Der Extremsportler hat den Deutschlandlauf absolviert
Kay Giese: Der Mann, der in 20 Tagen durch Deutschland rennt

Geschafft! Der Buxtehuder Extremsportler ist in 20 Tagen von Sylt bis zur Zugspitze gelaufen
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Für den Buxtehuder sind extreme Rennen nichts Außergewöhnliches. 300- bis 400-Kilometer-Läufe hat er schon viele absolviert. "Zu meinem 50. Geburtstag sollte es etwas Besonderes sein", erzählt Giese. Was für andere eine Tortur wäre, treibt ihn an. Der typische Tagesablauf beim Deutschlandlauf: Aufstehen um 3.30 Uhr, Frühstück und um 5 Uhr morgens auf die Strecke. Zehn bis 15 Stunden waren die Extremläufer täglich unterwegs. Alle 15 Kilometer gab es einen Verpflegungspunkt. Die Sportlerinnen und Sportler hatten zudem einen Rucksack mit Schlafsack und Isomatte dabei. "Übernachtet haben wir meist in Sporthallen", berichtet Kay Giese.

Ab dem fünften Tag lichtete sich das ohnehin kleine Teilnehmerfeld von 27 Extremläufern. Damit der Körper nicht schlapp macht, "ist abends die Fuß- und Beinpflege ganz wichtig", sagt Giese. Wer nicht gut auf sich achte, der schaffe den Deutschlandlauf nicht. "Das wirklich Schöne bei diesen extremen sportlichen Herausforderungen ist die Gemeinschaft", berichtet Kay Giese über das Miteinander der Sportler. Jeder helfe jedem, jeder achte auf den anderen. Beim normalen Marathon gebe es dagegen vor allem harte Konkurrenz.
Wer 20 Tage quer durch Deutschland rennt, muss mit Widrigkeiten fertig werden, die nicht beeinflussbar sind. "Mal war es 30 Grad heiß, dann regnete es ununterbrochen", erzählt Giese. Aufgeben? Das war für ihn nie eine Option.

Von den 27 Startern waren 15 übrig, als es auf die Zielgerade ging. Die letzte Etappe führte von Garmisch-Partenkirchen auf 2.000 Meter im Zugspitzmassiv. "Das waren überwältigende Gefühle beim Zieleinlauf", sagt Giese. So ganz könne er es immer noch nicht fassen, dass er Deutschland von Nord nach Süd rennend durchquert hat.

20.000 Kilometer hat Kay Giese schon bei extremen Laufevents zurückgelegt. Seit 2004 frönt er dieser Leidenschaft. Die Sportschuhe wird er so bald nicht ausziehen. "Ein Rennen in der Wüste oder der Antarktis wären noch mein Traum." So etwas scheitere aber an den hohen Kosten für die Flüge, so Giese, der im Berufsalltag in Hamburg U-Bahn-Fahrer ist.

Und für alle Sportenthusiasten, die über eine ähnliche Herausforderung nachdenken, hat der Buxtehuder noch einen guten Tipp: "Zur Vorbereitung an fünf Tagen hintereinander einen Marathon laufen."

Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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