Jesteburg: 1,6 Millionen für Sportstätten
Schwimmbad und Laufbahn sollen saniert werden
- Jesteburger Schwimmer dürfen hoffen: Vielleicht wird das Bad mit Bundesgeld saniert
- Foto: pöp
- hochgeladen von Gabriele Poepleu
Damit der Förderantrag noch rechtzeitig bis zum 15. Januar beim Bund eingeht, hatte man extra die Gemeinderatssitzung auf Dienstag vorgezogen: Und tatsächlich stimmten – was in Jesteburg selten vorkommt – die Ratsmitglieder einstimmig dafür, 1,6 Millionen Euro für die Sanierung ihrer kommunalen Sportstätten zu beantragen, rund eine Million fürs Schwimmbad, 650.000 Euro für eine neue Laufbahn des VfL Jesteburg.
"Wir sind sehr erleichtert und dankbar, dass die Politik diesen Schritt gegangen ist, denn es ist eine fast einmalige Chance, mit den beantragten Mitteln unser Freibad energetisch zu optimieren, barrierefrei umzurüsten sowie nachhaltiger und wirtschaftlicher betreiben zu können und damit eine langfristige Zukunft unseres Freibads zu sichern. Nun heißt es Daumen drücken", freut sich Maren Warnecke, Vorsitzende des Fördervereins Unser Schwimmbad Jesteburg.
Zunächst musste die Gemeinde aber zustimmen, dass sie den Eigenanteil von rund 252.000 Euro für das Schwimmbad und 65.000 Euro für den VfL übernimmt. Das Förderprogramm sieht vor, dass finanzschwächere Kommunen "mit bestätigter Haushaltsnotlage", wie sie für Jesteburg vorliegt, mehr Förderung bekommen. Nach derzeitigem Stand ist statt der üblichen 45 Prozent für die Gemeinde eine Förderquote von bis zu 75 Prozent möglich. Bei der Laufbahn übernehmen Verein und Sponsoren 15 Prozent, für die Gemeinde bleiben zehn Prozent Kostenanteil. Bei der Schwimmbadsanierung müsste die Gemeinde 25 Prozent übernehmen.
Weitere Voraussetzung für den Zuschuss: Es müssen belastbare Kostenvoranschläge für anstehende Sanierungen vorliegen. Deshalb mussten diese zuvor unter Zeitdruck von Fachfirmen beschafft werden.
Die Laufbahn des VfL_Sportplatzes ist seit über 50 Jahren in Betrieb und wird außer vom Verein auch von Grund- und Oberschule für den Schulsport und von der Öffentlichkeit für Veranstaltungen genutzt. Sie ist Austragungsort für Volksläufe, Jugendwettkämpfe und Feuerwehrsportfeste.
Inzwischen ist sie aber nur noch eingeschränkt nutzbar: Der Belag ist beschädigt, Randbefestigungen marode, die Oberfläche uneben und löchrig und stellenweise stark bewachsen. Auch die Entwässerung funktioniert nicht mehr. "Die Bahn ist am Ende ihrer Lebensdauer angelangt", bewertet die Gemeinde den Antrag. Eine Sanierung wäre genauso teuer und aufwändig wie ein Neubau, und man hätte weiterhin eine alte Anlage. Sollten sich Unfälle ereignen, sei die Gemeinde laut Pachtvertrag regresspflichtig.
Die neue Laufbahn wäre barrierefrei, pflegearm und langlebig, "mit optimaler Entwässerung und einem Kunststoffbelag, der für Schule, Vereinssport und öffentliche Nutzung geeignet ist", warb die Gemeindeverwaltung bei den Ratsmitgliedern um Zustimmung. Ursprünglich hatte man dafür Gesamtkosten von 350.000 Euro ermittelt. Da musste die Verwaltung aber zurückrudern: Der aktuelle Kostenvoranschlag ist mit 650.000 Euro fast doppelt so hoch. Das heißt: Auch der Eigenanteil der Gemeinde würde sich von ursprünglich 35.000 Euro auf 65.000 Euro erhöhen.
Beim Schwimmbad stehen viele Einzelsanierungen an – für insgesamt eine gute Million Euro: Das Bad soll zukünftig über neue Poolwärmepumpen erwärmt werden. Da diese Strom brauchen, soll auf das Flachdach des Gebäudes eine Photovoltaikanlage mit einer theoretischen Maximalleistung von 60 kW ("Kilowatt-Peak") gebaut werden, die jährlich 62.300 Kilowattstunden erzeugen soll. Sie soll die vorhandene Solarabsorberanlage ersetzen, die aus Sonnenenergie Wärme erzeugt. Das inzwischen undichte Dach muss ohnehin saniert werden.
Dringend muss der Traforaum erneuert werden – er sei in einem "stark abgängigen Zustand" erklärt die Gemeindeverwaltung, und entspreche nicht mehr den Vorschriften. Außerdem könnte das Bad im Zuge der Sanierung durch einen zweiten Handlauf am Kombibecken, barrierefreie Toiletten und Duschen und einen mobilen Beckenlift barrierefrei gemacht werden. Das kostet insgesamt gut eine Million Euro, wovon die Gemeinde rund 252.000 übernehmen müsste.
Ob die Gemeinde das Geld tatsächlich erhält, steht allerdings noch in den Sternen. Bundesweit stehen 333 Millionen Euro für die Sanierung kommunaler Sportstätten bereit. Zunächst gibt es ein sogenanntes "Interessenbekundungsverfahren", in dem erst einmal geprüft wird, ob die Projekte förderfähig sind. Erst dann wird der eigentliche Förderantrag mit detaillierten Plänen eingereicht.Damit der Förderantrag noch rechtzeitig bis zum 15. Januar beim Bund eingeht, hatte man extra die Gemeinderatssitzung auf Dienstag vorgezogen: Und tatsächlich stimmten – was in Jesteburg selten vorkommt – die Ratsmitglieder einstimmig dafür, 1,6 Millionen Euro für die Sanierung ihrer kommunalen Sportstätten zu beantragen, rund eine Million fürs Schwimmbad, 650.000 Euro für eine neue Laufbahn des VfL Jesteburg.
"Wir sind sehr erleichtert und dankbar, dass die Politik diesen Schritt gegangen ist, denn es ist eine fast einmalige Chance, mit den beantragten Mitteln unser Freibad energetisch zu optimieren, barrierefrei umzurüsten sowie nachhaltiger und wirtschaftlicher betreiben zu können und damit eine langfristige Zukunft unseres Freibads zu sichern. Nun heißt es Daumen drücken", freut sich Maren Warnecke, Vorsitzende des Fördervereins Unser Schwimmbad Jesteburg.
Zunächst musste die Gemeinde aber zustimmen, dass sie den Eigenanteil von rund 252.000 Euro für das Schwimmbad und 65.000 Euro für den VfL übernimmt. Das Förderprogramm sieht vor, dass finanzschwächere Kommunen "mit bestätigter Haushaltsnotlage", wie sie für Jesteburg vorliegt, mehr Förderung bekommen. Nach derzeitigem Stand ist statt der üblichen 45 Prozent für die Gemeinde eine Förderquote von bis zu 75 Prozent möglich. Bei der Laufbahn übernehmen Verein und Sponsoren 15 Prozent, für die Gemeinde bleiben zehn Prozent Kostenanteil. Bei der Schwimmbadsanierung müsste die Gemeinde 25 Prozent übernehmen.
Weitere Voraussetzung für den Zuschuss: Es müssen belastbare Kostenvoranschläge für anstehende Sanierungen vorliegen. Deshalb mussten diese zuvor unter Zeitdruck von Fachfirmen beschafft werden.
Die Laufbahn des VfL_Sportplatzes ist seit über 50 Jahren in Betrieb und wird außer vom Verein auch von Grund- und Oberschule für den Schulsport und von der Öffentlichkeit für Veranstaltungen genutzt. Sie ist Austragungsort für Volksläufe, Jugendwettkämpfe und Feuerwehrsportfeste.
Inzwischen ist sie aber nur noch eingeschränkt nutzbar: Der Belag ist beschädigt, Randbefestigungen marode, die Oberfläche uneben und löchrig und stellenweise stark bewachsen. Auch die Entwässerung funktioniert nicht mehr. "Die Bahn ist am Ende ihrer Lebensdauer angelangt", bewertet die Gemeinde den Antrag. Eine Sanierung wäre genauso teuer und aufwändig wie ein Neubau, und man hätte weiterhin eine alte Anlage. Sollten sich Unfälle ereignen, sei die Gemeinde laut Pachtvertrag regresspflichtig.
Die neue Laufbahn wäre barrierefrei, pflegearm und langlebig, "mit optimaler Entwässerung und einem Kunststoffbelag, der für Schule, Vereinssport und öffentliche Nutzung geeignet ist", warb die Gemeindeverwaltung bei den Ratsmitgliedern um Zustimmung. Ursprünglich hatte man dafür Gesamtkosten von 350.000 Euro ermittelt. Da musste die Verwaltung aber zurückrudern: Der aktuelle Kostenvoranschlag ist mit 650.000 Euro fast doppelt so hoch. Das heißt: Auch der Eigenanteil der Gemeinde würde sich von ursprünglich 35.000 Euro auf 65.000 Euro erhöhen.
Beim Schwimmbad stehen viele Einzelsanierungen an – für insgesamt eine gute Million Euro: Das Bad soll zukünftig über neue Poolwärmepumpen erwärmt werden. Da diese Strom brauchen, soll auf das Flachdach des Gebäudes eine Photovoltaikanlage mit einer theoretischen Maximalleistung von 60 kW ("Kilowatt-Peak") gebaut werden, die jährlich 62.300 Kilowattstunden erzeugen soll. Sie soll die vorhandene Solarabsorberanlage ersetzen, die aus Sonnenenergie Wärme erzeugt. Das inzwischen undichte Dach muss ohnehin saniert werden.
Dringend muss der Traforaum erneuert werden – er sei in einem "stark abgängigen Zustand" erklärt die Gemeindeverwaltung, und entspreche nicht mehr den Vorschriften. Außerdem könnte das Bad im Zuge der Sanierung durch einen zweiten Handlauf am Kombibecken, barrierefreie Toiletten und Duschen und einen mobilen Beckenlift barrierefrei gemacht werden. Das kostet insgesamt gut eine Million Euro, wovon die Gemeinde rund 252.000 übernehmen müsste.
Ob die Gemeinde das Geld tatsächlich erhält, steht allerdings noch in den Sternen. Bundesweit stehen 333 Millionen Euro für die Sanierung kommunaler Sportstätten bereit. Zunächst gibt es ein sogenanntes "Interessenbekundungsverfahren", in dem erst einmal geprüft wird, ob die Projekte förderfähig sind. Erst dann wird der eigentliche Förderantrag mit detaillierten Plänen eingereicht.
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