Autobahn A1
Keine Hilfe für Lärmgeplagte in Hollenstedt

Anwohner der A1 im Bereich Hollenstedt beklagen seit dem sechsspurigen Autobahnausbau den 
gestiegenen Lärm und fordern besseren Lärmschutz
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    gestiegenen Lärm und fordern besseren Lärmschutz
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Gutachten bestätigt Behörden / Abgeordneter Schönecke setzt sich für Geschwindigkeitsbegrenzung ein

bim. Hollenstedt. Keine gute Nachricht hat jetzt der CDU-Landtagsabgeordnete Heiner Schönecke für die vom A1-Lärm geplagten Hollenstedter: Die vom 10. September bis 17. Oktober 2019 durchgeführten Verkehrszählungen und Lärmmessungen bestätigen das Lärmgutachten der Behörden und führen daher nicht zu lärmmindernden Maßnahmen.
Wie mehrfach berichtet, hatten Hollenstedter Bürger in einer an den Landtag in Hannover gerichteten Petition mehr Lärmschutz und eine Geschwindigkeitsbegrenzung an der A1 gefordert. Eine weitere Forderung bestand darin, dass die Lärmbelastung erneut untersucht würde - und zwar durch eine Messung und nicht, wie es üblich ist, durch eine Berechnung. Die Lärmmessung wurde im April 2019 vom Petitionsausschuss beschlossen.
Hintergrund: Seit vielen Jahren kritisieren die Hollenstedter Bürger die erhöhte Lärmbelästigung nach dem sechsspurigen Ausbau der A1. Ehemals vorhandener Lärmschutz durch einen Wall sowie Busch- und Baumbewuchs wurde für den Ausbau entfernt und durch Lärmschutzwände ersetzt. Die Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 km/h wurde aufgehoben. Zusätzlich verursachen die neuen Fahrbahnmarkierungen erheblichen Lärm.
Heiner Schönecke: „Seit 2012 stehe ich mit den Betroffenen und den verschiedenen Verkehrsministern im engen Austausch. Das jetzt vorliegende Ergebnis des Gutachtens wird die Hollenstedter Bürgerinnen und Bürger nicht zufrieden stellen.“
Die Verkehrszählungen und Lärmmessungen erfolgten laut Schönecke in beiden Richtungen im Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Rade und der Anschlussstelle Hollenstedt. Das neue Gutachten weise keine höheren Werte aus als die in den Dokumenten der Planfeststellung aus dem Jahr 2005 vorgegebenen Immissionen von 52 dB(A) am Tag und 48 dB(A) in der Nacht.
Das Ergebnis des Gutachtens wurde am 11. März im Petitionsausschuss beraten. Editha Westmann, Sprecherin der CDU-Fraktion im Petitionsausschuss, sagt: "Es war mir persönlich sehr wichtig, die Situation anhand von aktuellen Messdaten bewerten zu können. Das Ergebnis der Messungen ist wahrscheinlich für viele Hollenstedter unbefriedigend und kaum nachvollziehbar. Doch wir können uns aufgrund der nun vorliegenden Daten nicht über die geltende Rechtslage hinwegsetzen. Ich habe mich jedoch im Ausschuss dafür ausgesprochen, dass das Ministerium noch einmal eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der besagten Strecke prüfen möge."
Heiner Schönecke wollte sich in dieser Woche an Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann wenden. "Es sollte den Behörden möglich sein, ähnliche Geschwindigkeitsbeschränkungen, wie wir sie vielfach in anderen Bereichen des Landkreises finden, anzuordnen. Die A1 führt nun mal durch die beiden Gemeinden Appel und Hollenstedt. Unsere Bürger, die 2017 die Petition auf den Weg gebracht haben, sollten zumindest die Chance einer Testphase bekommen, dafür werde ich mich weiter einsetzen“, so Schönecke.

Anwohner der A1 im Bereich Hollenstedt beklagen seit dem sechsspurigen Autobahnausbau den 
gestiegenen Lärm und fordern besseren Lärmschutz
Setzt sich ein:Heiner Schönecke
Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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