Das Oster-Wunder von Jesteburg

Leif Koch ist glücklich! Seine Schildkröten „Spike“ und „Leonardo“ sind wieder zurück
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Leif Koch (12) jubelt: „Meine Schildkröten sind wieder da!“

mum. Jesteburg. Leif Koch kann sein Glück kaum fassen. Der zwölf Jahre alte Schüler aus Jesteburg hat seine geliebten griechischen Landschildkröten wieder. Mitte Oktober hatte sich seine Mutter Kathrin verzweifelt an das WOCHENBLATT gewandt. Als sie „Spike“ und „Leonardo“ aus ihrem Haus im Vorgarten in das Außengehege entlassen wollte, waren die beiden Reptilien verschwunden. Die Mutter war davon ausgegangen, dass jemand die Schildkröten entweder absichtlich befreit hatte oder sie gestohlen wurden. Ihrem Sohn Leif musste sie den Verlust der geliebten Haustiere am Telefon beichten. Er war mit seinem Vater Torsten im Urlaub in Dänemark.
Zurück in Jesteburg ließ Leif nichts unversucht, um die Schildkröten wieder zu bekommen. Er verteilte unzählige Flyer in Jesteburg. Alles blieb ohne Erfolg. Auch der Aufruf im WOCHENBLATT brachte „Spike“ und „Leonardo“ nicht zurück. „Wir hatten so gehofft, dass sich der Dieb bei uns melden würde“, so die Mutter. Leif hatte die beiden Tiere vor vier Jahren als Weihnachtsgeschenk bekommen. Seitdem hat er die Schildkröten immer liebevoll gepflegt. Immerhin: Die Menschen nahmen nach dem Zeitungsbericht großen Anteil. „Immer wieder haben sich Nachbarn erkundigt, ob die Schildkröten wieder zurück sind“, erinnert sich Kathrin Koch. Ein Mann aus Buchholz hatte angeboten, Leif zwei andere Schildkröten zu schenken. Das wollte Leif jedoch nicht. Viel zu sehr waren ihm seine Freunde „Spike“ und „Leonardo“ ans Herz gewachsen.
Jetzt hat er sie wieder! Vater Torsten traute seinen Augen nicht, als er bei der Gartenarbeit beobachtete, wie ein kleiner Kopf an der Stelle, wo sich das Gehege befand, durch die Erde brach. Es war „Spike“!

„Spike“ und „Leonardo“ haben sich eingegraben und sind nach sechs Monaten wieder aufgetaucht.

Als Vater Torsten Koch die erste Schildkröte entdeckt hatte, begann er sofort nach „Leonardo“ zu suchen. Und tatsächlich - auch sie hatte sich wenige Zentimeter entfernt eine Höhle gegraben. „Wir vermuten, die Tiere haben sich instinktiv ein Winterquartier gesucht und die vergangenen sechs Monate im Winterschlaf verbracht“, so Katrin Koch. „Ich kann mir aber einfach nicht erklären, wie die Tiere rausgekommen sind.“ Sie ist nach wie vor davon überzeugt, dass sie die Schildkröten sicher im Haus verschlossen hatte. „Außerdem habe ich die gesamte Fläche mehrfach abgesucht und nichts entdeckt, das darauf hingedeutet hätte, dass sich die Schildkröten eingegraben haben.“ Doch das spielt jetzt alles keine Rolle mehr.
„Ich bin so froh, dass meine Schildkröten wieder da sind“, freut sich Leif. Nahezu stündlich schaut er nach den beiden Reptilien und verwöhnt sie mit ihrer Lieblingsspeise - Erdbeeren. Inzwischen hat die Familie auch das Außengehege wieder aufgestellt. Gespannt beobachten die Kochs, wie die beiden Schildkröten sich durch das Gras ihren Weg bahnen. „Sie verhalten sich als ob nichts gewesen wäre“, sagt Leif. „Die beiden haben immer noch ihre angestammten Lieblingsplätze.“

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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