Buxtehuder erntet mehr als 1 Kilogramm Marihuana
Sein "grüner Daumen" bringt ihn fast in den Knast

Der Besitz von Marihuana ist kein Kavaliersdelikt
  • Der Besitz von Marihuana ist kein Kavaliersdelikt
  • Foto: Archiv/Meitsch
  • hochgeladen von Tom Kreib

Das könnte Sie auch interessieren:

Panorama
In der Straße Am Brack begannen Samstagmorgen um kurz nach sieben Uhr die lautstarken Arbeiten

Anwohner sind genervt von den unangekündigten Bauarbeiten
Glasfaserkabel: Verlegung rüttelt Buxtehude wach

sla. Buxtehude. Samstagmorgen um kurz nach sieben Uhr in Buxtehude: Lautstark rütteln die Mitarbeiter einer Gütersloher Baufirma mit einem Flachrüttler auf der Straße Am Brack die Pflastersteine auf, um hinterher einen Graben für die Verlegung von Glasfaserkabeln zu buddeln. Besonders schlechte Karten hatten jene Anwohner, die pünktlich die Bahn und gar einen Flieger erreichen mussten und aufgrund des tiefen Grabens vor ihrer Einfahrt nicht mit dem Auto wegfahren konnten. Bereits vergangene...

Wirtschaft
Stades Seehafen: der Standort des geplanten Flüssiggasterminals

Bio-LNG für geplantes Terminal
Stade soll das deutsche Drehkreuz für grüne Kraftstoffe werden

jab. Stade. Stade könnte in Zukunft zum deutschen Drehkreuz für klimaneutrale Kraftstoffe werden - jedenfalls wenn es nach Politik und Wirtschaft geht. Seit Jahren setzt sich der Bundestagsabgeordenete Oliver Grundmann (CDU) dafür ein, dass der Elbe-Weser-Raum zum Game-Changer der deutschen Energiewende wird. Nun erhält dieses Vorhaben einen großen Schub nach vorne. Denn der größte Bioenergieproduzent Europas, die Verbio AG, hat Interesse gezeigt, sein beispielsweise in den USA erzeugtes Biogas...

Sport
Sandra Meyer-Lindloff mit der Silbermedaille

Sandra Meyer-Lindloff ist Vizemeisterin
Zweitschnellste Frau kommt aus Marxen

sv. Marxen. Mit einer Zeit von 5:24,98 Minuten holte Sandra Meyer-Lindloff aus Marxen kürzlich den zweiten Platz über 1.500 Meter in der W45 bei der Deutschen Leichtathletik-Meisterschaft der Seniorinnen in Baunatal (Hessen). "Nun ist die leider sehr kurze Saison bereits beendet", so Meyer-Lindloff. "Ich werde jetzt mit dem Aufbau für 2022 beginnen. Meine Ziele sind erneut die Landesmeisterschaften und die Deutsche Meisterschaft - natürlich weiterhin mit meiner Mannschaft der...

Panorama
2 Bilder

Corona-Zahlen im Landkreis Harburg vom 23. September
Trend hält an - Zahl der aktiven Fälle und Inzidenzwert leicht gesunken

(lm). Die Corona-Zahlen im Landkreis Harburg gehen weiter langsam zurück. Am heutigen Donnerstag, 23. September, meldet der Landkreis 288 aktive Corona-Fälle (-3 im Vergleich zum Vortag). Auch die Inzidenz ist erneut leicht gesunken - auf 52,34 (Vortag: 53,51). In den Krankenhäusern werden sieben Corona-Patienten behandelt, vier davon intensivmedizinisch. 537 Personen befinden sich in Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie verzeichnete der Landkreis insgesamt 7.801 Corona-Fälle (+16). Davon...

Wirtschaft
Gastronom Frank Wiechern (re.) und Veranstaltungsmanager Matthias Graf vor dem Eingang des Restaurants "Leuchtturm"
3 Bilder

Management des Veranstaltungszentrums in der Kritik
Burg Seevetal: Top-Caterer hört auf

ts. Hittfeld. Die ursprüngliche Ambition der Gemeinde Seevetal, das für 6,9 Millionen Euro sanierte Veranstaltungszentrum Burg Seevetal zu einer kulinarischen Premium-Adresse im Landkreis Harburg zu entwickeln, hat einen schweren Dämpfer erlitten. Caterer Frank Wiechern wird seinen Vertrag mit der Gemeinde Seevetal, der am 31. Oktober endet, nicht verlängern. Sein Restaurant "Leuchtturm" gilt als eine der besten Gastro-Adressen im Hamburger Süden. Davon sollte die Burg Seevetal profitieren -...

tk. Buxtehude. Wenn Hobbygärtner wider Erwarten eine viel bessere Ernte als gehofft einfahren, freuen sie sich. Einen Mann (30) aus Buxtehude brachten seine Ernteerträge jetzt vors Schöffengericht am Amtsgericht Buxtehude. Er hatte mehr als ein Kilo Marihuana geerntet. "Mein Mandant hat einen grünen Daumen", stellte Strafverteidiger Lorenz Hünnemeyer fest. Weil dem Angeklagten neben den Erträgen von mehr als einem Kilo aus der hauseigenen Plantage noch diverse andere Drogengeschäfte nachgewiesen wurden, ist er zu einer Haftstrafe von zwei Jahren, ausgesetzt auf drei Jahre zur Bewährung, sowie einigen Auflagen verurteilt worden. "Ohne Ihr Geständnis wären Sie ins Gefängnis gegangen", sagt Richter Erik Paarman.

Der arbeitslose Buxtehuder hatte in den Jahren 2017 und 2018 diverse Drogengeschäfte, vornehmlich mit einem Kunden, abgewickelt. Mal 30 und mal 60 Ectasypillen, dann ein Gramm Amphetamin und immer mal wieder kleine Mengen Marihuana. Und schließlich das bei einer Durchsuchung sichergestellte Kilo Marihuana aus Eigenproduktion. Diese Taten wollte Hünnemeyer nicht negieren, wohl aber hinterfragte er den Begriff "gewerbsmäßig". Sein Mandant habe über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr rund 4.400 Euro eingenommen - größtenteils, um die eigene Sucht zu finanzieren. "Das ist kein professioneller Händler, der mit einem dicken Mercedes AMG vorfährt", sagte er.

"Jetzt kriege ich
alles auf Reihe"

Über seinen Verteidiger räumte der Angeklagte alle ihm zur Last gelegten Taten ein. Fragen von Gericht und Staatsanwaltschaft zu seinen Lebensumständen und Plänen beantwortete er selbst. "Ich versuche, jetzt alles richtig zu machen." Einen Entzug habe er hinter sich und sei jetzt auf der Suche nach einem Job oder einer Ausbildung zum Maler oder Garten- und Landschaftsbauer. Staatsanwältin und Richter hielten dem Mann allerdings vor, dass eine Verurteilung wegen Drogenhandels aus dem Jahr 2015 offenbar keine ausreichend abschreckende Wirkung gehabt habe. Der 30-Jährige betonte jedoch, jetzt sein Leben auf die Reihe zu bekommen. Was nach Ansicht von Gericht und Staatsanwaltschaft glaubhaft sei.

Weil sich alle Parteien im Vorfeld darauf geeinigt hatten, dass die Haftstraße so ausfällt, dass sie noch zur Bewährung ausgesetzt werden kann, war das Urteil keine Überraschung. Der Buxtehuder muss zudem 150 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten, sechs Therapiestunden bei der Drogenberatung der Diakonie absolvieren und sich einen Bewährungshelfer suchen - Letzteres ist auch aus Sicht von Lorenz Hünnemeyer richtig: "Das sind gute Leute."

Kuriosum am Rande: Nachdem die Staatsanwältin bereits ihr Plädoyer gehalten hatte, war plötzlich unklar, um wie viele einzelne Taten es eigentlich geht. 34 waren angeklagt. Während einer 15-minütigen Zählpause kamen Gericht und Anklagebehörde zum Ergebnis, dass es 40 einzelne Taten sein müssen - was am Strafmaß aber auch nichts änderte.

Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Service

Wichtige Mail-Adressen des WOCHENBLATT

Hier finden Sie die wichtigen Email-Adressen und Web-Adressen unseres Verlages. Wichtig: Wenn Sie an die Redaktion schreiben oder Hinweise zur Zustellung haben, benötigen wir unbedingt Ihre Adresse / Anschrift! Bei Hinweisen oder Beschwerden zur Zustellung unserer Ausgaben klicken Sie bitte https://services.kreiszeitung-wochenblatt.de/zustellung.htmlFür Hinweise oder Leserbriefe an unsere Redaktion finden Sie den direkten Zugang unter...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen