"Das Handwerk ist die Zukunft!"
Junge Zimmerer-Gesellen wurden gefeiert
- Die Zimmerer erhielten ihr lang ersehnten Gesellenbriefe
- Foto: ks
- hochgeladen von Karsten Schaar
Wenzendorf. Eine ausgelassene Stimmung herrschte in der vollen Festscheune des Wenzendorfer Hof Oelkers während der Freisprechungsfeier der Zimmerer-Innung des Kreises Harburg.
Insgesamt 18 junge Zimmerer erhielten nach drei Jahren Ausbildungszeit ihre Gesellenbriefe.
Die erfolgreichen jungen Gesellen wurden aufgerufen und nicht nur von den eigenen Tischen, wo ihre Familien oder Firmen saßen, sondern von allen gefeiert. Jeweils die Note Eins sowie Zwei verteilten sich in der Theorie und Praxis bei Falk Cohrs (Ausbildungsbetrieb Bardowicks Haus und Holzbau/Winsen), Tim Frederik Peick (Sören Sievers Zimmerei/Egestorf) und Charlotte-Luise Peper (Meyer Holzbau/Garstedt), die einzige Zimmerfrau des Jahrgangs, ab. Mit zwei Einsern legte Franz Schoultz von Aschenadeln die beste Prüfung bereits im Winter ab. "Man sieht auch noch nach vielen Jahren, was man geschafft hat", stellten die Vier nur einen Aspekt des Berufes heraus.
„In diesem Jahr sah es wieder besser aus“, sagte Lehrlingswart Thomas Bock. Vier der angetretenen Prüflinge müssen dennoch in die „Ehrenrunde“.
Traditionell wurde zusammen mit der Baugewerken-Innung gefeiert. Deren Obermeister Christian Effinger hielt die Festrede und ermunterte die jungen Handwerksgesellen: „Ihr solltet versuchen, noch mehr Verantwortung zu übernehmen und weiter jeden Tag dazuzulernen.“ Er forderte sie auch auf, sich nicht von der scheinbar immer schlechter werdenden Stimmung im Land unterkriegen zu lassen. „Ihr habt in jedem Fall die richtige Entscheidung getroffen. Das Handwerk ist die Zukunft.“ Auch die Künstliche Intelligenz könne das Handwerk nicht ersetzen.
Sven Balck, der Obermeister der Zimmerer-Innung führte durch die Veranstaltung und sah die jungen Handwerker auf dem richtigen beruflichen Weg. Handwerker würden immer gebraucht und seien nicht zu ersetzen. „Dank an alle für die gemeinsame Zeit“, schloss er, da es auch seine letzte Freisprechung als Obermeister war. Er tritt zur kommenden nächsten Wahl nicht mehr an.
Mit dem Abschluss der Ausbildung war es auch der letzte Arbeitstag von Berufsschullehrer Jürgen Matthes, der in den Ruhestand geht. „Es hat wirklich Spaß gemacht“, sagte er. 1999 fing er an der Berufsschule in Winsen an und gehörte bis jetzt seit 20 Jahren dem Prüfungsausschuss der Zimmerer-Innung an. Als besonderes Erlebnis führte er die Abschlussfahrten nach Quedlinburg (Sachsen-Anhalt) an. Hier wurden historische Fachwerkbauten gerettet, saniert und instand gesetzt. „Hier bekommt man Einblicke, die man sonst nicht bekommt“, so Matthes.
Die neuen ausgelernten Zimmer sind: Falk Cohrs, Fritz Karl Segelke Werthmann (beide Ausbildungsbetrieb Bardowicks Haus und Holzbau/Winsen), Johannes Heinrich Rudolf Detjen (Diestelmeier-Witte Massivholzbau/Seevetal), Finn Luca Harms, Luis Heitmann (beide Emil von Elling&Sohn/Winsen), Marc Hartung, Ron Schön, Felix von Sivers (alle Gorius&Sohn/Tostedt), Benedikt Hild (Andreas Brauel Zimmereibetrieb/Seevetal), Benjamin Lukas Köhler, Charlotte-Luise Peper (Meyer Holzbau/Garstedt), Nils König (Fittschen Bedachungen/Sauensiek), Jacob Mads Schmidt (Benjamin Heims/Drage), Steven Nüssemeyer (Detjen Zimmerei/Heidenau), Tim Frederik Peick (Sören Sievers Zimmerei/Egestorf), Oke Peters (Tabel/Tostedt), Janik Akira Voß (Adolf Bruns Holzbau/Stelle), Hannes Wischendorff (Holz- und Innenausbau Harms & Sohn/Marschacht).
Bereits im Winter bestanden: Leif Johann Frischkorn (Marko Matthies/Hanstedt), Julian Oliver Kühne (Heinz Heidrich/Tostedt), Franz Schoultz von Ascheraden (Sven Balk/Marxen).
Redakteur:Karsten Schaar aus Winsen |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.