Schützenverein Schierhorn
Schützenverein Schierhorn: "Mit Zuversicht in die Zukunft"

Hängen noch ein weiteres Jahr dran (v. li.): Sandra und Christian Baasch, Julia Scaturro und Matthias Schwartz, König Jörg Schwertfeger mit seinem Sohn Sean-Paul sowie Liane und Holger Nottorf Fotos: Schützenverein Schierhorn
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  • Hängen noch ein weiteres Jahr dran (v. li.): Sandra und Christian Baasch, Julia Scaturro und Matthias Schwartz, König Jörg Schwertfeger mit seinem Sohn Sean-Paul sowie Liane und Holger Nottorf Fotos: Schützenverein Schierhorn
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Der Schützenverein Schierhorn hat den Schießbetrieb wieder aufgenommen - unter strengen Auflagen. 

mum. Schierhorn.
Das Jahr 2020 begann für den Schützenverein Schierhorn vielversprechend. Im Februar wurde der mehr als 30 Jahre alte Fußboden im Schützenhaus von engagierten Mitgliedern komplett erneuert. Dies war möglich dank der finanziellen Unterstützung der Gemeinde Hanstedt und der Hamburger Sparkasse. Im April sollte dann das Anschießen in Verbindung mit der Feier des 50-jährigen Bestehens der Damenabteilung stattfinden. Doch es kam aufgrund des Coronavirus anders. "Wir sahen uns gezwungen, das Vereinsleben einzustellen und alle Feierlichkeiten einschließlich des Schützenfestes abzusagen", sagt Sprecherin Julia Scaturro. Der amtierende König Jörg Schwertfeger, Damenkönigin Claudia Fichtner und auch die Jungschützenkönigin Melina Pralow erklärten sich mit ihren jeweiligen Unterstützern bereit, ein weiteres Jahr im Amt zu bleiben.

Für Scaturro steht fest: Der Schützenverein ist aus dem Dorfleben nicht mehr wegzudenken. Außer vereinsinternen Veranstaltungen finden zahlreiche Aktivitäten wie Spielabende, Übungsabende der Jugend, der Schützendamen und des Spielmannszuges, Gemeideratssitzungen, Bürgerversammlungen und ein monatliches Seniorenfrühstück im Schützenhaus statt. Auch die Gruppe der Jagdhornbläser ist regelmäßig zu Gast. "Das gesellschaftliche Miteinander fehlt allen sehr", so Scaturro. "Umso erfreulicher sind jetzt die ersten Lockerungen." So ist der Schießbetrieb seit dem 1. Juli unter strengen Auflagen und unter Einhaltung aller erforderlichen Maßnahmen eingeschränkt gestartet. Darüber hinaus freut sich der Verein zusammen mit dem neuen Festwirtsteam "Nordheide Events" (Nico Kirchenwitz, Maximilian Bodis und Helen Ehrhorn) auf die nächsten Veranstaltungen. "Wir alle blicken zuversichtlich in die Zukunft", so Julia Scaturro.
• Mehr Informationen gibt es unter www.schierhorn-nordheide.de.

Die Schierhorner Präsidenten

  • 1924 bis 1961 Ernst Hartig
  • 1961 bis 1972 Otto Rademacher
  • 1972 bis 1995 Hermann Klockmann
  • 1995 bis 2007 Jürgen Rademacher
  • 2007 bis 2013 Ulf Harms
  • seit 2013 Thorsten Henck

Ein Blick in die Geschichte

  • Am 16. März 1924 wurde der Schützenverein Schierhorn als "kameradschaftliche Vereinigung Schierhorn, Holm und Umgebung" gegründet. Die Gründung geht auf Ernst Hartig (Schierhorn) und Heinrich Penselin (Holm) zurück. Sie trieb der Gedanke an, nach dem Ende des Ersten Weltkriegs einer zerrissenen Gemeinschaft wieder Halt zu geben. So traf sich die Generalversammlung mit 26 Männern in der Gastwirtschaft von Heinrich Wentzien und wählte den ersten Vorstand. Ihm gehörten damals außer Präsident Ernst Hartig noch Vize-Präsident Rudolf Feddersen, Schriftführer Heinrich Penselin sowie Kommandeur Heinrich Nottorf an. Den ersten Schießstand baute Heinrich Wentzien in Eigenregie auf seinem Grundstück in Weihe "Rosengrund".
  • Im Oktober 1932 baute August Henk, ebenfalls in Eigenregie, einen neuen Schießstand hinter seinem Gasthaus "Zum Naturschutzpark" in Schierhorn. Der Verein beteiligte sich mit 200 Mark, übernahm die Erdarbeiten und verlagerte den Schießbetrieb nach Schierhorn.
  • Am 1. Juli 1950 wurde die Kameradschaft "wiederbelebt" und in den Schützenverein Schierhorn-Lüllau-Holm benannt. Der erste Nachkriegskönig war August Henk aus Lüllau - er führt seit jeher die Reihe der Schützenkönige auf der Ehrentafel an.
  • Im Jahr 1983 hat der Verein das Grundstück des heutigen Schützenplatzes erworben; am 17. September 1989 wurde das neue Schützenhaus mit Schießstand feierlich eingeweiht.
  • Dem Verein gehören heute 180 Mitglieder an.

Erfolgreiche Jugendarbeit
Seit 1962 ist die Jugendgruppe fester Bestandteil des Schützenvereins. Ab zehn Jahren ist das Schießen mit dem Lichtpunktgewehr erlaubt, ab zwölf Jahren wird mit dem Luftgewehr geschossen.
Die Jugendabteilung nimmt an zahlreichen Wettbewerben teil und ist dabei sehr erfolgreich. So wurde der Wanderpokal der Samtgemeinde voriges Jahr bereits zum vierten Mal hintereinander gewonnen.
Wie die "großen" Schützen auch, schießt die Jugend während des Schützenfestes auf einen Vogel und ermittelt auf diesem Weg ihren Jungschützenkönig.
Die Mitglieder treffen sich regelmäßig mittwochs zwischen 18 und 19 Uhr zum Übungsschießen. Aufgrund der Corona-Situation kann das Schießen derzeit jedoch nicht stattfinden.

Quintett gründet Damenabteilung 
Bis ins Jahr 1969 war der Schützenverein ein reiner "Männerverein". Dann gründeten Jutta Henk, Elisabeth Petermann, Marlies Rademacher, Monika Heitmann und Gertrud Szemjonneck die Damengruppe, die am 6. März 1970 von der Generalversammlung beschlossen und genehmigt wurde. Eine Damenkönigin wurde erstmals zum 25. Jubiläum im April 1995 ausgeschossen. Gisela Bittmann wurde daraufhin zur ersten Damenkönigin proklamiert.

Spielsmannszug sucht Mitstreiter
Besonders stolz ist der Schützenverein Schierhorn auf seinen Spielmannszug - er wurde 1954 gegründet. Anfangs als reiner Männerverein, später wurden auch Frauen aufgenommen. Den ersten Auftritt hatten die Spielleute am 27. Juni 1955.
Aktuell besteht der Spielmannszug aus 25 Mitgliedern, denen unter anderem Instrumente wie Querflöten, Lyren sowie kleine und große Trommeln zur Verfügung gestellt werden.
Neue Mitglieder sind herzlich willkommen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Ausbildung ist kostenlos. Seit drei Jahren steht zusätzlich ein erfahrener Trommelausbilder dem Verein zur Seite. Auch diese Ausbildung ist bei regelmäßiger Teilnahme kostenlos.

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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