Musik verbindet Generationen

Nicole Döbler (li.) und Sonja Ranft (im Hintergrund) leiten gemeinsam die Musikgruppe für Kinder und Senioren
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Kindergartenkinder und Senioren musizieren regelmäßig am Sandbarg miteinander.

mum. Jesteburg. Der helle Gemeinschaftsraum in der neuen Tagespflege von Ole Bernatzkis Ambulantem Hauspflege Dienst (AHD) in der "Ole School" in Jesteburg ist wieder einmal gut besucht: Etwa 25 Kinder und Senioren, begleitet von ihren Betreuerinnen, haben sich in einem Kreis zusammengefunden, um wie jeden Freitagvormittag eine gemeinsame Musikstunde zu erleben. Entstanden ist das neue Gemeinschaftsprojekt der DRK-Kita Jesteburg und der Senioren-Tagesstätte im Herbst vorigen Jahres, als die Tagesstätte und die DRK-Krippe das ehemalige Schul-Gebäude am Sandbarg bezogen hatten: die Senioren oben, die Krippenkinder unten.
"Für uns war ganz schnell klar, dass wir die Nähe von Jung und Alt auf dem Gelände unbedingt nutzen wollten. Generationenübergreifende Projekte sind für alle Beteiligten ein großer Spaß und Gewinn", sagt Nicole Döbler, Leitung der DRK-Kita und Initiatorin des Projektes. "Da der Schwerpunkt unserer Kindertagesstätte und Krippe bei der Musik liegt, lag es nahe, eine gemeinsame Musikstunde mit den Senioren der Tagespflege ins Leben zu rufen."
Nun treffen sich Kinder und Senioren jeden Freitag um 11 Uhr unter der Leitung von Nicole Döbler und Musikerzieherin Sonja Ranft, die sich als Mutter eines der Kita-Kinder ehrenamtlich für dieses Projekt engagiert. Nach dem Begrüßungslied und einer rhythmisch unterstützen Kennenlernrunde dürfen sich die Teilnehmer Lieder wünschen, die gemeinsam gesungen werden. "Dass sowohl die älteren Herrschaften als auch die jungen Kinder textsicher altes Volksliedgut schmettern, ist dabei beeindruckend. Musik verbindet ganz offensichtlich", so Döbler.
Die Pausen zwischen den Liedern werden genutzt, um sich auszutauschen. So können die Kinder den interessierten Zuhörern erzählen, womit sie derzeit gerade gern spielen oder was sie interessiert. Die Senioren berichten wiederum von alten Kindheitserinnerungen und zeigen, dass Kindsein damals und heute sehr viele Parallelen hat. Auch den an Demenz erkrankten Teilnehmern entlockt das Singspiel so manches Lächeln und alte Erinnerungen.
"Gerade in der heutigen Zeit, in der das Mehrgenerationenwohnen in Großfamilien eine Ausnahme bleibt und Enkel und Großeltern sehr weit entfernt voneinander leben, ist dieser Erfahrungsaustausch auf musikalisch-spielerischer Ebene ein großes Geschenk und sorgt auf allen Seiten für Begeisterung und gute Laune", sagt Döbler.

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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