Debatte um Dichte und Verkehr
Noch keine Einigung über Bauprojekt auf dem Sandbarg

Die geplante Bebauung des Sandbarg-Areals sorgt weiterhin für kontroverse Diskussionen. Projektentwickler Jörg Ruschmeyer von May und Co. stellte gemeinsam mit Christoph Frenzel im Bau- und Plaungsausschuss erstmals öffentlich die Vorplanung für das rund neun Hektar große Gebiet vor. Vorgesehen sind insgesamt etwa 220 Wohneinheiten, darunter 18 Mehrfamilienhäuser, 17 Doppelhäuser und 13 Einfamilienhäuser. Ergänzt werden soll das Quartier durch Gewerbeflächen und eine Kindertagesstätte.

Hintergrund ist der anhaltend hohe Bedarf an Wohnraum in der Gemeinde. Die Investoren betonen, dass die Planungen im Vergleich zu früheren Entwürfen bereits reduziert wurden und ein ausgewogenes Konzept aus Wohnen und Arbeiten entstehe. Insbesondere bei CDU und den Grünen stößt das Projekt jedoch auf Vorbehalte. Kritisiert werden vor allem die Dichte und Höhe der Bebauung sowie mögliche Auswirkungen auf Verkehr und Infrastruktur, wenn 500 bis 700 Neubürger hinzukämen. Die Mitglieder des Ausschusses stimmten daher nach ausführlicher Debatte gegen eine Empfehlung zum städtebaulichen Vertrag, was das Vorhaben deutlich verzögern dürfte.

Uneinig zeigten sich die Verteter der Fraktionen hingegen bei dem sich anschließenden Thema "Bauturbo". Lediglich mit 3 zu 2 Stimmen sprach sich der Ausschuss für einen gemeinsamen Antrag von CDU und SPD für den Rat aus, um Bauvorhaben zu beschleunigen. UWG und Grüne fordern als Bedingung für die Anwendung des Bauturbos verbindliche Leitlinien zur Ortsentwicklung. Aydin Yakin (CDU) hält dagegen: „Wir wollen Entwicklung ermöglichen, aber nicht dem Zufall überlassen. Mit unserem gemeinsamen Antrag schaffen wir klare Regeln und behalten die Kontrolle über die städtebauliche Entwicklung.“

Redakteur:

Heidi Goch-Lange aus Buchholz

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