Bilder gegen das Vergessen

Ein Glücksfund: Borchers und die Einrüstung des Leuchtturmes von Neuwerk Foto:sc
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Günther Borchers schreibt Bücher über das Zeitgeschehen in der Region

sc. Sauensiek. Seine Leidenschaft sind nicht nur die Briefmarken - Günther Borchers, der als Erster Vorsitzender des Vereins "Briefmarken- und Münzfreunde der Geest" bekannt ist, hegt schon lange eine Vorliebe für Bücher. Besonders die Heimatgeschichten, die die Region bewegt und geprägt haben, sind für den 68-Jährigen von großer Bedeutung. Für seine zahlreichen Bücher sammelt Borchers Bilder, die das Zeitgeschehen dokumentieren. Sein Ziel sei es, die Fotos für die Nachwelt zu erhalten, so Borchers. Nun will der Renter sein mittlerweile sechzehntes Buch schreiben und herausbringen.

Durch seine Begeisterung für das Briefmarkensammeln ist Borchers auf das Schreiben von Büchern gekommen. Die Geschichten hinter den alten Briefmarken weckten das Interesse des Hobby-Sammlers und wurden zur Basis für die Literatur. Den Anfang machte er mit seinen Büchern über die historischen Poststempel. Während des Zusammenstellens der Stempelhandbücher, zuerst nur aus den Bereichen Buxtehude und Horneburg und dann später deutschlandweit, begann Borchers Bilder von den Ereignissen aus dem Landkreis Stade zusammenzutragen. Daraus entstand sein erstes Buch über die Sturmflut 1962. Für die ausführliche Recherche besuchte er über 150 Haushalte, die damals von der Flutkatastrophe betroffen waren, und suchte Bilder, die das Ausmaß der Flut und deren Zerstörungskraft dokumentierten. Auch die Flut von 1976 hielt er in Buchform fest. Für seinen Tatsachenbericht besuchte er nochmal circa 100 Haushalte, um Fotos und Geschichten über die Flut zu sammeln. Borchers sieht die alten Fotos als wichtiges Zeitdokument an. "Ich habe viel Leidenschaft und Energie in die Bücher gesteckt", sagt er. Pro Sturmflut-Buch habe er ungefähr sechs Jahre gebraucht, alle Informationen zusammenzutragen.

Sein aktuelles Buch, das im Dezember 2018 erschienen ist, handelt von einem ganz anderen Thema: die Kehdinger Kreisbahn. 30 Jahre lang habe er dafür in verschiedenen Archiven in der Region recherchiert und mit Privatpersonen über die alten Bahnhöfe gesprochen. "Die Kreisbahn war mein Hobby", erzählt Borchers. Den gesamten Streckenverlauf der alten Bahn bildete er zum Nachlesen in seinem Buch ab.

Borchers kommendes Werk hat wieder etwas mit einem langen Hobby von ihm zu tun. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit Leuchttürmen und dem Seezeichenwesen. An Material für die Basis des Buches fehlte es ihm nicht: Ganze Schränke füllte Borchers in seinem Büro mit Bildern, Briefmarken, Stempeln, Unterlagen, Material aus Archiven und Wasserwirtschaftsämtern sowie Fundstücken von Flohmärkten über Leuchttürme und Feuerschiffe. "Die warten nur darauf, bearbeitet zu werden", so Borchers. Zwei Bände mit jeweils 200 Seiten über das Seezeichenwesen plant der Hobby-Schriftsteller. Darin will er die Leuchttürme entlang der Elbe auf der niedersächsischen und schleswig-holsteinischen Seite bis Hamburg vorstellen.

Nun sucht er für das Buch Bilder heraus, die in Frage kommen. 60 Leuchttürme, inklusive den kleineren Türmen, will er aufzeigen. Doch das gestaltet sich nicht so leicht: Manche Leuchttürme seien nicht lange da gewesen, so Borchers, und das Sammeln von Materialien erschwere sich dadurch. Nicht nur über Türme, sondern auch über die Personen und Familien, die dort gewohnt und gearbeitet haben, will Borchers in seinen Bänden erzählen. Daher ist er auf Mithilfe von Menschen angewiesen, die ehemalige Wärter kennen oder selber etwas mit Leuchttürmen zu tun haben.

Über Tipps und Material zu dem Thema freut sich Günther Borchers. borchers.sauensiek@online.de

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