Der Tierbestand ist leicht gestiegen

Während Tiger "Alex" das Maul aufreißt, um sich seinen Fleisch-Leckerbissen zu holen, schaut sich Tierpfleger Jens Pradel Rachen und Zähne der Raubkatze aus nächster Nähe an
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  • Während Tiger "Alex" das Maul aufreißt, um sich seinen Fleisch-Leckerbissen zu holen, schaut sich Tierpfleger Jens Pradel Rachen und Zähne der Raubkatze aus nächster Nähe an
  • Foto: Wildpark/Thomas Ix
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Inventur: 146 Tierarten mit 1.235 Einzeltieren „bewohnen“ den Wildpark Lüneburger Heide.

mum. Hanstedt-Nindorf. Der Jahreswechsel ist die Zeit zur Bestandsaufnahme im Wildpark Lüneburger Heide in Hanstedt-Nindorf. Tierpfleger und Falkner spitzen die Bleistifte und bringen ihre Bücher, in denen alle Tierarten und Einzeltiere aufgeführt sind, auf den aktuellen Stand. Das Ergebnis der Inventur: Derzeit leben 146 Tierarten mit 1.235 Einzeltieren im Wildpark, das sind zwei Tierarten und rund zehn Tiere mehr als im Vorjahr.
Zur Inventur gehört allerdings viel mehr, als nur das reine Zählen. Gerade bei den exotischen und geschützten Tierarten wie den Sibirischen Tigern oder den Schneeleoparden muss der Wildpark seiner Meldepflicht gegenüber Behörden und internationalen Artenschutzorganisationen nachkommen. Und zur Bestandsaufnahme gehört es auch - zusätzlich zur täglichen Sichtkontrolle - genauer auf den allgemeinen Zustand der Tiere zu schauen.
Aber wie untersucht man einen ausgewachsenen Tiger, ohne ihn zu betäuben? Tierpfleger Jens Pradel kennt das geeignete Mittel. Noch bevor Tiger „Alex“ morgens aus seinem Schlafkäfig auf die Anlage entlassen wird, hält Pradel der stattlichen Raubkatze ein saftiges Stück Fleisch an den Zaun. Während „Alex“ sein Maul aufreißt, um sich den Leckerbissen zu schnappen, kontrolliert Pradel den Rachenraum und die Zähne des Tigers, schaut ihm aus nächster Nähe in die Augen, um etwa Trübungen oder ähnliches festzustellen. „Alles in Ordnung“, befindet Pradel und öffnet „Alex“ das Tor zum Gehege, wo schon dessen Partnerin „Ronja“ ungeduldig auf ihn wartet. Ein ähnliches Prozedere wiederholt sich bei den Elchen und Rentieren, nur mit dem Unterschied, dass hier kein Zaun zwischen Tier und Pfleger nötig ist. „Die Tiere kennen mich und dieses Vertrauensverhältnis ist wichtig für meine alltägliche Arbeit“, so Pradel.
Auch stichprobenartige Gewichtskontrollen sind Bestandteil der Inventur. Die Polarfüchse zum Beispiel tragen im Winter ein sehr dichtes und voluminöses Fell, das die Tiere immer proper und wohlgenährt aussehen lässt. Ob die Tiere es auch wirklich sind, kann man nur mit der Waage feststellen. Auch hier ist Pradel mit dem Ergebnis zufrieden: „Daumen hoch - alles im grünen Bereich!“
Bei den Zwergziegen hingegen hat Tierpflegerin Silke Lohmann das ganze Jahr über kräftig zu tun, um den Bestand aktuell zu halten. Die Zahl schwankt ständig, denn die Ziegen bekommen ganzjährig Nachwuchs - auch jetzt in der Winterzeit. Kurz vor Weihnachten kamen fünf kleine Ziegen zur Welt. Und weil sich die Tiere immer kräftig vermehren und der Platz im Gehege begrenzt ist, werden einige von ihnen auch in private Hände gegeben, wo sie ein neues Zuhause finden. Da muss man schon genau zählen. Aber auch für Silke Lohmann gilt: Zur Inventur wird genauer hingeschaut - was bei dem niedlichen Nachwuchs eher eine angenehme als eine lästige Pflicht ist.
• Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.wild-park.de.

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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