Die Stadt muss bis 2025 klimaneutral sein
Konkrete Forderungen von "Fridays for Future Buxtehude"

Es sind viele, die die Forderungen von "Fridays for Future Buxtehude" lautstark unterstützen
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tk. Buxtehude. Es war eine konkrete Knallhart-Liste, die "Fridays für Future Buxtehude" (FFF) den Mitgliedern des Stadtplanungsausschusses vorgelegt hat. "Die Klimakrise stellt die größte Bedrohung für Menschheit und Ökosystem im 21. Jahrhundert dar", sagte FFF-Sprecherin Marlene Kosin. Der Klimwandel sei eine wissenschaftlich belegte Tatsache und lasse sich nicht leugnen. In jeder einzelnen Kommune könne viel getan werden, um vor Ort mitzuhelfen, die Erderwärmung bei deutlich unter zwei Grad zu stoppen. "Wir streiken weiter, wenn die Politik nicht handelt", kündigte Marlene Kosin an.

Ein Überblick über die Forderungen der Buxtehuder Gruppe:
Grundsätzliche Ziele: Die Stadt ist bis zum Jahr 2035 klimaneutral, Strom und Wärme - auch fürs Wohnen - kommen ausschließlich aus erneuerbaren Energien. Überall, wo möglich, werden Photovoltaik-Anlagen (PV) auf öffentlichen Gebäuden gebaut. Alle Neubauten müssen, wenn möglich, ab kommendem Jahr eine PV oder Solarthemieanlage bekommen.

Verkehr: Das ÖPNV-Netz in Buxtehude muss zuverlässig funktionieren und flächendeckend ausgebaut werden. In das Bussystem muss umfassend investiert werden. Umliegende Gemeinden werden mit Kleinbussen angebunden. Außerdem muss der gesamte ÖPNV bis 2025 spürbar günstiger werden.
Radfahrer*innen sollen sicherer und komfortabler unterwegs sein. Schäden an Radwegen werden umgehend repariert, die Kombination von Radverkehr und ÖPNV wird verbessert. Die Innenstadt ist ab 2025 autofrei. Parkplätze werden in Rad-Parkplätze und Grünanlagen umgewandelt. Der Stellplatzschlüssel für vorgeschriebene Parkplätze bei Neubauprojekten wird abgesenkt.

Stadtverwaltung: Die Hansestadt bekommt Beauftragte für die Bereiche Fahrrad, ÖPNV, Artenvielfalt, Erneuerbare Energie und Sektorkopplung. Mindestens 20 Prozent des städtischen Investitionsbudgets erhalten diese Beauftragten. Dienstreisen mit dem Flugzeug von städtischen Mitarbeitern werden verboten, für alle Dienstreisen muss eine vollständige CO₂-Kompensation erfolgen. Die Stadt muss alle sechs Monate über klimarelevante Maßnahmen einen zusammenfassen Bericht abgeben. Informations- und Bildungsangebote der Stadt ermöglichen einen breiten Diskurs zum Klimawandel.

Ernährung und Abfallwirtschaft: Die Prozentzahl weggeworfener Lebensmittel in Haushalten, aber auch Restaurants, muss bis 2025 unter fünf Prozent liegen. Ab 2030 soll die gesamte Recycclingquote in der Stadt nicht unter 90 Prozent betragen. In städtischen Einrichtungen soll es mehr vegetarische und vegane sowie saisonale frisch zubereitete Gerichte geben.

Wirtschaft: Die Stadt subventioniert nachhaltige Unternehmen und Geschäfte, die sich ansiedeln. Unternehmensförderungen müssen an das Ziel der Klimaneutralität bis 2035 geknüpft sein. Die Stadt motiviert Unternehmen, sich mit Projekten für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie zu beteiligen.

"Es darf nicht die alleinige Aufgabe der Jugend sein, die Verantwortung für die Priorisierung des Klimaschutzes zu übernehmen", sagte FFF-Sprecherin Marlene Kosin zum Schluss. Dass hinter der Buxtehuder FFF-Gruppe mehr als ein paar Köpfe stehen, wird sich am Freitag, 29. November, zeigen. Um 16 Uhr beginnt auf dem Schafmarktplatz die nächste Buxtehuder Demo zum "Global Day of Climate Action".

Es sind viele, die die Forderungen von "Fridays for Future Buxtehude" lautstark unterstützen
FFF-Sprecherin Marlene Kosin mahnte konkretes 
Handeln an
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Tom Kreib

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