Neubau oder Sanierung:
Weiter Uneinigkeit über Zukunft der Jesteburger Grundschule

Dirk Tillmann vom Architekturbüro RKW erläutert die Möglichkeiten der Sanierungsvariante im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung  | Foto: hg
  • Dirk Tillmann vom Architekturbüro RKW erläutert die Möglichkeiten der Sanierungsvariante im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung
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Die Zukunft der Grundschule Jesteburg bleibt weiter ungewiss. Zwar besteht in Politik, Verwaltung und Schule seit Jahren Einigkeit darüber, dass die bestehenden Gebäude den Anforderungen eines modernen Ganztagsbetriebs nicht mehr gerecht werden. Ob die Lösung ein kompletter Neubau oder eine Sanierung mit Anbau sein soll, ist jedoch weiterhin umstritten.

In einer gemeinsamen Sitzung von Bau- und Bildungsausschuss am vergangenen Montag wurden die Ergebnisse einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung vorgestellt. Demnach würde eine Sanierung mit Erweiterungsbau rund 19,6 Millionen Euro kosten, ein Neubau etwa 23,2 Millionen Euro. Die Studie bewertet den Neubau qualitativ besser, sieht jedoch wirtschaftliche Vorteile bei der Sanierungsvariante. In der Gesamtwertung liegt deshalb die Sanierung knapp vorn, gleichwohl dieser noch keine verlässlichen Gutachten zugrunde liegen. 

Die Diskussion verlief entsprechend kontrovers. Schulleitung und Elternvertretung warben erneut für einen Neubau. Schulleiterin Bettina Fritsche bemängelte, nicht in die Vorplanungen des Architekturbüros RKW aus Düsseldorf zu einer möglichen Sanierung mit einbezogen worden zu sein. Sie verwies weiterhin auf die vierjährige Umbauzeit im laufenden Schulbetrieb. Dies sei den Kindern kaum zuzumuten. 

Anders sehen es die Befürworter einer Sanierung. So verwies Julia Neuhaus (CDU) einmal mehr auf die angespannte Haushaltslage und die zu befürchtenden Einwände der Kommunalaufsicht, sollte die Neubauvariante verabschiedet werden. 

Samtgemeinde-Bürgermeisterkandidat Christoph Kröger hingegen sprach sich klar für einen Neubau aus:„Wenn es gelingt durch Fördermittel, den Eigenanteil der Samtgemeinde am Neubau deutlich zu reduzieren, verändert sich auch die wirtschaftliche Bewertung und am Ende die Belastung der einzelnen Gemeinden.“ Für Kröger stehe deshalb nicht die Frage im Mittelpunkt, welche Variante die günstigste sei, sondern welche Schule den Kindern langfristig die besten Bedingungen biete.

Für zusätzliche Bewegung in der Debatte sorgte ein kurzfristig eingegangenes Angebot eines Fertigbau-Unternehmens, das einen Neubau deutlich günstiger realisieren können soll als bislang kalkuliert. Die Verwaltung will dieses Angebot nun kurzfristig prüfen. Am Ende sprach sich der Bildungsausschuss für einen Neubau und der Bauausschuss für die Sanierung aus, womit die Entscheidungsfindung erneut vertagt wurde.

Redakteur:

Heidi Goch-Lange aus Buchholz

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