Appell des Buchholzer Bürgermeisters
"Kauft lokal!": Kampagne zur Stärkung des Einzelhandels

Verwaiste Innenstadt: Dieses Szenario soll auf jeden Fall vermieden werden
  • Verwaiste Innenstadt: Dieses Szenario soll auf jeden Fall vermieden werden
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os/nw. Buchholz. „Um unsere Innenstädte machen wir uns erhebliche Sorgen - es ist fünf vor zwölf. Die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie werden erhebliche Auswirkungen auf die niedersächsischen Innenstädte und Ortskerne haben.“ Dieses düstere Bild malt der Präsident des Niedersächsischen Städtetages, Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge. Einzelhandelsgeschäfte rängen danach zum Teil bereits um ihre wirtschaftliche Existenz. Sinkende Umsätze und geringe Kundenzahlen bringen laut einer aktuellen Trendumfage des Handelverbands Deutschland immer mehr Händler in finanzielle Schieflage.
Um diese Lage weiß auch die Stadt Buchholz, weshalb sie jetzt eine Kampagne zur Stärkung des Einzelhandels startet. Diese korrespondiert mit der Kampagne "Wir kaufen lokal!", die das WOCHENBLATT bereits im Frühjahr 2014 erfolgreich initiiert hat und die die Vorteile des lokalen Einkaufs benennt. „Der Handel vor Ort unterstützt die Menschen vor Ort“, analysiert Buchholz' Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse. Die Einzelhändler sponserten Vereine, stifteten Preise für Tombolas, sicherten qualifizierte Arbeitsplätze - und sorgten nicht zuletzt mit ihren Angeboten und Aktionen für eine lebendige und bunte Innenstadt. „Leidet der regionale Handel, hat das Auswirkungen auf die gesamte Stadt“, folgert Röhse. Er appelliert: „Kaufen Sie lokal, unterstützen Sie unsere Einzelhändler in der Innenstadt und helfen Sie mit, unser Buchholz vielfältig und lebendig zu erhalten - nicht nur zur Weihnachtszeit.“
Das Abwandern vieler Kunden in den Online-Handel macht auch vor Buchholz nicht Halt. An Markttagen ist die Innenstadt gut besucht, an anderen Tagen ist die Zahl der Passanten aber bisweilen sehr überschaubar. „Die Buchholzer Einzelhändler stellen sich mit Engagement und Mut den Herausforderungen der Corona-Krise“, sagt Ricarda Przyzibylski vom Verein Buchholz Marketing e.V. Sie wollten den Handelsstandort Buchholz erhalten, aber letztlich hängt der Erfolg vom Einkaufsverhalten der Menschen ab.
Im Einkaufszentrum Buchholz Galerie sind die vorweihnachtlichen Besucherzahlen aufgrund der Corona-Pandemie und des zweiten Teil-Lockdowns ein gutes Stück schwächer als im Vorjahr, erklärt Centermanager Lorenz Körbelin. Nur wenige Geschäfte im Center könnten die Umsätze weitestgehend halten. „Wir geben alles dafür, dass die Kunden auch jetzt sicher lokal shoppen können, unter anderem mit Hilfe der hochgesetzten Hygienestandards, die dem Kunden ein besonders sicheres Einkaufen ermöglichen.“ Ein facettenreicher Einzelhandel sei wie das Salz in der Suppe. „Wenn weitere Shops in der Stadt aufgrund fehlender Umsätze schließen müssen, verliert Buchholz schnell an Attraktivität. Dies gilt es jetzt durch lokales Weihnachtsshopping zu verhindern.“
„Der erste Lockdown im Frühjahr hat den Leuten klargemacht, was das für den Einzelhandel bedeutet“, sagt Christian Druse von Druses Kochwelten. „Jeder Kunde, der vor Ort einkauft, stützt den Einzelhandel.“ Er selbst sei bislang gut durch die Corona-Krise gekommen. „Wir wollen und können uns nicht beklagen“, sagt Druse. Das soll nach dem Willen vieler dauerhaft auch für den restlichen Einzelhandel gelten.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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