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Beraten die Brautpaare rund um das Thema standesamtliche Hochzeit: Melanie Ritter (li.) und Idgie Sophie Firsching
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Immer mehr Paare lassen sich in Jesteburg trauen / Individuelle Zeremonien möglich.

mum. Jesteburg. Heiraten - das ist wohl für jeden das romantische Ereignis im Leben. Für Idgie Sophie Firsching allerdings ist es tägliches Geschäft. Die Jesteburger Standesbeamtin ist seit Mai 2014 in dem kleinen Heidedorf für die Eheschließungen verantwortlich. Doch Routine sind die besonderen Momente nicht. Firsching liegt sehr daran, dass Braut und Bräutigam diesen wundervollen Tag in guter Erinnerung behalten. Und dasmit großem Erfolg: Erstmals seit vielen Jahren werden sich in diesem Jahr mehr als 100 Paare das „Ja“-Wort geben. 2015 waren es nur 75 Trauungen.
Damit das Heiraten noch besser funktioniert, bietet das Standesamt auch Trauungen am Samstag an. Von April bis September sind Hochzeiten an jedem dritten Samstag im Monat möglich. Lediglich im April verschiebt sich der Termin - Ostern ist schuld. Generell sind Trauungen in Jesteburg montags, dienstags, donnerstags und freitags zwischen 9 und 12 Uhr sowie am dienstags von 15 bis 17.30 Uhr möglich.
„Drei wunderschöne Trauzimmer stehen zur Verfügung“, sagt Idgie Sophie Firsching. Zwei davon befinden sich im „Heimathaus“. Dort können die Brautpaare zwischen einem Raum für etwa 15 sowie für bis zu 80 Personen wählen. „Der alte Eichenbestand am Niedersachsenplatz, der romantische Kopfsteinpflasterweg hinauf zum ‚Heimathaus‘ und letztlich das reetgedeckte Haus selbst, bieten das perfektes Ambiente zum Heiraten“, schwärmt die Standesbeamtin. Da viele Paare nur noch standesamtlich heiraten, möchten sie möglichst viele Gäste dabei haben. „Damit sind auch die Anforderungen an ein Standesamt gestiegen.“
Gerade für große Gesellschaften biete sich das „Heimathaus“ an. „Im Sommer können die Türen zur Hälfte geöffnet werden, sodass eine besondere Atmosphäre entsteht.“ Wer es noch spezieller möchte, kann auch in der Kunststätte Bossard heiraten.
Auch Sonderwünsche werden erfüllt: „Ein Paar hat die große Scheunentür des „Heimathauses“ öffnen lassen, damit die Braut mit ihrem Vater wie in der Kirche einziehen konnte“, erinnert sich die Standesbeamtin. Auch ein Klavier stehe zur Verfügung.
Die Gesellschaften dürfen grundsätzlich nach der Trauung noch eine Weile bleiben. Insbesondere der letzte Termin des Tages ist aus diesem Grund sehr beliebt. Allerdings kann es da auch zu Missverständnissen kommen: „Ein Paar hatte einmal ein riesiges Büfett aufgebaut und feierte noch, als ich den Raum abschließen wollte. Die haben das mit der halben Stunde wohl etwas anders verstanden.“ Firsching hat übrigens eine hunderprozentige Erfolgsquote: „Es hat noch keiner nein gesagt.“
Selbst ist die Standesbeamtin noch unverheiratet. „Gerade darum probiere ich, die Trauungen immer individuell und ganz nach den Wünschen des Brautpaares zu gestalten. Ich stelle mir vor, wie ich selbst gern einmal heiraten möchte.“ Firsching bietet allen Paaren an, etwas Persönliches in die Traurede aufzunehmen.

• Die Termine für das kommende Jahr, speziell die Samstage, sind bereits stark nachgefragt. Aus diesem Grund empfiehlt die Standesbeamtin, frühzeitig einen Tag zu buchen. Wer sich beraten lassen möchte, kann sich an Idgie Sophie Firsching wenden. Sie ist unter der Rufnummer 04183 - 974734 oder via E-Mail an standesamt-jesteburg@lkharburg.de zu erreichen.

Beraten die Brautpaare rund um das Thema standesamtliche Hochzeit: Melanie Ritter (li.) und Idgie Sophie Firsching
Das Jesteburger „Heimathaus“ bildet die Kulisse für 
wunderschöne Hochzeiten
Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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