Wo es früher Lebensmittel zu erwerben gab, drücken schon bald Pennäler die Schulbank
Alter Penny-Markt in Drochtersen ist jetzt Schulgebäude

Gruppenfoto zu Beginn der Umbauarbeiten (v.li.): Gebäudemanager der Gemeinde Christian von Thun, Generalunternehmer Jörg Funck, Architekt Karsten Heins, Investor Wilken Simonsen, Bürgermeister Mike Eckhoff und Schulleiter Holger Wartner
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ig. Drochtersen. Die Freude ist bei Schülern, Schulleitung, Gemeinderat, Eltern und Verwaltung groß: Am vergangenen Montag wurde das neue Gebäude der Elbmarschen-Schule, in dem früher ein Penny-Markt ansässig war, offiziell der Gemeinde Drochtersen als Schulträger übergeben. Mit einem kleinen Festakt - "mehr lässt Corona ja nicht zu", bedauert Mike Eckhoff. Der Drochterser Bürgermeister spricht von einer idealen Lösung für die Gemeinde. Die Elbmarschen-Schule rücke weiter ins Zentrum. "Und die unschönen Container auf dem Schulgelände verschwinden." Auch werde mit der Maßnahme Leerstand in der Ortsmitte vermieden. "Hätte sich die Situation nicht wie jetzt dargestellt, hätten wir auf dem Schulhof bauen müssen", so Eckhoff. "Dann wäre es sehr eng geworden."

Entstanden sind sechs neue Klassenräume mit Möglichkeiten, Lerngruppen zu bilden. Ein Raum für "Darstellendes Spiel", Lehrerzimmer und Sozialraum sowie ein EDV-Raum sind ebenfalls vorhanden. Erfreut zeigt sich auch Schulleiter Horst Wagner. "Wir wussten schon nicht mehr, wohin mit den Klassen." Mit der Wiedereinführung der neunjährigen Gymnasialzeit war es an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) noch enger geworden, als es ohnehin schon war. Deshalb begrüße er den Bau sehr. "Gleich neben der Schule gelegen, ist die tolle Lage für uns ein Glücksfall. Der Bau ist ein Meilenstein." Besonders freut sich der Schulleiter über den Raum für das Unterrichtsfach "Darstellendes Spiel". Und dass alle Klassenräume nach den modernsten Standards eingerichtet sind. Sein Resümee: "Jede Klasse an unserer Elbmarschen-Schule hat jetzt ihr eigenes Zuhause." Wichtiger Nebenaspekt: Es stehen jetzt deutlich mehr Lehrerparkplätze zur Verfügung - aber auch allgemein nutzbare Stellplätze. Die Parkplätze vor der Schule reichten schon lange nicht mehr aus.

Das Gebäude sollte eigentlich schon zu Beginn des Schuljahres bezogen werden. Die Verzögerung sei auch der Corona-Pandemie geschuldet, so Generalunternehmer Jörg Funck von der Firma "Funck Holz- und Kunststoffbau". Und stellt heraus, dass fast alle Umbauarbeiten durch Kehdinger Firmen erfolgten.
Die Gemeinde hatte mit Wilken Simonsen, dem Hamburger Eigentümer des Gebäudes, einen Pauschalvertrag abgeschlossen, der besagt, dass der Unternehmer für 2,86 Millionen Euro den ehemaligen Discountermarkt umbaut und ihn dann schlüsselfertig der Kommune übergibt. Der Kaufpreis für das insgesamt 4.900 Quadratmeter große Grundstück wird mit Hilfe eines zinsgünstigen Kredits der Kreisschulbaukasse finanziert.

Penny hatte den Pachtvertrag nicht verlängern wollen. Zuständig für den Umbau war der Buxtehuder Architekt Karsten Heins. Ein- und Ausgang befinden sich zum Schulhof. Und: Das Möbellager im ehemaligen Schleckermarkt gleich nebenan, geführt von der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe, bleibt bestehen. Bleibt nachzutragen: Da keine große "Eröffnungsfeier" stattfinden kann, plant Schuldirektor Holger Wartner einen "Tag der offenen Türen" im Sommer 2021.

Autor:

Dirk Ludewig aus Stade

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