Die Künstlerin Dorota Albers im WOCHENBLATT-Gespräch: "Es geht um Einfachheit und ums Reduzieren"

Dorota Albers lebt und arbeitet in Apensen
2Bilder
  • Dorota Albers lebt und arbeitet in Apensen
  • Foto: tk
  • hochgeladen von Tom Kreib

tk. Apensen. Was ist Kunst, was Kunsthanderk, was ist eher dekorativ und was ein Kunstobjekt, das nicht nur Zierde sein soll? "Gute Kunst kann man erkennen", sagt vor Kurzem Dorota Albers in einer Runde Buxtehuder Kulturpolitiker. Wer ist diese Künstlerin und wie meint sie diesen Satz, denn über Kunst lässt sich doch trefflich streiten? Das WOCHENBLATT hat Dorota Albers zu Hause in Apensen besucht.
"Wenn man Sehen und Empfinden zusammenzieht, ist Kunst erkennbar", sagt sie. Voraussetzung sei allerdings, dass sich der Betrachter vor subtiler, unbewusster Manipulation schützen müsse. Dass Kunst etwa nur von akademisch ausgebildeten Künstlern kommen könne, sei so ein beliebtes Vorurteil. Und: Etwas das heute noch Avantgarde sei, könne morgen als etablierte Kunst gelten. "So wie Künstler mutig sein müssen, müssen Kunstbetrachter offen sein", sagt Dorota Albers, die mit ihren teils sehr filigranen Objekten zu den bekannten Künstlerinnen in der Region gehört - ohne Kunst studiert zu haben.

Ihr eigener Weg ist für die in Polen geborene Dorota Albers ein Beispiel dafür, dass Talent, Kreativität, Mut und Durchhaltevermögen letztendlich Wegbereiter sind. Gelernt hat sie den Beruf der Kürschnerin und bereits als Kind in der Werkstatt ihres Vaters gebastelt und gebaut. "Er hat uns Kindern das erlaubt, nur sein Werkzeug durften wir nicht durcheinanderbringen", blickt sie zurück.

Der Weg vom Kunsthandwerk zur Kunst war dabei ein Prozess. Vor Jahren stellte Dorota Albers Schmuck her und hatte schon damals kleine Kunstobjekte in ihren Angebot. "Ich begann mit Porzellan zu experimentieren", sagt sie. Aus dem von ihr geformten Porzellan und Bauteilen aus Computern entstanden die ersten Objekte. "Das war eine Nische für mich", sagt sie. Dorota Albers hat sich an vielen Ausstellungen und Ausschreibungen für Kunstpreise beteiligt. "Man muss aktiv sein", ist ihr Credo. Und: Ihre Arbeiten stehen immer wieder für bestimmte Themen. "Mit dem Begriff der Nachhaltigkeit habe ich mich schon vor zehn Jahren beschäftigt."

Über den häufig von Laien geäußerten Satz "das kann ich auch" regt sich Dorota Albers schon lange nicht mehr auf. "In der Kunst geht es oft um Einfachheit und das Reduzieren", sagt sie. Und um den Prozess, der zu einem Werk führe. Das unterscheide Arbeiten von Laien und Profis. Und eben doch ein gutes Stück Talent: "Zack, das sitzt", funktioniere beim Arbeiten manchmal durchaus.

Kunstfans, die die aktuellen Arbeiten von Dorota Albers sehen möchten, müssen sich noch gedulden. Sie stellt im August 2018 im Marschtorzwinger in Buxtehude aus. Vorher, im Mai, sind aktuelle Arbeiten auf Schloss Reinbeck zu sehen.
• Mehr Infos unter www.dorota-albers-art.de

Dorota Albers lebt und arbeitet in Apensen
Aktuelle Werke, die 2017 ausgestellt werden
Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

Aktuelle Geschichten vom Tag!

Service

Erst 2.200 Impfungen und bereits 820 Verstöße gegen die Corona-Regeln
Corona im Landkreis Stade: Aktuelle Infos, Zahlen und Fakten

(jd). Das WOCHENBLATT hat die wichtigsten aktuellen Infos verschiedene Aspekte zu den Themenbereichen Corona und Impfen zusammengestellt: Bisherige ImpfungenNach 2.200 Impfungen waren die Lieferungen an den Landkreis Mitte der Woche aufgebraucht. Von den kreisweit 28 Alten- und Pflegeheimen, in denen bevorzugt geimpft wurde, ist in 14 die erste Runde der Impfkampagne abgeschlossen. Auch ein Teil des Rettungsdienstes und Beschäftigte auf den Intensivstationen und in der Notaufnahme der Elbe...

Service

Zahl der akut Infizierten: Eine Kommune war bisher Schlusslicht und ist jetzt Spitzenreiter
Aktuelle Corona-Fälle im Landkreis Stade: Jork nicht mehr an der Spitze

jd. Stade. In den vergangenen Tagen wurden die Farben auf der "Corona-Landkarte" des Landkreises Stade ordentlich durcheinandergewirbelt. Einige Kommunen, die zuvor rot eingefärbt waren, haben auf Orange oder sogar Gelb gewechselt. Andere, die vorher den Status gelb hatten, sind innerhalb weniger Tage auf Rot umgesprungen. Am extremsten stellt sich die Situation in der Samtgemeinde Nordkehdingen dar: Die nördlichste Kommune des Landkreises wies bisher kreisweit immer die geringsten Fallzahlen,...

Panorama

+++update ++ Detaillierte Corona-Zahlen vom 22. Januar
Landkreis Harburg: 230 Menschen aktuell mit Corona infiziert

(sv). Auch am Freitag, 22. Januar, stieg die Zahl der aktiven Corona-Fälle im Landkreis Harburg leicht an: Zurzeit sind 230 Menschen bekannt, die mit dem Coronavirus infiziert sind - das sind fünf mehr als am Donnerstag. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert dagegen ist weiter leicht gesunken: von 63,28 am Donnerstag auf 62,4 am Freitag. Es starb kein weiterer Mensch mit oder an dem COVID-19-Virus, sodass  die Zahl Corona-Toten bei 61 verblieb. Insgesamt waren im Landkreis Harburg seit Ausbruch der...

Panorama
Anna-Lena Passior (li.) begleitet zusammen mit Diakon Thomas die Taufe von Betty
2 Bilder

Soziales Engagement
Staderin verbrachte ein Jahr in Kenia

wei. Stade. Der Trend geht unter jungen Menschen immer weiter dazu, sich sozial engagieren zu wollen. Immer mehr gehen dafür sogar ins Ausland, so wie die katholische Gemeindeassistentin Anna-Lena Passior (24) aus Stade. Für sie ging es nach dem Abitur in das afrikanische Land Kenia. Dort lebte sie in dem Dorf Juja Muigai in der Nähe der Hauptstadt Nairobi und arbeitete dort als Missionarin auf Zeit (MaZ). Die Motivation, ins Ausland zu gehen und Gutes zu tun, entwickelte die 24-Jährige bereits...

Panorama
Diesen Brief erhielten in dieser Woche zahlreiche Bürger - nicht immer waren sie die richtigen Adressaten
2 Bilder

Programmiertes Chaos bei Corona-Briefen des Landes
Selbst Tote erhalten Post von der Sozialministerin

(os/bim). Das, was viele bereits befürchtet haben, scheint jetzt einzutreten: Der Brief, mit dem Niedersachsens Gesundheits- und Sozialministerin Dr. Carola Reimann (SPD) in dieser Woche die über 80-jährigen Bürger über die Details der Corona-Impfung informierte, ging mitnichten nur an die Zielgruppe, sondern vielfach auch an deutlich jüngere Bürger. Sogar an Tote wurde der Einheitsbrief verschickt, der die Überschrift "Es ist soweit: Niedersachsen impft auch zuhause lebende Personen, die 80...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen