Ersatz für die marode Halle Nord in Buxtehude
Die große Lösung für die neue Sporthalle kommt

Warben für die große Lösung: Mandy Nagel (stehend), Claudia Blaß und Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmnidt (3. und 4. v.li.)
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tk. Buxtehude. Für die große Lösung beim Neubau der Halle Nord gibt es eine breite Mehrheit. In einer gemeinsamen Sitzung haben Schul- und Bauausschuss sich für die Errichtung einer Drei-Feldhalle mit separater Zwei-Feldhalle ausgesprochen. Alle Fraktionen sind überzeugt, dass dies die beste Lösung ist, um Schul-, Vereinssport und den Bundesliga-Handballerinnen eine sichere Basis für die nächsten Jahrzehnte zu bieten. Aber: Es gibt Bedenken, ob Buxtehude das 20-Millionen-Euro-Projekt wirklich stemmen kann. Denn der Haushalt für 2020 steht unter dem Vorzeichen sinkender Einnahmen. Mit der Forderung, erst die Haushaltsberatungen abzuwarten und anschließend über die Halle zu entscheiden, scheiterten Grüne und Linke jedoch.

Das planerische Grundgerüst für die Halle, Anordnung der Parkplätze, Größe der Sportflächen und Platzierung von Foyer und Mehrzweckraum stehen fest. Wie der Bau aussehen wird, dagegen noch nicht. Neu seit der letzten Beratung vor der Sommerpause: Der Landkreis wird die Halle vermutlich mit fünf Millionen Euro unterstützen, weil dort Schulsport stattfindet. Ungeklärt war bisher auch, wie sich die Handball Marketing an den Investitionen beteiligt. Voraussetzung dafür, auch künftig Bundesliga-Handball zu spielen, sind außer zwei gegenüberliegenden Tribunen auch ein reiner Handballboden sowie LED-Banden an drei Seiten. Ein herausnehmbarer Hallenboden sowie die LED-Banden werden von der Handball Marketing finanziert.

In der Diskussion legte Michael Lemke (Grüne) vor. Er forderte ein besonders innovatives Bauwerk, mit Geothermie und Photovoltaik. "In die Zukunft geblickt, reicht der technische Stand von 2019 nicht." Es war aber auch Michael Lemke, der als erster Finanzierungssorgen ansprach: "Können wir das wirklich bezahlen?"
Die Finanzen gerieten in den Fokus: Den Haushalt abwarten, forderte Klemens Kowalski (Linke). Eine Sichtweise, die AfD-Fraktionschef Helmut Wiegers teilte. Sowohl Grüne als auch Linke nahmen das sogar Wort "Steuererhöhungen" in den Mund, die eventuell notwendig sein könnten. Oder aber die Frage, ob andere große Projekte dann verschoben werden müssten.

Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt hielt dagegen: In der mittelfristigen Finanzplanungen seien alle Großprojekte, allen voran die Erweiterungen und Sanierungen am Schulzentrum Süd und an der Halepaghen-Schule sowie die neue Halle Nord eingeplant. "Das ist seriös geplant und finanziert", betonte sie. Eine Sichtweise, die bei SPD und CDU auf Zustimmung traf. "Wir sollten hier keine pauschale Haushaltsdebatte führen", forderte Nick Freudenthal (SPD, Vorsitzender des Finanzausschusses). Und Alexander Krause (CDU) ergänzte: "Der Beschluss heute ist nur die Grundsatzfrage, ob wir das so wollen." Das "wie" der Finanzierung werde ohnehin Thema der anstehenden Etatberatungen sein. Eine Steuererhöhung, das schob Krause noch hinterher, werde es mit der CDU ohnehin nicht geben.

Am Ende stand die solide Mehrheit für die große Lösung. In abschließenden Erklärungen gaben Michael Lemke und Benjamin Koch-Böhnke zu Protokoll, dass sie diese Halle wollen, mit dem Investitionsvolumen aber "Bauchschmerzen haben", solange der Etat für 2020 nicht durchgeplant ist.

Autor:

Tom Kreib

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