"Hilfe für krebskranke Kinder Seevetal" spendet 70.000 Euro für die Kinderkrebsstation des UKE

Birgit Medenwold-Ruh (li.) und Anette Kosakowski vom Verein "Hilfe für krebskranke Kinder Seevetal" übergaben den Scheck an Prof. Dr. Stefan Rutkowski (Mitte, UKE) und Dr. Klaus Bublitz (Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum)
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as. Seevetal. Das ist beachtlich: 70.000 Euro hat der Verein "Hilfe für krebskranke Kinder" aus Seevetal im vergangenen Jahr für das Kinderkrebs-Zentrum im Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) in Hamburg gesammelt. "Allein auf dem Weihnachtsbasar sind schon 32.000 Euro zusammengekommen", berichtet Anette Kosakowski, erste Vorsitzende des Vereins, stolz. Prof. Dr. Stefan Rutkowski, Direktor des Kinderkrebs-Zentrums, und Dr. Klaus Bublitz, Geschäftsführer der Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg, nahmen jetzt den Scheck entgegen. "Wir sind dankbar und freuen uns sehr über diese großzügige Spende", sagte Klaus Bublitz. Von der Summe gehen 10.000 Euro an den Sozialfonds der Fördergemeinschaft, der Familien unterstützt, die durch die Erkrankung ihrer Kinder in finanzielle Not geraten sind. Weitere 20.000 Euro gehen an ein Multimediaprojekt, das den Kindern auf der Krebsstation u.a. ermöglicht, mittels Internet und neuen Medien eine Video- und Audioverbindung zum Klassenzimmer herzustellen. "Es ist für die Kinder besonders wichtig, frühzeitig wieder in Kontakt zu ihren Freunden und der Schule zu kommen", so Bublitz. Der Großteil der Spende wird für ein Gedächtnistraining für Kinder mit Tumor eingesetzt.
"Viele für die Kinder wichtige Dinge könnten wir ohne das Engagement der 'Hilfe für krebskranke Kinder' nicht anbieten", sagte Stefan Rutkowski. Denn vieles, was über die unmittelbare Behandlung hinausgehe, müsse über Spenden finanziert werden. Wie z.B. das Gedächtnistraining, das einzigartig in Deutschland ist.
Rund ein Viertel der an Krebs erkrankten Kinder leidet an einem Hirntumor, damit sind Hirntumore nach Leukämie die zweithäufigste Krebsart bei Kindern. Zwei Drittel der an einem Hirntumor erkrankten Kinder können geheilt werden. "Je mehr wir heilen, desto wichtiger ist es, wie ein Kind durch die Therapie kommt", sagt der Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit dem Schwerpunkt Kinder-Hämatologie und -Onkologie. "'Geheilt' bedeutet nur, dass der Tumor weg ist, aber nicht, dass das Kind gesund ist", so Rutkowski. Viele Kinder würden an den Spätfolgen der Erkrankung leiden. Deshalb wurde am UKE ein einzigartiges Trainingsprojekt entwickelt: Kinder, die aufgrund ihrer Erkrankung Gedächtnisstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten haben oder verlangsamt denken, werden in der Kinderkrebsstation frühzeitig trainiert. Eine Psychologin trainiert mit den Kindern individuell genau die Bereiche, die ihnen Schwierigkeiten bereiten. Inzwischen haben rund 30 Kinder an dem Pilotprojekt teilgenommen. Sie haben kontinuierlich an den zweistündigen Trainingssitzungen teilgenommen. Je nach Bedarf wöchentlich oder monatlich, teils über zwei Jahre hinweg. Mit computerbasierten Konzentrationsübungen haben sie ihr Gedächtnis trainiert und mit ergotherapeutischen Maßnahmen ihre Feinmotorik und Geschicklichkeit verbessert. Das Ergebnis sei eindeutig, berichtet Rutowski. Die Kinder hätten objektiv von der Behandlung profitiert und ihr Selbstbewusstsein sei gestärkt worden.
Bereits seit 40 Jahren unterstützt der Seevetaler Verein das Kinderkrebs-Zentrum im Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) in Hamburg. Insgesamt konnte der Verein bereits rund 1,5 Millionen Euro an die Einrichtung spenden.

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Anke Settekorn aus Rosengarten

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