Für alle, die nicht mehr aufs schnelle Internet warten wollen oder können
Internet via Satellit

Seit 1957 mit dem sowjetischen "Sputnik" der erste künstliche Erdsatellit ins All gestartet ist, ist viel Zeit vergangen. Heute schweben im All mehrere Tausend Satelliten, die auch als Internetverbindung genutzt werden können
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  • Seit 1957 mit dem sowjetischen "Sputnik" der erste künstliche Erdsatellit ins All gestartet ist, ist viel Zeit vergangen. Heute schweben im All mehrere Tausend Satelliten, die auch als Internetverbindung genutzt werden können
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(as). Rund um die Erde bewegen sich unzählige Satelliten. Rund 3.400 wurden allein im vergangenen Dezember gezählt. Sie kreisen um die Erde und versorgen uns zum Beispiel mit GPS-Signalen, Wetterdaten - und Internet.

"Da oben schwebt alle drei Grad ein Satellit", sagt Frank Runge, Fachmann für Satellitentechnik und Inhaber von "Konzept + Sound" in Marxen (Landkreis Harburg). Er ist überzeugt: Eine Internetverbindung via Satellit kann viele Vorteile für Geschäftsleute und Privatleute bieten - gerade in Gegenden, wo der Glasfaserausbau auf sich warten lässt, der Anschluss bis ans Haus zu teuer ist oder womöglich nie kommt. Die Vertragslaufzeiten sind meist kurz, so dass das Internet per Satellit auch eine gute Interimslösung sei.

"Satelliten-Internet gibt es schon seit vielen Jahren", sagt Frank Runge. Die Technik wurde stetig weiterentwickelt, so dass der Datentransfer ins All einem Highspeed-Anschluss nicht nachsteht. Filme streamen, Musik herunterladen oder E-Mails abrufen ist dank der extrem schnellen Downloadrate ebenso problemlos möglich wie Videokonferenzen etc. Lediglich bei ambitionierten Online-Gamern könnte die durch den langen Übertragungsweg (zum Satelliten und zurück) bedingte Zeitverzögerung zu Frust führen.

Wer sich für das Internet aus dem All interessiert, benötigt eine Satellitenschüssel, die mit einem Sende- und Empfangskopf ausgestattet ist. Wer bereits per Satellit fernsieht, kann seine Schüssel allerdings nicht für die Internetnutzung verwenden. "Aber die meisten Anbieter stellen die Satellitenschüssel für den Internetempfang kostenlos bereit - und diese lässt sich vom Fachmann für Fernsehen und Telefonie nachrüsten", sagt Frank Runge. Die Anbieter rechnen nach Pauschalen ab. Je nach Datenvolumen liegen die Kosten von circa 30 Euro/Monat für eine Verbindung mit 30 M/bit bis etwa 70 Euro für 100 M/bit. "Für den Hausgebrauch reicht ein Anschluss mit 30 M/bit in der Regel schon aus", sagt Runge. Zusätzlich zur monatlichen Gebühr erheben viele Anbieter eine einmalige Bearbeitungs- oder Einrichtungspauschale.

Wer seine Satellitenschüssel vom Fachmann anbringen lässt, zahlt in der Regel noch einmal 100 Euro für die Standardinstallation. "Das lohnt sich aber, denn man muss beim Anbringen einiges beachten. Der Fachmann wählt einen geeigneten Standort für die Satellitenschüssel aus." Übrigens muss der Empfänger nicht immer an der Wand montiert werden, es gibt für Satellitenschüsseln auch Ständer für Balkon und Garten. Bei der Standortsuche hilfreich sind Apps, die von einigen Satellitenbetreibern kostenlos angeboten werden. "Man startet die App, richtet die Kamera des Smartphones grob in Richtung des Satelliten und die App zeigt einem an, ob der Standort geeignet ist oder nicht, das kann jeder selbst zuhause machen", erklärt Runge.
Mittlerweile gibt es mehrere Anbieter am Markt. Frank Runge rät: "Angesichts der Vielzahl der Betreiber sollte man die Angebote genau prüfen - oder auf die Beratung seines Fachmanns vertrauen."
Profi-Tipps zur Installation einer Satellitenschüssel gibt Frank Runge auch online unter wowi.astra.ses/profi-tipps-von-frank-runge.

Autor:

Anke Settekorn aus Jesteburg

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