Immer viel zu tun
Im Gemeinschaftsgarten in Ahrensmoor wird zusammen gesät und geerntet

Setzen sich für den Gemeinschaftsgarten ein (v.li.): Dorfmoderator Hartmut Meyer, Erika Frigge, Doris Kröger, Inge Langen und Eva Lattemann
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jab. Ahrensmoor. Wie Nachhaltigkeit und Nahversorgung funktionieren können, beweist der Gemeinschaftsgarten in Ahrensmoor. Nicht umsonst fanden hier während der Klimawochen im Landkreis Stade Führungen statt. Im Rahmen der sozialen Dorfentwicklung entstand auf 1.000 Quadratmeter ein Vorzeigeprojekt, in dem die Dorfbewohner ihre Ideen verwirklichen können. Und der Garten kommt bei allen Generationen gut an.

Der offene Gemeinschaftsgarten am Ende der Straße Lehmbrook, der direkt neben einer Blüh- und Streuobstwiese liegt, wirkt wie eine kleine Ruheoase zwischen neu gebauten Häusern und landwirtschaftlichen Betrieben. Hier gibt es Kirschbäume, Himbeersträucher und jede Menge Kürbisse und allerlei Gemüsesorten. Aber auch Blumen und im Sommer auch Bienenstöcke gibt es hier zu bestaunen. Und das begeistert nicht nur eingefleischte Nutzgärtner. Sowohl die ältere Generation kommt vorbei, um einfach nur auszuruhen und sich am Garten zu erfreuen, als auch Kinder, die helfen wollen und auch ein bisschen Erdbeeren oder Erbsen naschen. Dabei lernen sie ganz nebenbei viel über die Herkunft von Lebensmitteln.

Eva Lattemann, Erika Frigge, Doris Kröger, Inge Langen, Heike Knapp und Angelina Kowalski bilden die Kerngrupe der Gemeinschaftsgärtner und kümmern sich um die Organisation. Denn bei so viel Obst, Gemüse und Blumen muss es immer jemanden geben, der den Überblick behält. "Die Fruchtfolge muss unbedingt eingehalten werden", da sind sich alle einig. Es gebe aber keinen straffen Zeitplan, was wer wann zu tun hat. Jeder hilft hier nach eigener Kraft und Zeit. Und zu tun gibt es immer etwas. Die erste Ernte ist bereits durch, nun sind Gemüse wie Möhren, Porree, Fenchel und Kürbisse an der Reihe.

Angefangen hatten die Gemeinschaftsgärtner im April dieses Jahres, nachdem die Gemeinde ihnen ein Grundstück zur kostenfreien Nutzung zur Verfügung gestellt hatte. Jeder brachte hier seine Vorstellungen ein, was im Nutzgarten wachsen soll, und so wurde die Fläche Stück für Stück beackert. Gedüngt werde im Übrigen nicht. Nur Brennnesseljauche werde verwendet. Zudem werde nach Mondkalender gepflanzt und ausgesät.

Noch ist Platz für weitere Ideen: Beispielsweise werden Hochbeete und eine Erdmiete zur Lagerung von Gemüse angelegt. Der Garten solle schließlich nach und nach wachsen, mein Erika Frigge. Ein Projekt, das aufgrund von Corona in diesem Jahr noch nicht durchgeführt werden konnte, ist ein gemeinschaftliches Kochen der eigenen Ernte. Das steht aber für das kommende Jahr auf dem Plan.

• Wer Interesse an der Arbeit im Gemeinschaftsgarten hat, kann Kontakt über die Dorfmoderatoren (www.gemeinde.ahlerstedt.de) aufnehmen oder dem Garten einen Besuch abstatten. Die Gemeinschaftsgärtner freuen sich immer über helfende Hände.

Der Garten steht aber auch den Menschen offen, die sich über eigenes geerntetes Gemüse freuen. Denn gegen einen kleinen Obulus, von dem neue Sämereien gekauft werden, darf die kleine Ernte mit nach Hause genommen werden.

Setzen sich für den Gemeinschaftsgarten ein (v.li.): Dorfmoderator Hartmut Meyer, Erika Frigge, Doris Kröger, Inge Langen und Eva Lattemann
Hier macht die Ernte Spaß: Inge Langen mit frisch geernteten Kartoffeln
Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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