Der Landkreis Harburg ist nur ein Stadtteil von Hamburg

1.000 dieser Postkarten bringt die CDU in Umlauf. Jeder, der eine hat, wird gebeten, auf der Vorderseite seinen Wohnort einzutragen und an Minister Lies zu schicken
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  • hochgeladen von Sascha Mummenhoff

CDU will nach Statistik-Panne 1.000 Postkarten-Weckrufe an Wirtschaftsminister Olaf Lies verschicken.

(mum). Der Landkreis Harburg gehört nicht zu Niedersachsen - diese Erkenntnis musste Wilfried Seyer, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg, jüngst machen. In einem durch das niedersächsische Wirtschaftsministerium beauftragten Gutachten zur Clusterbildung von Start-Up-Unternehmen blieb der Landkreis Harburg als einzige Region in Niedersachsen unberücksichtigt. Die beauftragte Firma habe laut CDU den Landkreis Harburg mit dem Stadtteil Hamburg-Harburg verwechselt. „Zwar hat der Gutachter den Fehler zwischenzeitlich eingestanden, dass dieser Fehler aber niemandem in der Landesregierung aufgefallen ist, verwundert sehr“, sagt CDU-Kreisverbandschefin Britta Witte. Offenbar sei man in Hannover aber bereit, ein Förderprogramm auch auf Basis falscher Daten ins Leben zu rufen. Erheblich falscher Daten, denn laut Ranking des Instituts für Mittelstandsforschung in Bonn steht der Landkreis Harburg bundesweit auf Platz 10 der „Neuen unternehmerischen Initiativen“ und damit weit, weit vor jeder anderen Region in Niedersachsen. „Schade, dass Gutachter und Landesregierung dies übersehen haben“, so Witte.
Mit der Postkartenaktion „Moin, Herr Minister Lies!“ will die CDU dem Wirtschaftsministerium Olaf Lies (SPD) nun den Landkreis Harburg ein wenig näherbringen und die zwei Städte sowie zehn Einheits- und Samtgemeinden mit ihren über 100 Ortschaften namentlich vorstellen. „Gern geben wir dem Minister ein wenig Nachhilfe und stellen unsere Ortschaften daher einmal vor“, so Witte. „Gleichzeitig laden wir ihn ein, unseren über 1.200 Quadratkilometer großen Landkreis einmal zu besuchen und sich vor Ort von der Leistungsfähigkeit zu überzeugen.“
Witte weiter: „Bei einem Besuch könnten wir dann auch auf die Punkte hinweisen, wo Hannover den Landkreis meiner Meinung nach zu häufig vergisst: Rastanlage Seevetal, Decatur-Brücke und die verkehrliche Infrastruktur in der Metropolregion.“ Zuletzt sei die Benennung eines Verkehrskoordinators - wie ihn Hamburg und Schleswig-Holstein eingerichtet haben - abgelehnt worden, ergänzt Christian Horend, stellvertretender Kreisvorsitzender und Mitglied des Kreistages.

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