Notfalltreffpunkte als Wegweiser für Rettungskräfte

Ulrich Thurow (Vertreter des Kreisseniorenbeirats bei Achtern-Elbe-Diek), Elisabeth Schmidt (Vorsitzende Kreisseniorenbeirat) und Horst Lefers (Schriftführer Kreisseniorenbeirat) zeigen, wie die Notfalltreffpunkte des Kreisseniorenbeirats aussehen sollen
  • Ulrich Thurow (Vertreter des Kreisseniorenbeirats bei Achtern-Elbe-Diek), Elisabeth Schmidt (Vorsitzende Kreisseniorenbeirat) und Horst Lefers (Schriftführer Kreisseniorenbeirat) zeigen, wie die Notfalltreffpunkte des Kreisseniorenbeirats aussehen sollen
  • Foto: Kreisseniorenbeirat
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Projekt Notfalltreffpunkt des Kreisseniorenbeirats gibt älteren Spaziergängern in der freien Natur mehr Sicherheit

mi. Landkreis. Ausgiebige Spaziergänge in der Natur: Viele Senioren sind heute so mobil, dass sie dieses Stück Lebensqualität bis ins hohe Alter nicht missen wollen. Wäre da nur nicht die Sorge: "Was ist, wenn doch mal etwas passiert? Dann bin ich hier draußen trotz Handy von den Rettern schwer zu finden." Um hier Abhilfe zu schaffen, hat der Kreisseniorenbeirat jetzt das Projekt Notfalltreffpunkt ins Leben gerufen mit dem Ziel, das Auffinden hilfloser Personen in der Feldmark oder im Wald zu erleichtern.
"Das System ist nicht so neu wie es klingt. In den Nachbarlandkreisen ist es schon im Einsatz", erklärt Horst Lefers, Schriftführer des Kreisseniorenbeirats des Landkreises Harburg.
Allein im Landkreis Harburg gebe es die Treffpunkte bisher nicht und das, obwohl der Kreis durch seine vielen Wanderwege, darunter der Radwanderweg Hamburg-Bremen und der Heidschnuckenwanderweg, sowie viele Landschaftsschutz- und Naturschutzgebiete für Outdoor-Aktivitäten sehr attraktiv sei.
Die Idee der Notfalltreffpunkte: An Sitzbänken, Bushäuschen oder einfach nur an eigens aufgestellten Pfählen werden Notrufmarkierungen angebracht. Diese Markierungen bestehen aus dem Notruf 112 sowie einer laufenden Nummerierung in Kombination mit dem Kfz-Kennzeichen des Landkreises zum Beispiel (WL - 017). Die Punkte müssen dabei an ganzjährig befahrbaren Wegen liegen und das Telefonieren mit dem Handy muss dort immer möglich sein (keine Funklöcher). Von allen Notfalltreffpunkten werden die GPS-Daten bestimmt und in die GPS-Rettungskarte eingetragen, sowie an Rettungsdienste, Arztpraxen und Krankentransporteinrichtungen übermittelt.
"Das Ziel des Projektes ist es, die Zeit für einen Rettungseinsatz in der freien Natur signifikant zu verkürzen", sagt Lefers. Das Vorbild für die Notfalltreffpunkte im Landkreis Harburg seien ähnliche Notfallpunkte, die die Landesforsten für ihre Mitarbeiter geschaffen haben.
Seit zwei Jahren beschäftigt sich der Seniorenbeirat im Kreis mit der Umsetzung des Projekts. Die Gemeinde Stelle ist jetzt die erste, in der zehn Notfalltreffpunkte geschaffen werden. Dafür werden sogar extra neue Bänke mit den speziellen Markierungen aufgestellt. "So wird durch das Projekt gleichzeitig auch die Attraktivität des Naherholungsraums erhöht", sagt Lefers. In Stelle wird das Projekt im Rahmen der Leader-Region "Achtern-Elbe-Diek" mit EU-Mitteln unterstützt.
Lefers: "Nach dem erfolgreichen Start in Stelle wollen wir die Notfalltreffpunkte auch auf andere Kommunen der Leader-Region ausdehnen." Als nächster Schritt sei demnach die Aufstellung von 20 Bänken in Seevetal geplant. "Die Förderanträge liegen derzeit beim zuständigen Amt für regionale Landesentwicklung, das über die Mittelvergabe entscheidet", sagt Lefers.
Langfristiges Ziel des Seniorenbeirats sei es, im gesamten Landkreis ein durchgängiges Netz von Notfalltreffpunkten zu etablieren. Hierzu liefen bereits Gespräche mit den Kommunen. Angedacht seien auch Kooperationen mit Organisationen wie dem Regionalpark Rosengarten oder dem Naturpark Lüneburger Heide.

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