Brücke in Harsefeld nimmt Gestalt an / Zuschauer sind bei Bauarbeiten willkommen
Kran hängt Brückenteile ein

Die Brückenbaustelle aus der Vogelperspektive. In der Bildmitte  rechts ist die Bahnstrecke zu erkennen  Foto:  ShapeMotion / M. Röhnelt
  • Die Brückenbaustelle aus der Vogelperspektive. In der Bildmitte rechts ist die Bahnstrecke zu erkennen Foto: ShapeMotion / M. Röhnelt
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jd. Harsefeld. Die in Bau befindliche Fußgänger- und Radfahrerbrücke in Harsefeld nimmt langsam Gestalt an. In der kommenden Woche wird mit Schwerlastkränen ein Großteil der Brückenkonstruktion in die vorbereiteten Halterungen aus Beton eingehängt.

Das Verladen der fünf bereits fertig vormontierten Teile beginnt an diesem Wochenende. Dafür stehen bei der Stahlbau-Firma Schone und Bruns in Meppen Schwerlasttransporter bereit. Fertig vormontiert bedeutet: Die Pylone mit den Drahtseilen und die Geländer sind an den Stahlplatten befestigt, der Fahrbahnbelag ist aufgebracht.

Dann treten die etwa 33 Meter langen und 4,50 Meter breiten Brückenteile in einem Abstand von zwei Tagen den langen Weg nach Harsefeld an - jeweils begleitet von einem Sicherheitsdienst. Für das Unternehmen aus dem Emsland ist der Transport Routine.

Gemeindedirektor Rainer Schlichtmann freut sich auf diesen Meilenstein des Harsefelder Brückenbaus: „Nach all den eher weniger sichtbaren Vorarbeiten wird Ende nächster Woche die Brücke stehen." Es werde aber noch bis September dauern, bis alles fertig angeschlossen und eingebaut ist. "Parallel arbeiten wir an dem Radverkehrskonzept für den gesamten Flecken Harsefeld, dessen zentrales Element diese Brücke für Fußgänger und Radfahrer ist", so der Rathauschef.

Bei dem Einbau der Brückenteile wird wie folgt vorgegangen: Die ersten beiden Teile werden auf dem Betriebsgelände der Raisa zwischengelagert und am Dienstag, 21. Mai, ab 7 Uhr mit Anschluss an den Querweg eingehängt. Zuschauer, die den 500-Tonnen-Schwerlastkran in Aktion erleben möchten, können das Einhängen dieser Brückenteile am besten vom Querweg aus verfolgen.

Die anderen drei Teile kommen am Mittwoch, 22. Mai, nach Hollenbeck in den Buschhornweg und werden dort zwischengelagert. Der Buschhornweg ist daher bis zur Kreuzung an der L 124 tagsüber und abends gesperrt. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, wenn in Harsefeld die letzte Bahn um 23.12 Uhr in Richtung Buxtehude abgefahren ist, werden die verbliebenen drei Teile eingebaut – sofern das Wetter mitspielt. Sollte es zu Verzögerungen kommen, wird der Rest in der Nacht von Donnerstag auf Freitag eingebaut.

Die K 26n (Am Bundesbahnhof) wird in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag aufgrund der Bauarbeiten zwischen 22 Uhr und 5 Uhr gesperrt. Zuschauer dürfen jedoch von der Griemshorster Straße bis zur Baustelle fahren und auf der Straße parken, wenn sie dem Schauspiel beiwohnen wollen. Bester Blick auf die Bauarbeiten ist vom Baustellenschild aus. Unter voller Beleuchtung hebt der Schwerlastkran dann die 20 bis 35 Tonnen schweren Brückenteile an die entsprechenden Positionen. Bei den Arbeiten ist Fingerspitzengefühl gefragt, denn der Versatz darf maximal drei Millimeter betragen.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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