Aufstehen gegen Rassismus

Bereits vergangenes Jahr wurde in Neu Wulmstorf gegen Rassismus demonstriert. Die Veranstalter hoffen diesmal auf noch mehr Teilnehmer
  • Bereits vergangenes Jahr wurde in Neu Wulmstorf gegen Rassismus demonstriert. Die Veranstalter hoffen diesmal auf noch mehr Teilnehmer
  • Foto: ab
  • hochgeladen von Mitja Schrader

"Willkommen in Neu Wulmstorf" ruft für kommenden Samstag zur Demonstration auf

mi. Neu Wulmstorf. Das Netzwerk "Willkommen in Neu Wulmstorf", die Lutherkirchengemeinde und die SPD rufen anlässlich des "Internationalen Tags gegen Rassismus" am Samstag, 16. März, um 11 Uhr (Treffen 10.30 Uhr vor dem Rathaus) zu einer Demonstration unter dem Motto "Aufstehen gegen Rassismus - Unsere Alternative heißt Solidarität" auf.
"Wir haben lange diskutiert, ob wir überhaupt 'gegen' etwas demonstrieren sollen oder besser 'für' etwas zum Beispiel für mehr Toleranz. Mit Blick auf die Vorfälle in Chemnitz und einen sich immer öfter öffentlich Bahn brechenden Alltagsrassismus haben wir entschieden, diesem Übel offensiv entgegenzutreten und eine Demo 'gegen' Rassismus scheint uns hier die bessere Antwort", erklärt Cornelia Meyer, vom Netzwerk "Willkommen in Neu Wulmstorf." Das Netzwerk besteht aus rund 40 Ehrenamtlichen verschiedener Organisationen, darunter der Lutherkirche und des ökumenischen Arbeitskreises für Asyl, und setzt sich für die rund 300 Flüchtlinge in Neu Wulmstorf ein.
Hintergrund: Waren rechte Gewalttaten und Hasskriminalität bis 2016 stark rückläufig, sind sie im Zuge der verstärkten Migration und Flucht nach Deutschland stark angestiegen und verbleiben seitdem auf einen ziemlich hohen Niveau. So stieg die Zahl fremdenfeindlich motivierter Gewalttaten von 519 (2001) auf 794 (2017). Besonders viele Straftaten registrierte die Polizei in 2016. In diesem Jahr kam es demnach zu 1.125 rassistisch motivierten Gewalttaten. "Die Gewaltbereitschaft gegenüber Minderheiten bewegt sich demnach immer noch auf einem erschreckend hohen Level", so Cornelia Meyer.
Besonders freut die Organisatoren, dass es gelungen ist, die Bundestagsabgeordnete Svenja Stadler (SPD) als Gastrednerin für die Veranstaltung zu gewinnen. Ziel der Veranstalter ist es laut Cornelia Meyer, Rassismus entgegenzutreten, Haltung gegen den europaweiten Rechtsruck zu zeigen und für ein vielfältiges und tolerantes Neu Wulmstorf zu werben. In Neu Wulmstorf ist die Demonstration eingebettet in die "Internationalen Wochen gegen Rassismus", die noch bis zum 24. März andauern. (siehe unten stehender Text).
Weitere Infos: www.aufstehen-gegen-rassismus.de

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen