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Chance für die Inklusion

Mitarbeiter Alex Engling mit McDonald's-Geschäftsführerin Frauke Petersen-Hanson (re.) und Restaurant-Managerin Stefanie Kofler

McDonald's in Buchholz ist als erster "Inklusionsbetrieb" im Landkreis Harburg ausgezeichnet worden

os. Buchholz. Bislang war der Landkreis Harburg noch ein weißer Fleck auf der Karte der sogenannten "Inklusionsbetriebe", die Arbeitnehmern mit Behinderung eine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt bieten. Das hat sich jetzt geändert: Das McDonald's Schnellrestaurant von Geschäftsführerin Frauke Petersen-Hanson in Buchholz-Dibbersen ist jetzt offiziell Teil des Projekts, das vom Niedersächsischen Landesamt für Soziales, Jugend und Familie initiiert und gefördert wurde und von der Lebenshilfe, der NBank, der Bundesagentur für Arbeit und dem Integrationsfachdienst in Lüneburg begleitet und unterstützt wird.
Lokale Wirtschaft
Inklusionsbetriebe sind Unternehmen oder Unternehmensabteilungen, in denen Menschen mit Behinderungen, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt auf besondere Schwierigkeiten stoßen, eine berufliche Perspektive erhalten und mit Kollegen ohne Behinderung Seite an Seite arbeiten. Landesweit gibt es derzeit rund 50 "Inklusionsbetriebe". Diese erhalten u.a. einen Investitionskostenzuschuss zur Einrichtung der Arbeitsplätze, einen Personalkostenzuschuss und eine laufende Pauschale "bei besonderem Aufwand".
McDonald's in Dibbersen hatte sich mit dem Konzept "Gästebetreuung der Zukunft" beworben. In dieser Abteilung arbeiten zwei Mitarbeiterinnen ohne Behinderung und zwei mit Behinderung. Einer von ihnen ist Axel Engling. Der junge Mann hat eine kognitive Einschränkung und kam über ein Langzeitpraktikum in das Schnellrestaurant. Jetzt hat er einen unbefristeten Arbeitsvertrag erhalten. Zu den Aufgaben von Axel Engling gehört die Betreuung der Besucher: Er ist Ansprechpartner an den sogenannten digitalen Bestellpunkten, an denen die Gäste ihr Essen bestellen. Zudem serviert er das Essen an den Tischen und ist für die Säuberung des Gastraums mit verantwortlich. "Mir macht die Arbeit hier sehr viel Spaß", sagt Axel Engling.
Begleitet wird der Arbeitnehmer u.a. von Jenny Wolff von der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg. "Axel ist hier fester Bestandteil des Teams. Das ist vorbildlich und sollte Schule machen", sagt Jenny Wolff. "Die ganze Entwicklung ist toll, die Zusammenarbeit klappt wunderbar." Auch Restaurant-Managerin Stefanie Kofler ist zufrieden mit Axel Engling: "Er ist wissbegierig und macht sich hervorragend." Mittelfristiges Ziel sei es, den Mitarbeiter auch bei der Essenszubereitung einzusetzen. Das habe Axel selbst als Wunsch geäußert, berichtet Stefanie Kofler.
Geschäftsführerin Frauke Petersen-Hanson bereut ihre Entscheidung, sich als "Inklusionsbetrieb" zu bewerben, nicht. Ganz im Gegenteil: "Ich sehe bei uns weiteres Potenzial für Mitarbeiter mit Behinderung."
• McDonald's ist der erste offizielle "Inklusionsbetrieb" im Landkreis Harburg. Wie berichtet, haben auch andere Unternehmen in der Region Menschen mit Behinderung im ersten Arbeitsmarkt aufgenommen, z.B. die Bäckerei Weiss in Tostedt und der Forstbetrieb Konrad in Jesteburg-Lohof. Begleitet werden diese Arbeitnehmer vom Verein "Netzwerk für Inklusion in Sozialarbeit und Assistenz" (NISA) in Buchholz.