Rettungsdienst im Landkreis Harburg
Nur bei echten Notfällen 112 anrufen!

Der Rettungsdienst sollte nur in echten Notfällen gerufen werden | Foto: TechLine/ Pixabay
  • Der Rettungsdienst sollte nur in echten Notfällen gerufen werden
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Blaulicht-Meldungen der letzten Tage

Blaulicht

Autobahn A7
55-Stunden-Sperrung hinter dem Elbtunnel

Autofahrer die zwischen Hamburg und Niedersachsen pendeln, müssen mit Umleitungen und mehr Zeit rechnen: Die Autobahn A7 wird hinter dem Elbtunnel für 55 Stunden gesperrt. Dies betrifft die Strecken bis  Schnelsen sowie Stellingen von Freitag, 11. September, 22 Uhr, bis Montag, 14. September, 5 Uhr. Diese Sperrungen erfolgen aufgrund von Asphaltierungsarbeiten sowie Bauwerksprüfungen und betreffen die Tunnel Schnelsen und Stellingen. Die Arbeiten sind zum Teil witterungsabhängig und können...

Blaulicht

Tostedt
Töster Flohmarkt verlief friedlich - aber Streit in der Familie

Der Töster Flohmarkt fand in diesem Jahr am Samstag, 5. September, ab 6 Uhr statt. Die beliebte Veranstaltung wurde von rund 35.000 Besuchern aufgesucht. Der Verlauf war insgesamt friedlich. Unabhängig vom Flohmarktgeschehen kam es auf dem Gelände zu Streitigkeiten innerhalb einer Familie. Es wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet. Sämtliche Familienmitglieder wurden der Örtlichkeit verwiesen. Aufgrund der Wetterlage mit Starkregen und Windböen wurde die Veranstaltung gegen 15.30 Uhr...

Blaulicht

A7 - Elbtunnel
Sperrung der Richtungsfahrbahn Süd

Der Ausbau der K20 Hochstraße Elbmarsch steht kurz vor dem Abschluss. Aktuell werden finale Sanierungsarbeiten der Bestandsfahrbahn Richtung Süden durchgeführt. Ende September 2026 kann die Brücke für den Verkehr freigegeben werden. Am ersten September Wochenende wird die Hauptabnahmeprüfung der K20 im Abschnitt Elbtunnel bis zur AS HH-Hausbruch durchgeführt sowie die Verkehrsführung südlich des Elbtunnels umgebaut. Gleichzeitig nutzen die Autobahnmeisterei Othmarschen und die...

Blaulicht

Rosengarten
Explosion in Gartenhütte und Brand

Im Ortsteil Eckel (Rosengarten) kam es am Samstagabend um 21.06 Uhr in der Eichenstraße zu einer Explosion in einer Gartenhütte. Nach ersten Ermittlungen vor Ort könnte eine undichte Gasflasche ursächlich sein. Das Gasgemisch in der Hütte entzündete sich und es kam zum Knall. Durch den anschließenden Brand entstand ein Sachschaden an der Holzhütte. Die Feuerwehren Eckel, Klecken, Nenndorf und der Einsatzleitwagen aus Leversen waren eingesetzt und konnten eine Ausbreitung verhindern.

Blaulicht

Buchholz
Mehrere Pkw-Scheiben durch Steinwürfe zerstört

Im Innenstadtbereich von Buchholz wurden am Sonntagmorgen, gegen 0.30 Uhr, Sachbeschädigungen gemeldet. Ein Anwohner beobachtete, wie eine männliche Person mit aufgefundenen Steinen die Heckscheiben mehrerer geparkter PKW einwarf. Anhand der Personenbeschreibung sowie am Tatort zurückgelassener, persönlicher Gegenstände, ergab sich ein Tatverdacht. Der Tatverdächtige konnte kurz darauf im Nahbereich festgestellt werden. Gegen ihn wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet.

Blaulicht

Neu Wulmstorf
Tödlicher Sturz mit Kopfverletzung: Polizei sucht Ersthelfer

Am Samstagmorgen gegen 6.30 Uhr entdeckten Ersthelfer einen schwer verletzten Mann, der leblos in der Fußgängerunterführung am Bahnhof Neu Wulmstorf lag. Mehrere Ersthelfer kümmern sich bis zum Eintreffen der Rettungskräfte um die Person und versuchten auch, ihn zu reanimieren. Letztlich erlag der 46-jährige Mann aber seinen schweren Kopfverletzungen. Wie die Polizei ermitteln konnte, hatte der Mann gegen kurz vor 6 Uhr mit dem Zug Richtung Buxtehude den Bahnhof erreicht und sich dann auf die...

Blaulicht

Buchholz
Fensterscheiben des Rathauses eingeschlagen

Am Samstagabend meldete eine Zeugin, gegen 20 Uhr der Polizei, dass soeben mehrere Personen am Rathaus Buchholz zwei Fensterscheiben eingeschlagen hätten. Im Rahmen der Fahndung konnten in Tatortnähe zwei tatverdächtige junge Männer angetroffen werden. Durch Schnittverletzungen an den Händen, erhärtete sich der Tatverdacht. Gegen die beiden Heranwachsenden wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Blaulicht
Hier zwischen den Markierungen darf geparkt werden | Foto: Axel-Holger Haase
3 Bilder

Straße wird "dicht" geparkt
Parkplätze in Fahrradstraße wurden markiert

Die Buchholzer Straße "Am Radeland" ist seit 2015 zur Fahrradstraße von der Stadt Buchholz umgewandelt worden. Die Pkw-Fahrer haben verstärkt auf die Fahrradfahrer Rücksicht zu nehmen. Es wurden zudem Fahrbahnverengungen eingerichtet. Doch an diesen und an den Einmündungen gibt es Ärger. Pkw-Fahrer, die morgens für ihre Fahrzeuge Parkplätze suchen, parken bis zu diesen Verengungen. Somit ist für den motorisierten Durchgangsverkehr kaum eine Wartemöglich gegeben, wenn Fahrräder oder andere...

Blaulicht

Samtgemeinde Hanstedt
Feuerwehreinsatz: Woher kam die Rauchentwicklung?

Zu einer unklaren Rauchentwicklung im Gebäude in der Hauptstraße in Marxen rückten am Donnerstag, 3. September, um 17.50 Uhr die Feuerwehren Marxen und Brackel sowie der Einsatzleitwagen der Samtgemeindefeuerwehr aus. Vor Ort konnte ein deutlicher Brandgeruch festgestellt werden. Die Feuerwehrkräfte erkundeten das Gebäude, um die Ursache für den Brandgeruch zu ermitteln. Trotz intensiver Suche konnte keine Brandquelle ermittelt werden. Als weitere Maßnahme wurde das Gebäude stromlos geschaltet....

Blaulicht

Tostedt
Streit: Gefährliche Körperverletzung und Pfefferspray

Am Donnerstag, 3. September, wurde die Polizei in Tostedt gegen 13.30 Uhr zu einem Mehrfamilienhaus an der Berliner Straße gerufen, weil es dort zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gekommen war. Vor Ort trafen die Beamten auf zwei Gruppen einer Familie, insgesamt etwa 15 Personen. Diese waren offenbar wegen zurückliegender Beleidigungen in Streit geraten. In dessen Verlauf war aus einer Gruppe heraus Pfefferspray versprüht worden. Mehrere Personen erlitten dadurch...

Die 112 bei einer Prellung am Bein anrufen? Keine gute Idee. Die Rettungsdienste sind oft überlastet, und teuer sind sie auch. Und: Unnötige Anrufe bei den Einsatzzentralen blockieren die Leitungen für Notrufe, die wirklich wichtig und dringend sind. Aber wann ist die 112 die richtige Nummer, wann ist es der Arztruf 116117?

Etwa jeder fünfte Notruf ist nach Einschätzung der Berliner Polizei kein echter Notruf und verschwendet Zeit und Ressourcen der Notrufzentralen. Die Berliner Polizei und andere Rettungsdienste haben Notrufe gesammelt, die eigentlich keine sind. Ein paar Highlights: Jemand ruft die 112, weil die Wohnungstür ins Schloss gefallen ist und er sie nicht mehr öffnen kann. Ein Anrufer alarmiert die 112 und will dann aber in das Krankenhaus seiner Wahl gefahren werden, weil er Schmerzen im Fuß hat - seit einem halben Jahr.
Dabei ist eigentlich ganz klar: Notfallnummern sind für echte Notfälle da, die 112 für Feuerwehr und Rettungsdienste, die 116117 für den ärztlichen Bereitschaftsdienst.

Richtig ist die 112 bei Unfällen, bei Bränden oder wenn sich jemand in einer akuten, möglicherweise sogar lebensbedrohlichen Notlage befindet. Die Techniker Krankenkasse hat mögliche Notlagen zusammengestellt, zum Beispiel 

  • schwere Verletzungen oder Verbrennungen
  • Bewusstlosigkeit
  • Symptome, die auf einen Schlaganfall hindeuten, zum Beispiel akuten Lähmungen, Seh- oder Sprechstörungen
  • Anzeichen eines Herzinfarkts, zum Beispiel starke Brustenge, kalter Schweiß
  • wirklich starke Schmerzen
  • ein allergischer Schock (drohender Kreislaufkollaps!)
  • akute starke Atemnot, zum Beispiel bei einem schweren Asthmaanfall

Auch wenn die Situation unklar ist, aber lebensbedrohlich sein könnte, kann die 112 angerufen werden. Die 112 ist in ganz Europa kostenfrei erreichbar, auch vom Mobiltelefon, selbst ohne Mobilfunknetz.

Die Notrufnummer 116117 verbindet mit dem ärztlichen Bereitschaftsdienst. Sie ist die richtige Nummer, wenn jemand umgehend ärztliche Hilfe braucht, die Situation aber nicht lebensbedrohlich ist - und wenn die normalen Praxen geschlossen sind. Hier erfährt man, welche Bereitschaftspraxis vor Ort geöffnet ist. In besonderen Notfällen - etwa wenn jemand zu krank ist, um in eine Praxis zu gelangen - kann der Notdienst einen Bereitschaftsarzt nach Hause schicken. Die 116117 ist die Nummer der Wahl zum Beispiel bei nicht lebensbedrohlichen Erkrankungen wie

  • Hexenschuss
  • schwerem Erbrechen oder Durchfall
  • Ohrenschmerzen
  • Mandelentzündung
  • Erkältung mit Fieber und Schmerzen

Übrigens: Der absichtliche und wissentliche Missbrauch der Notrufnummern ist strafbar. Er kann dazu führen, dass man Einsatzkosten - meist mehrere hundert Euro - selbst tragen muss. Ob man in einem echten Notfall die 112 oder die 110 wählt, ist aber nicht entscheidend. Anrufe werden von der jeweiligen Zentrale an die richtige Stelle weitergeleitet.

Blumen- oder Spülwasser getrunken? Einen unbekannten Pilz gegessen? Oder ein Quecksilber-Thermometer in der Wohnung zerbrochen? Wer Sorge hat, sich vergiftet zu haben, oder im Vorfeld Informationen zum Beispiel zu Giftpflanzen benötigt, kann in einer der Giftnotrufzentralen anrufen. Bei einer lebensbedrohlichen Vergiftung aber lieber gleich die 112 wählen. Eine Liste von Giftnotrufzentralen gibt es beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit auf www.bvl.bund.de

Damit die Notrufzentralen schnell reagieren können, brauchen sie Informationen:

  • Wo ist etwas passiert?
  • Was ist passiert?
  • Wie viele Menschen sind betroffen?
  • Welche Verletzungen oder Schäden gibt es?
  • Warten Sie auf Rückfragen!

Dann sollte man nicht einfach auflegen, sondern Rückfragen beantworten und in der Leitung bleiben, bis die Notfallzentrale das Gespräch beendet.

Weil viele Menschen derzeit vorschnell den Notruf wählen, Rettungsdienste und Notaufnahmen überlastet sind, will Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) jetzt Neuerungen einführen: Die Leitstellen von Rettungsdienst 112 und kassenärztlicher Vereinigung 116117 sollen die Patienten künftig schon am Telefon vorsortieren. Egal welche Nummer man anruft, es gibt eine telefonische Ersteinschätzung, wie dringend der Fall ist. Zur richtigen Einschätzung sollen auch Computerprogramme genutzt werden.

Den Anrufern wird dann entweder ein Rettungswagen geschickt, der Patient wird telemedizinisch betreut oder es wird die nächste Praxis mit Notdienst empfohlen. In weniger dringenden Fällen wird ein Termin in einer Arztpraxis vereinbart. Außerdem gibt es die Möglichkeit, dass ein Notfallarzt zum Patienten geschickt wird.

Mit diesen Maßnahmen soll Geld gespart und die Versorgung der Patienten verbessert werden. Die Bundesregierung will die neuen Regeln im ersten Halbjahr 2024 auf den Weg bringen, gelten sollen sie ab Anfang 2025.

Redakteur:

Gabriele Poepleu aus Seevetal

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