Dank einer Elterninitiative verfügt das Geestdorf Kutenholz über zwei besondere Spielplätze
Großer Kletterspaß in Kutenholz im dreidimensionalen Raumnetz

Der Spielplatz Rotdornweg mit "dreidimensionalem Raumnetz"
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sb. Kutenholz. Für ein besonderes Familienerlebnis werden auch mal weitere Wege zurückgelegt. Sei es das Spaßbad mit riesiger Rutsche, der Zoo mit exotischen Tieren oder der Freizeitpark mit rasanten Karussells. Aber ein kleiner Spielplatz in einem Wohngebiet?

In Kutenholz haben diesen Sommer gleich zwei Spielplätze nicht nur Anwohner, sondern Besucher mit Autokennzeichen benachbarter Landkreise angelockt. "Da waren wir schon ein bisschen stolz", sagen Susanne Gerken und Anneke Borchers. Sie gehören zur Elterninitiative "Ideenschmiede" im Geestdorf Kutenholz in der Samtgemeinde Fredenbeck. Gegründet wurde der Aktionskreis im Frühsommer 2019. Damals hatte der Rat der Gemeinde Kutenholz beschlossen, die kommunalen Spielplätze an der Wiesenstraße und am Rotdornweg mit neuen Spielgeräten auszustatten. Knapp 44.000 Euro standen dafür insgesamt zur Verfügung. "Im Rat wurde dann vorgeschlagen, Eltern und Anwohner an der Auswahl der Geräte zu beteiligen", erzählt Susanne Gerken, die sowohl Mutter als auch Ratsfrau ist.

Schnell fand sich über einen öffentlichen Aufruf eine Gruppe von rund 20 Personen zusammen. Schon bei den ersten Treffen bildeten sich zwei Untergruppen: eine für den Spielplatz am Rotdornweg und eine für den Spielplatz an der Wiesenstraße. "Dann haben wir Kataloge gewälzt, die uns die Gemeinde für die Auswahl zur Verfügung gestellt hatte", sagt Anneke Borchers. "Unser Ziel war, sogenannte Highlightplätze mit besonderen Spielgeräten zu schaffen, die man woanders nicht findet." Die Wahl fiel am Rotdornweg auf ein sogenanntes "Dreidimensionales Raumnetz". Es bietet Kindern die Möglichkeit, über ein Seilnetz verschiedene Spielstationen wie eine Aussichtsplattform eine Rutsche, eine Kletterwand oder eine vertikale Stange zum Hangeln zu erreichen. An der Wiesenstraße entstand ein Spiel-parcours für die jüngeren Kinder, der in kleinerer Dimension zum Klettern, Rutschen, Balancieren, Schaukeln und Wippen einlädt.

Die Mitglieder der Ideenschmiede sind mit dem Resultat ihrer Arbeit sehr zufrieden. "Die Kinder nehmen die Spielplätze super an", sagen Anneke Borchers und Susanne Gerken. Und es gibt sogar noch Ideen für mehr. "Wir haben dem Gemeinderat vorgeschlagen, den Spielplatz im Rotdornweg um einen Erlebnispfad zu erweitern", sagt Anneke Borchers. "Er könnte mit Elementen wie einer Brücke, Balancierbalken und Hüpfsteinen ausgestattet werden." Hierfür würden die Eltern auch auf Sponsorensuche gehen, um den öffentlichen Haushalt zu entlasten. Aus dem könnten immerhin im kommenden Jahr bis zu 5.000 Euro für das neue Projekt fließen.

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Stephanie Bargmann aus Stade

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