sb. Mulsum. Einen Grund zum Freuen gibt es beim Mulsumer Heimat- und Kulturverein: Der Rat der Gemeinde Kutenholz hat einstimmig beschlossen, in den Haushalt 2020 Planungskosten in Höhe von 20.000 Euro für den Verein aufzunehmen.

Der Verein, der sich seit den 1980er Jahren um die Mulsumer Mühle "Anna-Maria" kümmert und diese im Jahr 2019 vom ehemaligen Besitzer Familie Ernst-Wilhelm Wülpern für 30.000 Euro kaufte, möchte die Mühle sowohl als Denkmal und Wahrzeichen erhalten als auch als Ort kultureller Veranstaltungen aufwerten. Unter anderem planen die Mitglieder, ihren Besuchern das Müllerhandwerk von anno dazumal zu zeigen. Zudem sollen Veranstaltungen wie Mühlenführungen, Lesungen, Ausstellungen und kleine Theatervorführungen angeboten werden. Auch Vereins- und Familienfeiern könnten in dem historischen Gebäude durchgeführt werden. Zudem ist die Einrichtung eines Zimmers für standesamtliche Trauungen vorgesehen.

Bevor diese Projekte in Angriff genommen werden können, muss an der 1843 gebauten Mühle jedoch einiges gemacht werden. Nach Einschätzung der Vereinsmitglieder sind Sanierungsarbeiten an der Galerie, am Dach und am Mühlwerk erforderlich. Um die an die Mühle angebaute Scheune für Veranstaltungen nutzen zu können, müssten zudem sanitäre Anlagen inklusive Wasseranschluss und Kleinkläranlage, eine Küche und eventuell eine Heizung eingebaut werden. Für nähere Planungen müssen als erster Schritt ein Architekt und ein Fachmann für die Beantragung von öffentlichen Fördergeldern engagiert werden.

Der Mulsumer Heimat- und Kulturverein erhält die vom Kutenholzer Rat bewilligten 20.000 Euro nur unter Auflagen. So müssen die einzelnen Schritte und Auftragsvergaben im Vorwege mit der Verwaltung abgestimmt werden. Sollte dieser Verpflichtung nicht nachgekommen werden, wird nicht gezahlt.
Nähere Informationen:
www.mulsum-heimat-kultur.jimdofree.com

Autor:

Stephanie Bargmann aus Stade

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