz unter Röhses Ägide? Wohl kaum.
Der Bürgermeister macht es der Politik nicht immer leicht mit seiner Art. Röhse ist durch und durch Jurist, der sich nicht in die Karten schauen lässt und oft klare Aussagen vermeidet. "Er merkelt", sagt ein Weggefährte.
In der Zeit von Doris Grondke hat es Röhse nicht geschafft, die Baudezernentin und ihre Bauverwaltung zu kontrollieren. Die Folge war ein Wust an Konzepten, der das Arbeiten nicht nur erleichtert. Was zudem auffällt: Themen, die Bürgermeister Röhse nicht angehen möchte, sitzt er schon mal aus. Dazu gehört eine Entscheidung, wie die Parkplatzprobleme am Buchholzer Krankenhaus gelöst werden können. Fazit: Es ist (noch) nicht alles Gold, was glänzt. Oliver Sander

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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