Der Kunde steht im Mittelpunkt

Christof Starke erläutert das Business-Modell   Foto: jd
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Wirtschaftsförderer des Landkreises Stade stellte Unternehmern Geschäftsmodell-Konzept vor

jd. Harsefeld. "Machen Sie mir Arbeit." - Das Signal, das Christof Starke, seit drei Monaten Chef der Wirtschaftsförderung im Landkreis Stade, an die Geschäftsleute sendet, ist deutlich: Hier steht jemand, der die Unternehmer tatkräftig unterstützen will, sei es bei der Ansiedlung und Erweiterung von Betrieben, aber auch bei Fragen in Sachen Innovation. Starke war jetzt beim Unternehmerfrühstück des Flecken Harsefeld im Hotel Meyer zu Gast. Seinen Fokus richtete er auf das Thema Geschäftsmodell. Hier müssten unternehmerische Strategien neu gedacht werden, um wirtschaftlich weiter erfolgreich zu sein, so seine Botschaft.

Eine fortlaufende Anpassung des eigenen Geschäftsmodells sei unabdingbar, wenn es um die Weiterentwicklung des Betriebes und die Aufnahme neuer Impulse für die künftige Firmenstrategie gehe, so Starke. Doch diese wichtige Aufgabe gehe im Alltagsgeschäft oftmals unter. "Der Laden läuft", heiße es meist und kaum jemand mache sich die Mühe, das Geschäftsmodell zu überdenken und sich mit möglichen Optimierungen zu befassen - selbst wenn es nur darum gehe, bessere Lieferkonditionen zu erhalten.

Außerdem würden sich kleinere Unternehmen und Handwerksbetriebe schwertun, Anträge auf finanzielle Förderung zu stellen, so Starke. Bisher seien kaum Gelder abgerufen worden, um diese in innovative Maßnahmen zu investieren. Der Wirtschaftsförderer räumt allerdings ein: "Ein Riesenproblem ist oftmals der viele Papierkram." Der Weg, an Fördergelder zu gelangen, sei manchmal recht mühsam und aufwändig. Starke verweist hier auf das Transferzentrum Elbe-Weser (TZEW), das im niedrigschwelligen Bereich zum Thema Innovation berät.

Als mustergültige Vorlage für die Erarbeitung eines Geschäftsmodells stellte Starke das sogenannte "Business Model Canvas" vor. Mittels dieses modular aufgebauten Schemas werden die tragenden Bausteine eines Unternehmens deutlich. Ein Firmeninhaber kann so auf einfache Weise einen Überblick über die wichtigsten geschäftlichen Aspekte erhalten, die Unternehmensstruktur skizzieren und Prioritäten festlegen.

"Im Zentrum muss dabei stehen, welchen Nutzen mein Angebot für den Kunden hat", erläutert Starke. Wer für ein Produkt bezahlen soll, müsse daraus auch einen klaren Vorteil ziehen. Dieser Nutzen könne das Loch in der Wand sein, um einen Haken für ein Bild zu befestigen, die angebotene Ware die Bohrmaschine, mit der das Loch besonders leicht gebohrt werden könne. Viele Unternehmer würden aber den Fehler begehen, ihr Erzeugnis in den Mittelpunkt zu stellen, so Starke. Wer so vorgehe, dürfe sich nicht über fehlende Nachfrage wundern: "Es gibt viele tolle Ideen für Produkte, doch man muss sich auch fragen: Wer braucht diese Sachen überhaupt?"

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